Description succincte
(Allemand)
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Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, muss der Gebäudepark der Schweiz CO2-neutral werden. In diesem Projekt werden dafür vier vielversprechende und skalierbare Ansätze in einer realen Umgebung installiert, erprobt und miteinander verglichen. Die Ansätze sind zwar nicht CO2-frei, aber sie haben das Potential dazu. Für die Erstellung werden die Ansätze CO2-armer Holzbau sowie ReUse erprobt. Für den Betrieb wird eine prädiktive, optimierte Bivalenz Regelung in der Wärmeerzeugung, sowie eine einfache Abluftanlage, welche aber dank einer CO2-Steuerung einen hohen Komfort ermöglicht, installiert. Diese vier Lösungen werden mittels einer einheitlichen Methode bezüglich der Lebenszykluskosten sowie der Ökobilanzierung miteinander verglichen. Zudem werden Erhebungen zur Akzeptanz während der Planung sowie unter den Bewohnenden durchgeführt.
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Description succincte
(Anglais)
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In order to achieve the Paris climate targets, Switzerland's building stock must become CO2-neutral. In this project, four promising and scalable approaches are being installed, tested and compared with each other in a real environment. The approaches are not CO2-free, but they have the potential to be. The low-CO2 timber construction and ReUse approaches are being tested for construction. For operation, a predictive, optimized bivalence control in heat generation and a simple exhaust air system, which enables a high level of comfort thanks to CO2 control, are installed. These four solutions are compared with each other using a standardized method in terms of life cycle costs and life cycle assessment. In addition, acceptance surveys are carried out during the planning phase and among the residents.
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Description succincte
(Français)
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Pour atteindre les objectifs climatiques de Paris, le parc immobilier de la Suisse doit devenir neutre en CO2. Dans ce projet, quatre approches prometteuses et évolutives seront installées, testées et comparées dans un environnement réel. Les approches ne sont certes pas neutres en CO2, mais elles ont le potentiel de le devenir. Pour la construction, les approches de construction en bois à faible émission de CO2 ainsi que ReUse seront testées. Pour l'exploitation, une régulation bivalente prédictive et optimisée est installée dans la production de chaleur, ainsi qu'un système d'extraction d'air simple, mais qui permet un confort élevé grâce à une commande CO2. Ces quatre solutions sont comparées entre elles au moyen d'une méthode uniforme concernant les coûts du cycle de vie et l'analyse du cycle de vie. En outre, des enquêtes sont menées sur l'acceptation pendant la planification et parmi les habitants.
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Publications / Résultats
(Allemand)
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Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, muss der Gebäudepark der Schweiz klimaneutral werden. In diesem Projekt werden dafür vier vielversprechende und skalierbare Ansätze in einer realen Umgebung installiert, erprobt und miteinander verglichen. Die Ansätze sind zwar nicht CO2-frei, aber sie haben das Potential zu einer deutlichen Reduktion der Treibhausgasemissionen. Für die Gebäudeerstellung werden die Ansätze CO2-optimierter Holzbau sowie Re-Use erprobt. Für die Erstellung und den Betrieb wird eine einfache Abluftanlage, welche aber dank einer CO2-Regelung einen hohen Komfort ermöglicht, installiert. Auf die Treibhausgasemissionen im Betrieb wirkt auch eine prädiktive Bivalenz-Regelung der Wärmeerzeugung. Diese vier Lösungen werden mittels einer einheitlichen Methode be-züglich der Lebenszykluskosten sowie der Ökobilanzierung miteinander verglichen. Zudem werden Erhebungen zur Akzeptanz während der Planung sowie unter den Bewohnenden durchgeführt.
Erste (provisorische) Ergebnisse
CO2-optimierter Holzbau
-Bei der Ausschreibung der Holzbauarbeiten von Haus C wurden auch Angaben zur Ermittlung der Treibhausgasemissionen der Erstellung eingefordert. Ein Vergleich zeigt grosse Unterschiede zwischen den eingegangenen Angeboten. Preislich günstige Angebote weisen auch die tiefsten Erstellungsemissionen auf (siehe Kap. 2.5).
-Durch den Wechsel von einem Massivbau zu einem Holzbau, konnten in Bezug auf die Lebensdauer und die Energiebezugsfläche von Haus C 1.1 kg/m2a Treibhausgasemissionen eingespart werden. In Zusammenarbeit mit dem beauftragten Holzbauunternehmen wurden drei weitere Optimierungsmassnahmen umgesetzt: ein besonders schlanker Anhydrit-Unterlagsboden, Innenwände ohne Gipsbeplankung und die mehrheitliche Verwendung von Schweizer Holzprodukten. In der Summe führen diese Massnahmen zu einer zusätzlichen Einsparung an Treibhausgasemissionen von 0.5 kg/m2a (siehe Kap. 2.7). Die Erstellungsemissionen von Haus C liegen, exkl. Gebäudetechnik und zentraler Tiefgarage, bei 5.9 kg/m2a.
