Das übergeordnete Projektziel besteht darin, einen Rahmen für die Überwachung von vektorübertragenen Tierseuchen zu entwickeln. Das Projekt soll auch der Früherkennung dienen, in dem ein aus der Perspektive der nationalen Risikomanager transparentes, einfach anzuwendendes Warnsystem entwickelt wird. Die aktive Überwachung sollte auf der sich wandelnden Risikosituation angepasst sein. In Abhängigkeit von Risikosituation und Überwachungszweck (Früherkennung, Prävalenzschätzung endemische Situation, Nachweis der Freiheit) soll für wichtige vektorübertragene Tierseuchen die optimale Überwachungsstrategie entwickelt werden.
Das Projekt soll auch einen Überblick über die wichtigsten Schritte für die Evaluation eines Überwachungssystems für vektorübertragene Krankheiten geben. Hierzu müssen Vektor-spezifische Faktoren wie Klimaschwankungen, Saisonalität und Vektorökologie berücksichtigt werden, aber auch Faktoren wie Dichte des Viehbestands und Importrisiken. Das zu entwickelnde Frühwarnsystem soll diese Faktoren berücksichtigen. Für Situationen mit erhöhtem Risiko sollen gezielte aktive Überwachungsstrategien empfohlen werden können.
Das entwickelte Überwachungssystem soll durch Publikation in wissenschaftlichen Zeitschriften über die im Konsortium vertretenen Länder hinaus bekannt gemacht werden. Das Projekt ist direkt relevant für das übergeordnete Ziel von EMIDA, indem auf wichtige Krankheiten von Nutztieren fokussierte Forschung auf Europäischer Ebene koordiniert wird. Das Projekt nutzt länderübergreifende Kenntnisse und Expertise und bearbeitet eine Fragestellung, welche für die meisten Europäischen Länder relevant ist.