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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
WHFF 2007.13
Projekttitel
Machbarkeitsstudie: Aussenbekleidung mit Buchenschindeln

Texte zu diesem Projekt

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Kurzbeschreibung
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Holzart, Buche, Schindel, Verkleidung
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit wurde das Verhalten von verschiedenen Schindelvarianten im Feldversuch bei reduzierten Flächendimensionen untersucht. Dabei wurde die Eignung der Holzart Buche für die Fassadenverkleidung im Vergleich mit den bewährten Holzarten Lärche und Fichte analysiert. Die Herstellung der 9 Modellschindelschirme  1x0,75m) erfolgte in Zusammenarbeit mit zwei traditionellen Schindelmachern, sodass eine fachgerechte Ausführung der Proben sichergestellt war. Die Grundlage der experimentellen Arbeiten bildete ein zweijähriger Freilandversuch an zwei Standorten mit unterschiedlichen Expositonsrichtungen. In periodischen Abständen wurden die Parameter Farbe, Oberflächenspannung und Rauigkeit an jeweils 10
Schindeln pro Schirm gemessen und ausgewertet.
Es hat sich gezeigt, dass Bucheschindeln unabhängig von der Herstellungsart (geschnitten oder gesägt) die wesentlichen Anforderungen an eine Fassadenverkleidung (Dauerhaftigkeit und Dichtheit) im untersuchten Zeitraum erfüllen. Im Vergleich zu den traditionell verwendeten Holzarten zeigten sich aber deutliche Unterschiede.
Die Farbveränderung auf der Schindeloberfläche verlief bei den Buchevarianten deutlich schneller und war aber bereits nach 2 Jahren nahezu abgeschlossen. Die Nadelholzvarianten zeigten die Tendenz einer verzögerten Vergrauung, welche nach 2 Bewitterungsjahren auch noch nicht abgeschlossen war. Ein ähnlicher Verlauf zeigte sich bei der Oberflächenspannung. Bereits nach 6 Bewitterungsmonaten war keinerlei hydrophobes Verhalten auf den Bucheschindeln mehr zu erkennen, was zur Folge hatte, dass das Wasser sehr schnell in das Holz eindringen aber auch wieder entweichen kann. Der Rückgang des Abperlverhaltens war bei den Nadelholzvarianten erst nach 13 bzw. 26 Monaten feststellbar. Auch in Bezug auf die Rauigkeitsentwicklung konnten deutliche Unterschiede festgestellt werden. Prinzipiell erfolgte die quantitative Zunahme der Rauigkeit in einer ähnlichen Grössenordnung für alle Holzarten, mit Ausnahme der beschichteten Varianten. 
Jedoch bildete sich bei den Nadelholzvarianten die bekannte Riffelstrukur infolge der Dichteunterschiede zwischen Spät- und Frühholz heraus, was bei den Buchevarianten nicht zu beobachten war. Das ästhetische  Erscheinungsbild der verschiedenen Schindelschirme war ebenfalls abhängig von der entsprechenden Holzart. Die Fichte- und Lärchevarianten wirken ruhig und gleichmässig, was auf die geringe Verformung der Einzelschindeln zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu ist bei allen unbeschichteten Buchevarianten eine starke Verformung der Schindeln festzustellen, was zu Verwerfungen und Hohlräumen in der Schindelfläche führt. Der Schindelschirm wirkt dadurch eher inhomogen und ungleichmässig. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklung fortsetzt und wie sich diese Erscheinung auf die Dauerhaftigkeit der betroffenen Schindelvarianten
auswirkt. Eine Beschichtung der Schindeloberflächen führt erwartungsgemäss zu einer hohen Farbstabilität und zu einer nachhaltigen Wasserabweisung. Die Rauigkeit der Oberfläche ist im Vergleich mit den unbehandelten Varianten signifikant niedriger. Bei der Verwendung von deckenden Beschichtungssystemen ist mit Verklebungen der einzelnen Schindeln zu rechnen, was aber dann zum Abreissen der Beschichtung bei Schindelübergängen führen kann. Bei daraus folgenden Wasseransammlungen hinter der Beschichtung ist mit Schäden zu rechnen. Ein Befall durch holzzerstörende Pilze wäre dann denkbar.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Zugehörige Dokumente