-Die Erstellungskosten pro Energiebezugsfläche von Haus C sind gegenüber einem vergleich-baren Massivbau rund 350 CHF/m2 höher. Die zusätzlichen Optimierungsmassnahmen führen zu weiteren Mehrkosten von 24 CHF/m2.
-Die aus dem Verhältnis der Investitionskosten zu den Emissionseinsparungen berechneten Treibhausgas-Vermeidungskosten der untersuchten Holzbaumassnahmen liegen im Bereich von 0.8 bis 5.3 CHF/kg. Zum Vergleich: die CO2-Abgabe auf Brennstoffe liegt in der Schweiz aktuell bei 0.12 CHF/kg.
-Bei Berücksichtigung der im Holz gebundenen CO2-Emissionen, sinken die Netto-Erstellungsemissionen von Haus C auf 1.8 kg/m2a. Die Anrechnung des im Holz gebundenen biogenen CO2 wird allerdings von Institutionen wie Minergie und SIA abgelehnt, weil die Permanenz und damit die Klimawirksamkeit der CO2-Speicherung zurzeit noch unklar sind.
Re-Use ohne Sonderstatus
-Bei der Planung von Haus D wurde ab dem Vorprojekt die Wiederverwendung von Bauteilen (Re-Use) aus Abbruchobjekten angestrebt. Dabei sollten weder der Kosten- noch der Zeitramen angepasst werden (ohne Sonderstatus).
-Von den für die Re-Use-Bauteilsuche angestrebten Materialmengen konnten aufgrund des engen Zeit- und Kostenrahmes nur ein Teil beschafft werden.
-Die verwendeten Re-Use-Bauteile ermöglichen gegenüber neuen Bauteilen eine Reduktion der Treibhausgasemissionen im Bereich von 49 bis 96%. Dank der Verwendung von Re-Use-Bauteilen sinken die Erstellungsemissionen von Haus D in Bezug auf die Lebensdauer und Energiebezugsfläche um 0.5 kg/m2a. Insgesamt liegen die Erstellungsemissionen von Haus D, exkl. Gebäudetechnik und zentraler Tiefgarage, bei 5.2 kg/m2a. Dieser, auch im Vergleich zu dem ebenfalls als Holzmodulbau realisierten Haus C, tiefe Wert, wird neben den Re-Use-Bauteilen vor allem auch durch den Verzicht auf ein Untergeschoss erreicht (siehe Kap. 3.6).
-Der Einsatz von Re-Use Bauteilen war trotz erheblicher Aufwände für Umplanung, Bauteilsuche, Ausbau, Transport, Lagerung, Aufbereitung und Einbau nahezu kostenneutral. Die Treibhausgasbilanz von Haus D konnte somit dank Re-Use ohne nennenswerte Mehrkosten ver-bessert werden (siehe Kap. 3.7).
Die Ergebnisse der Arbeitspakete CO2-geregelte Abluftanlagen (AP3), prädiktive bivalente Wärmeerzeugung (AP4), Treibhausgasbilanz und Lebenszykluskosten (AP5) werden im nächsten Zwischenbericht beschrieben.
Kommunikation
Das Pilot- und Demonstrationsprojekt Hobelwerk hat bereits viel Aufmerksamkeit generiert und hat Beiträge zu mehreren Veranstaltungen, Artikeln, Kursen und Fernsehsendungen beigesteuert (siehe Kap. 7.2).
Documents annexés
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Publications / Résultats
(Anglais)
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To achieve the Paris climate targets, Switzerland's building stock must become climate neutral. In this project, four promising and scalable approaches are installed, tested, and compared with each other in a real environment. The approaches are not CO2-free, but they have the potential to be. For the construction, the approaches of low-CO2 timber construction and Re-Use will be tested. For operation, a predictive, optimised control system will be installed for the hybrid heat generation, as well as a simple exhaust air system, which, however, will enable a high level of comfort thanks to a CO2 control system. These four solutions will be compared with each other using a uniform method regarding life cycle costs and life cycle assessment. In addition, surveys will be conducted on acceptance during the planning phase and among the residents.
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Publications / Résultats
(Français)
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Pour atteindre les objectifs climatiques de Paris, le parc immobilier de la Suisse doit devenir neutre en CO2. Dans ce projet, quatre approches prometteuses et évolutives seront installées, testées et com-parées dans un environnement réel. Les approches ne sont certes pas neutres en CO2, mais elles ont le potentiel de le devenir. Pour la construction, les approches de construction en bois à faible émission de CO2 ainsi que Re-Use seront testées. Pour l'exploitation, une régulation prédictive et optimisée de la bivalence dans la production de chaleur, ainsi qu'un système d'extraction d'air simple, mais qui per-met un confort élevé grâce à une commande CO2, seront installés. Ces quatre solutions sont compa-rées entre elles au moyen d'une méthode uniforme concernant les coûts du cycle de vie et l'analyse du cycle de vie. En outre, des enquêtes sont menées sur l'acceptation pendant la planification et parmi les habitants.
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