Schlussbericht
(Deutsch)
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Aus 5 Mitgliedern des Vorstandes der SSES-Regionalgruppe Zürichs entstand die Projektgruppe ?Solarboot Ahoi?. Während der Konzeptionsphase standen das Designund eine möglichst hohe Energieautonomie im Mittelpunkt. Aus zahlreichen Ideen wurde schliesslich ein Katamaran mit ausgeprägtem Bug für die Solarzellen undabgeschrägten Seitenflächen für weitere Solarzellen weiter verfolgt. Mittels einer gut gestalteten Projektmappe, einem gelungenen Modell (1:20) und viel Überzeugungskraft, konnten ein Partner und drei Sponsoren an Bord geholt werden. Der Partner ewz trug den Löwenanteil, das Gesundheits- und Umweltdepartement der Stadt Zürich, das Bundesamt für Energie (BfE), LEC Solartechnik Küsnacht neben weiteren privaten Sponsoren trugen ebenfalls massgebend dazu bei, dass dieses ungewöhnliche Projekt realisiert werden konnte. Weil die wichtigste Zielgruppe - die Bevölkerung in und um Zürich - auf das Projekt aufmerksam gemacht werden wollte, wurde in den Tageszeitungen ein Namenswettbewerb ausgeschrieben. Ca. 200 Namensvorschläge trafen ein. Und so trägt das erste Solarboot in Zürich, welches sozusagen allen gehört, den Namen ZHolar.Danach wurden die Ideen vom Papier in die Werft übertragen. Die Sandwichbauweise des Aufbaus, also der Teil des Bootes welcher die Solarzellen und die Passagiere fasst, wurde einem Glasfaserspezialisten übertragen. Danach wurde der Katamaran mit aufblasbaren Schwimmern in eine Werft nach Erlenbach verlagert und dort von der Projektgruppe in 2 Monaten fertiggestellt. Der Antrieb wurde an der Fachhochschule Rapperswil durch eine Semesterarbeit optimiert und ausgewählt. Bis ZHolar vermietet werden konnte, musste das Boot zahlreiche Abnahmen über sich ergehen lassen. Das Starkstrominspektorat prüfte die elektrischen Installationen auf Herz und Nieren. Da waren die Batterien, Bootsmotor und Solarzellenverkabelung wie auch die Sicherheit von grosser Wichtigkeit. Bei der Schifffahrtskontrolle wurde die Kippstabilität (Krängung), die Manövrierbarkeit, Kurvenfahrt und Anhalten aus voller Fahrt beurteilt. ZHolar hat alle Kontrollen und Tests bestanden und allen Unkenrufe getrotzt und trägt stolz ?ZH 8658?.Im ersten Sommer, der am 21.6.2001 mit einer Pressekonferenz begann und Ende Oktober endete, hat ZHolar während rund 100 Stunden seine Passagiere mit grosserZuverlässigkeit den Zürichsee in einer neuen Dimension erleben lassen. Lautlos gleitend in frischer Luft hatten gross und klein viel Spass im blauen Wasser. ZHolar wirdzu 60.-/h vermietet und konnte dabei knapp die Versicherung und Wartungsarbeiten berappen. Alle Beteiligten waren rundum zufrieden und warten gespannt auf die nächste Saison, die voraussichtlich im April 2003 beginnt.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
SSES Regionalgruppe Zürich
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Schmid,Roland
Zugehörige Dokumente
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