Abluftanlagen in Kombination mit Aussenluftdurchlässen und Abluft-Wärmepumpen sind platzsparend und kostengünstig. Aussenluft fliesst über Luftdurchlässe in der Fassade nach. Somit entfallen die horizontale Zuluftverteilung und der damit verbundene, besonders bei Bestandgebäuden oft erhebliche bauliche Zusatzaufwand.
In Deutschland und Frankreich sind Abluftanlagen mit Aussenluftdurchlässen weit verbreitet. In der Schweiz dagegen bestehen unter Energiefachleuten grosse Vorbehalte. Aufgrund der über Fassadendurchlässe im Unterdruck nachströmenden Aussenluft werden insbesondere der thermische Komfort, der Lärmschutz, die Lüftungseffektivität und die Luftqualität kritisch beurteilt. Zudem wird die Energieeffizienz von Abluft-Wärmepumpen grundsätzlich in Frage gestellt (siehe z.B. „Kurzbericht: Abwärmenutzung bei Lüftungsanlagen“,
http://www.endk.ch/de/dokumentation/MuKEN, Huber Energietechnik AG, Februar 2014).
Im Rahmen des vorliegenden BFE P+D-Projekts wurden detaillierte Messdaten zu Energieeffizienz, thermischem Komfort, Raumluftqualität, Lärmschutz, Investitions- und Betriebskosten von erneuerten Wohngebäuden mit Abluft-Wärmepumpen in Kombination mit Erdsonden bzw. Aussenluft-Wärmepumpen erhoben. Aus den Messergebnissen und Betriebserfahrungen werden Empfehlungen für Planer und Bauherren abgeleitet sowie Ansätze für die technische Weiterentwicklung vorgeschlagen.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
Baugenossenschaft Rotach
Lemon Consult AG
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Muller,Valentin
Carisch,Lara
Ménard,Martin
Ménard,Martin