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Forschungsstelle
BFE
Projektnummer
28268
Projekttitel
Messkampagne für eine solare Klärschlammtrocknungsanlage in Bilten, GL

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Publikationen / Ergebnisse
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Schlussbericht
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
TP0037;Biomasse
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Achtung Doppelprojekt mit 29905 Abgeschl. und 70223 Annuliert;Erfolgte Auszahlung 20000.- am 7.01.99
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Die Entwässerung von Klärschlamm hilft die Kosten für dessen Entsorgung zu senken. Die resultierenden Trockensubstanz-Gehalte mechanischer Entwässerungsverfahren liegen jedoch bei höchstens 30 bis 35 %. Weitergehende Entwässerung erfordert Trocknungsverfahren.Konventionelle Trocknungsverfahren benötigen zwischen 500 und 1'000 kWh Energie pro Tonne Wasserentzug. Das in Bilten zum Einsatz gelangende Verfahren der solaren Klärschlammtrocknung dagegen kommt mit weniger als 30 kWh Fremdenergie pro Tonne Wasserentzug aus. Zur Hauptsache sorgt dabei Sonnenenergie für die notwendige Wasserverdampfung (und in Bilten zusätzlich nicht anderweitig nutzbare Abwärme). Benötigt werden Zeit und Platz, beides steht in vielen Kläranlagen zur Verfügung.Das resultierende Granulat mit Trockensubstanzgehalten von bis zu 90 % kann mit herkömmlichen Geräten geladen, gefördert, zwischengelagert oder ausgestreut werden. Es kann in der Landwirtschaft oder im Kraftwerk energetisch verwertet, oder wie in Bilten in der Kehrichtverbrennungsanlage entsorgt werden.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
Energieberatungsstelle Glarner

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Fischli,Otto
Zugehörige Dokumente
Schlussbericht
(Deutsch)
Die ARA Bilten reinigt die Abwässer des Kantons Glarus (70'000 EW), davon etwa die Hälfte aus der Industrie. Die untersuchte Anlage besteht aus zwei Trocknungshallen (je 10 x 72 m) und einer gedeckten Lager- und Verladefläche. Wichtigstes Ziel der vorliegenden Studie war das Erstellen einer Massen- und Energiebilanz für die solare Klärschlammtrocknungsanlage der ARA Bilten. Dazu wurden im Rahmen einer drei Jahre dauernden Messkampagne (November 1999 bis Dezember 2002) Betriebs- und Meteodaten ausgewertet. Nebst der Überprüfung der Wirtschaftlichkeit liefert die Studie Beiträge zur Optimierung des Verfahrens und zeigt, wie das Verfahren hilft, Energieverbrauch und Transportaufwendungen zu reduzieren.Ferner dokumentiert sie die im Rahmen des Projektes erfolgte Öffentlichkeitsarbeit.Das in Bilten eingesetzte Verfahren eignet sich für den Einsatz mit entwässertem Klärschlamm (TSGehalt 20% und höher). Mehr als die Hälfte des nach der Entwässerung noch im Klärschlamm enthaltenen Wassers kann in der untersuchten Anlage verdunstet werden. Die Entsorgungskosten können massiv reduziert und die Anlage kann wirtschaftlich betrieben werden.Resultate im Detail:- Es werden jährlich 1'400t Wasser verdampft.- Bei Entsorgungskosten von CHF 200 pro Tonne Klärschlamm werden mit dem Verfahren jährlich CHF 280'000 eingespart, womit sich die Anlage in rund fünf Jahren amortisiert.- Die Anzahl der benötigten Strassentransporte wird um 30% reduziert.Vorteile:- Der Fremdenergieaufwand ist minimal, der Anteil nicht erneuerbarer Energieträger gering.- Die Nutzung nicht anderweitig verwertbarer Abwärme aus dem Klärprozess ist möglich.- Die Kosten für die Klärschlammentsorgung werden gesenkt.- Der reduzierte Transportbedarf führt zu einer weiteren Einsparung bei den Entsorgungskosten.- Der Heizwert des Klärschlammes wird erhöht.Nachteile:- Das Verfahren ist sehr flächenintensiv.- Unter Umständen ist eine Zwischenlagerung von Klärschlamm in den Wintermonaten erforderlich (in den Hallen selber möglich).- Die Durchlaufzeiten für den Trocknungsprozess sind witterungsabhängig (bei konstant vorgegebenem, minimal einzuhaltendem TS-Gehalt).- Der erzielbare TS-Gehalt ist variabel (bei konstant vorgegebener Durchlaufzeit).Die Erzielung hoher TS-Gehalte mit solarer Trocknung empfiehlt sich in der Regel nicht (hohe Durchlaufzeiten bzw. grosser Flächenbedarf). Die Teiltrocknung mit diesem Verfahren bewirkt jedoch, dass eine bei Bedarf nachgeschaltete konventionelle Trocknungsanlage mit wesentlich kleineren Dimensionen und tieferen Investitionskosten angeschafft werden kann (wenn für die Entsorgung hohe TS-Gehalte notwendig sind).Kennzahlen (gerundet und jeweils auf ein Jahr bezogen):- spez. Energieverbrauch (Elektrizität) -> 20 kWh -> pro Tonne Wasserentzug- spez. Flächenbedarf -> 1.0 m2 -> pro Tonne Wasserentzug- spez. Investitionskosten -> 1'000 CHF -> pro m2 HallenflächeDer Umstand, dass der Betreiber nur drei Jahre nach Inbetriebnahme der ersten Anlage bereits eine zweite Anlage bauen liess, spricht für sich und benötigt keinen weiteren Kommentar.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:


Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Fischli,Otto
Zweifel,Hans Rudolf
Zugehörige Dokumente