Wärmespeicher unterstützen die Auslegung und den Betrieb von Fernwärmenetzen, indem sie Lastspitzen reduzieren, lokale Netzengpässe reduzieren und die Einbindung erneuerbarer Wärme oder Abwärme verbessern. Der Einsatz dezentraler thermischer Speicher, die nahe bei den Verbrauchern oder bei Netzverzweigungen installiert werden, ist besonders dann interessant, wenn für eine zentrale Wärmespeicherung nur begrenzt Platz verfügbar ist oder zusätzliche Verbraucher angeschlossen werden sollen, ohne dass Leitungen ersetzt werden müssen. Im Projekt wurden dezentrale thermische Speicher anhand eines Biomasse-Fernwärmenetzes sowie zweier Fallstudien analysiert. Die dynamische Optimierungs- Software optihood wurde für die räumliche Modellierung thermischer Netze erweitert, und mit PeakAnalyser und THENA wurden praxistaugliche Werkzeuge für Planer entwickelt. Die Ergebnisse zeigen, dass dezentrale Speicher die Spitzenleistung deutlich reduzieren können, insbesondere wenn kurze Lastspitzen oder lokale Leitungsengpässe auftreten. In den untersuchten Fällen wurden Reduktionen der Spitzenleistung von bis zu 36 % erreicht. Wirtschaftlich attraktiv sind dezentrale Speicher jedoch vor allem dann, wenn die reduzierte Spitzenleistung Netzausbauten oder teuren Spitzenlastbetrieb vermeidet.