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Research unit
FOT
Project number
FABI 2017.18
Project title
Entwicklung Schienenzwischenlage

Texts for this project

 GermanFrenchItalianEnglish
Key words
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Short description
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Project aims
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Publications / Results
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Inserted texts


CategoryText
Key words
(German)

Lärmbekämpfung, Lärmsanierung der Eisenbahn, Infrastruktur, Zwischenlage

Short description
(German)

Im Jahr 2000 waren in der Schweiz 265'000 Menschen schädlichem oder lästigem Eisenbahnlärm ausgesetzt. Zu ihrem Schutz wurde nach Massgabe des Bundesgesetzes vom 24. März 2000 über die Lärmsanierung der Eisenbahnen (BGLE alt) bis 2015 ein umfassendes Konzept zur Lärmreduktion umgesetzt. Es beinhaltet Massnahmen am schweizerischen Rollmaterial, die Realisierung von Lärmschutzwänden und den Einbau von Schallschutzfenstern. Damit können unter weitgehender Einhaltung der Fristen und mit einer wesentlichen Unterschreitung der ursprünglich geschätzten Kosten zwischen 160‘000 und 170‘000 Menschen vor dem Lärm geschützt werden.

Das im Gesetz formulierte Minimalziel zur Anzahl der zu schützenden Personen (Schutzgrad) von mindestens zwei Dritteln wurde mit 60-64% jedoch knapp nicht erreicht.

Das Parlament trat deshalb im Rahmen der Beratung der Gesamtschau FinöV (ZEB-Gesetz) nicht auf eine Kürzung des Lärmkredites ein. Es verlangte, dass mit den verbleibenden Finanzmitteln eine Verbesserung des Lärmschutzes zu erreichen sei.

Im Rahmen des revidierten BGLE sind zur Vergrösserung der Massnahmenpalette zur Lärm-bekämpfung unter anderem Mittel für Ressortforschung vorgesehen (Art. 10a BGLE).

Mit dieser Ressortforschung sollen lärmmindernde Technologien bei Infrastruktur und Rollmaterial zur Reduzierung des Fahrlärms von Eisenbahnen um mindestens 1 dB (Beurteilungspegel Lr nach Massgabe LSV) erforscht werden. Die Vorhaben können im Stadium der Entwicklung (Ideenphase), Erprobung (Konzeptphase) oder Zulassung (Anwendungsphase) sein.
Project aims
(German)

Das vorliegende Projekt setzt den Fokus auf die Zwischenlage. Diese ist ein bestehendes Element des Oberbaus und wird zwischen Schiene und Schwelle eingebaut. Die Zwischenlage schützt Schwellen und Schotter vor zerstörerischen Einwirkungen bei Zugsdurchfahrten.

Es wird zwischen harten und weichen Zwischenlagen unterschieden. In der Regel sind in der Schweiz auf dem bestehenden Netz harte Zwischenlagen mit einer hohen Steifigkeit eingebaut. Die in jüngerer Zeit vermehrt zum Einsatz kommenden weichen Zwischenlagen haben eine höhere Nachgiebigkeit.

Mit den weichen Zwischenlagen sind Schiene und Schwelle weniger stark miteinander gekoppelt. Damit kommt es zu weniger Vibrationen im Oberbau und geringeren Erschütterungen in benachbarten Gebäuden. Die Lebenszykluskosten der Oberbaukomponenten sinken gemäss den Infrastrukturbetreibenden, systematische Studien dazu existieren nicht. Negative Begleiterscheinung von weichen Zwischenlagen ist ein um 2-4 dB(A) höherer Pegel bei Zugsdurchfahrten. Dies weil die Abklingrate (track decay rate, TDR) der Schiene kleiner ist. Dieser Effekt ist mit Studien nachgewiesen.

Mit diesem Projekt soll ein Produkt entwickelt werden, das die Vorteile von harten und weichen Schienenzwischenlagen vereint. Die neu zu entwickelnde Schienenzwischenlage soll sich frequenzabhängig steif (ab ca. 250 Hz), respektive nachgiebig (ca. 5-50 Hz) verhalten. Die Lärmemissionen gegenüber einem Oberbausystem mit weicher Zwischenlage sollen um 3 dB(A) reduziert werden, gegenüber einem System mit steifer Zwischenlage ist keine akustische Verschlechterung angestrebt.

Im Rahmen des Projekts wird eine neue Zwischenlage entwickelt, Prototypen werden auf einem Testabschnitt installiert, Lärm und Erschütterungen werden gemessen. Das Projekt schliesst mit der Beantragung der Zulassung bei der zuständigen Behörde (BAV).
Publications / Results
(German)
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