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Forschungsstelle
BFE
Projektnummer
SI/500788
Projekttitel
Aktualisierung und Erw. Ökobilanzdaten

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Publikationen / Ergebnisse
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Schlussbericht
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Lüftungs- und Wärmeanlagen, Ökobilanzdaten, Einflussgrössen, Sensitivitäten
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die Ökobilanzdaten für die Haustechniksysteme Lüftung und Heizung in der aktuellen Version der „Ökobilanzdaten im Baubereich“ der KBOB2 stammen aus einer Untersuchung zur Gebäudetechnik von Basler & Hofmann aus dem Jahre 20083. Bilanzierungen von verschiedenen Bauten zeigen, dass der nicht erneuerbare Primärenergieaufwand von gebäudetechnischen Systemen bis zu 25% der gesamten Grauen Energie von Gebäuden ausmacht.
In Anbetracht dessen sind die Haustechniksysteme Lüftungs- und Wärmeanlagen jedoch noch wenig untersucht. Es wurde deshalb beschlossen die Ökobilanzdaten für Lüftungs- und Wärmeanlagen zu aktualisieren und in Bezug auf die bestehenden Datenlücken zu erweitern.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Die Ökobilanzdaten für die Haustechniksysteme Lüftung und Heizung in der aktuellen Version der "Ökobilanzdaten im Baubereich" der KBOB [1] stammen aus einer Untersuchung zur Gebäudetechnik von Basler & Hofmann aus dem Jahre 2008 [2]. Es handelt sich dabei um eine situative Grobabschätzung aufgrund älterer Sachbilanzen.Zudem sind die Grundlagendaten für Wärmepumpen, Wärmeverteilung und Wärmeabgabe in ecoinvent teilweise sehr alt respektive nicht vorhanden. Bilanzierungen von verschiedenen Bauten zeigen, dass der nicht erneuerbare Primärenergieaufwand von gebäudetechnischen Systemen bis zu 25% der gesamten Grauen Energie von Gebäuden ausmacht. In Anbetracht dessen ist es an der Zeit die Ökobilanzdaten für Lüftungs- und Wärmeanlagen zu aktualisieren und die Anlagen mit differenzierten und repräsentativen Daten abzubilden.Seit dem Projektstart wurde in Zusammenarbeit mit der Projektbegleitgruppe eine strategische Auswahl der zu untersuchenden Gebäude getroffen. Für die Aktualisierung der Ökobilanzdaten werden insgesamt 16 Gebäude untersucht. Die Tabellen im Anhang geben einen Überblick der Eigenschaften der Gebäude und der darin verbauten Lüftungs- und Wärmeanlagen. Für sämtliche Gebäude wurden die notwendigen Informationen beschafft, die Systemgrenzen der Anlagen festgelegt und Materialbilanzen erstellt.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
ARGE LW-Bilanzen

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Kasser,Ueli
Klingler,Matthias
Primas,Alex
Zugehörige Dokumente
Schlussbericht
(Deutsch)
Es wurden die Materialbilanzen von Lüftungsanlagen in 4 Bürogebäuden, 3 Schulen und 3 Altersheimen sowie von Wärmeanlagen in 4 Wohngebäuden und 2 Bürogebäuden analysiert. Ziel der Studie war es, die Ökobilanzdaten für Lüftungs- und Wärmeanlagen zu aktualisieren und in Bezug auf die bestehenden Datenlücken zu erweitern. Die Systeme sollten anhand von realisierten Gebäuden untersucht werden. Es wurden Gebäude gewählt, welche sich bezüglich der Kompaktheit und Nutzung unterscheiden. Bei den Wärmeanlagen wurde zudem die Art der Wärmeabgabe unterschieden (Radiator, Fussbodenheizung, Heizkühldecke). Die Lüftungsanlagen unterscheiden sich durch die Luftverteilkonzepte und die Art der Wärmerückgewinnung. In die Analyse wurden die Bauteile einbezogen, welche in der Devisierung gemäss BKP den Lüftungs- bzw. Heizungsanlagen zugeordnet werden. Nicht berücksichtigt wurden bei der Lüftung z.B. heruntergehängten Decken (dienen „nur“ zur Verkleidung), die evtl. erforderliche grössere Deckenstärke infolge eingelegter Lüftungsleitungen und Anschlussleitungen von Lufterhitzern. Bei den Heizungsanlagen wurde die Freecoolingfunktion von Erdsonden mitbilanziert, aktive Kältekomponenten dagegen nicht. Auch eine zusätzliche Dämmung oder ein evtl. stärkerer Unterlagsboden bei Fussbodenheizungen wurde nicht einbezogen. Bei Heizkühldecken, welche eine Doppelfunktion haben, wurden nur jene Elemente berücksichtigt, welche im engeren Sinn der Wärme- und Kälteabgabe dienen (Kupferrohre und Wärmeleitschienen aus Aluminium). Die neu erhobenen Daten zeigen zusammen mit den Resultaten aus der vorgängigen Studie zu Sanitär- und Elektroanlagen die grosse Relevanz und Spannbreite der Grauen Energie von Haustechniksystemen. Gemäss den Untersuchungen und unter Berücksichtigung der Amortisationszeiten aus der SIA 2032 liegt die Graue Energie von gebäudetechnischen Anlagen zwischen 20 MJ/m2a bis zu mehr als 70 MJ/m2a. Gemessen an den Richtwerten aus dem SIA-Effizienzpfad Energie für die Erstellung von Neubauten von 110 MJ/m2a (Wohnen) und 130 MJ/m2a (Büro) könnte die Graue Energie der Gebäudetechnik zwischen 16% und 67% dieser Richtwerte ausmachen.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
Basler & Hofmann AG
ARGE LW-Bilanzen

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Klingler,Matthias
Kasser,Ueli
Savi,Daniel
Primas,Alex
Stettler,Yves
Zugehörige Dokumente