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Research unit
FOEN
Project number
WHFF 2005.09
Project title
Einsatz mittlerer Stammabschnitte aus Schweizer Laubholz für neuartige Holzwerkstoffe

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Short description
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Publications / Results
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CategoryText
Key words
(German)
Laubholz, Wertschöpfung, Innenbau, Möbelbau
Short description
(German)
Der Absatzmarkt von Laubholz in Zentraleuropa weist eine gewisse Stagnation auf. Zusätzlich wurden preisgünstige Laubhölzer in die Schweiz importiert. Beide Prozesse fördern das Überangebot an Laubholz des mittleren Stammabschnitts auf dem Schweizmarkt. Besonders bei der Laubholzart Buche
gestaltet sich die Verwendung des mittleren Stammabschnittes als schwierig. Dieses Holz besitzt grosse Eigenspannungen, das die Verwendung für hochwertige Sortimente unmöglich macht. Früher setze man dieses Buchenholz in der Eisenbahnschwellenproduktion ein und anschliessend verwendete
man sie im Gartenbau oder auf Kinderspielplatzen. Durch das im September 2001 in Kraft getretene Gesetz, dass die Verwendung von Teeröl imprägnierten Holzschwellen im Gemüsegartenbau und bei Kinderspielplätzen untersagt, zeichnet sich ein deutlicher Rückgang des Absatzes von Holzschwellen ab.
Ein Ansatzpunkt für die Förderung des Absatzes sieht man in der Eingliederung von Buchenholz desnmittleren Stammabschnittes in neue Anwendungsgebiete, wie Innenausbau oder Möbelbau. Erste Erfolge auf diesem Weg erzielte man durch Auftrennen und Zusammenfügen sowie auch durch eine Wärmebehandlung, oft auch als thermische Behandlung bezeichnet. Dabei wird das Holz zwischen 120°C und 200°C in einer sauerstoffarmen Atmosphäre erwärmt. Durch diese thermische Behandlung reduzieren sich die unerwünschten Eigenspannungen im Buchenholz. Das Ziel ist es, das thermisch behandelte Buchenholz auf die mögliche Weiterverarbeitung zu verklebten Profilen oder ein- oder
mehrschichtiger Platten zu prüfen.
Beim Einschnitt von Buchenholz des mittleren Stammabschnittes zeigte sich, dass durch eine Querschnittsverkleinerung der Bretter kein Abbau der wuchsbedingten Eigenspannungen im Buchenholz statt findet. Bei Vorversuchen zur Verklebung stellte man fest, dass sich 1-K PUR Klebstoff
(Einkomponenten Polyurethan) für die Verklebung von thermisch behandeltem Buchenholz am besten eignet. Dabei konnte durch eine Vorbehandlung mit Wasser die zu geringe Holzfeuchtigkeit bei thermisch behandeltem Holz ausgeglichen werden. Anschliessend wurden dreischichtige Massivholzplatten und Fensterprofile aus thermisch vergütetem und unvergütetem Buchenholz hergestellt.
Bei den Hauptversuchen zeigte sich eine eindeutige Verbesserung von Fensterprofilen aus thermisch behandeltem Buchenholz gegenüber unbehandeltem Buchenholz bei einer natürlichen Bewitterung.
Bei den hergestellten Dreischichtplatten reduzierte sich der geprüfte Plattenverzug um 64%, die behinderte Quellung um 63% und die freie Quellung um 44%. Delaminirungsversuche haben nur einegeringe Minderung der Klebfugenfestigkeit im Wechselklima ergeben.
Eine thermische Behandlung von Buchenholz des mittleren Stammabschnittes zeigte klar die Reduzierung der Eigenspannungen. Die Herstellung von Profilen und mehrschichtigen Platten aus thermisch behandeltem Buchenholz stellen ein gutes Ersatzprodukt für den versiegenden Absatzkanal
der Holzschellenproduktion dar. Dabei könnten fromstabile und tragfähige Dreischichtplatten oder Latten mit einem Kern aus thermisch behandeltem Buchenholz und Beplankungen aus unbehandelten hergestellt werden. Diese könnten im Aussenbereich von Wand- und Dachelementen als Konterlattung
oder zu Versteifung eingesetzt werden
Publications / Results
(German)
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