Ziel des Projekts ist es, ein optisches Überwachungssystem für Windkraftanlagen zu entwickeln, das automatisch 7 Tage die Woche nachts arbeitet, um Kollisionen zwischen Windkraftanlagen und Fledermäusen zu erkennen und die Hintergründe solcher Kollisionen und Vermeidungsflüge zu dokumentieren. Das System soll dazu beitragen, die Umweltverträglichkeitprüfungen nach dem Bau zu vereinfachen und die Kosten zu senken. Eine Vorstudie sowie der Austausch mit internationalen Forschern ermöglichten es, eine Lösung vorzuschlagen, die zwar neu war, aber auf aktuellen Erkenntnissen und getestetem Material basierte. So sollte das technologische Risiko gering bleiben. Die aufgestellten Postulate haben sich leider als unvollständig oder sogar falsch erwiesen. Daraufhin wurde ein völlig neues Konzept entwickelt, das auf der Theorie der optischen Detektion basierte und iterativ getestet wurde. Optisches Material, das für diese Anwendung neu war, wurde evaluiert und kombiniert. Die ursprüngliche Planung des Projekts wurde dadurch stark beeinträchtigt. Ein Prototyp des Überwachungssystems konnte erfolgreich entwickelt, gebaut und getestet werden. Das System besteht aus Kameras, einem IR-Detektor, Motoren und einem optischen System, das schnelle Bewegungen ermöglicht. Das endgültige System kann so eingesetzt werden, dass es eine nahezu lückenlose Überwachung ermöglicht. Ein Feldtest des Einsatzverfahrens bestätigte das Konzept der Inbetriebnahme des Systems auf einer Windkraftanlage. Der Prototyp wird derzeit im Dauer-betrieb erprobt, um seine Zuverlässigkeit und die Verallgemeinerbarkeit der Algorithmen auf alle atmosphärischen und meteorologischen Bedingungen zu überprüfen. Diese Daten sind in einer Referenzdatenbank gesammelt.