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Forschungsstelle
BFE
Projektnummer
103315
Projekttitel
Messung von Geruchsemissionen und Entwicklung eines Geruchsemissionsmodells für Biogasanlagen

Texte zu diesem Projekt

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Kurzbeschreibung
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Schlussbericht
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
TP0071;F-Biomasse
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Messung von Geruchsemissionen und Entwicklung eines Geruchsemissionsmodells für Biogasanlagen
Schlussbericht
(Deutsch)
Ziel des Projekts ist die Erstellung eines Geruchsemissionsmodells für landwirtschaftliche Biogasanlagen in der Schweiz. Das Geruchsemissionsmodell soll Planern, Investoren und Bewilligungsbehörden eine Planungshilfe schaffen, mit der Geruchsemissionen von Biogasanlagen noch in der Planungs- und Bewilligungsphase abgeschätzt, sowie sinnvolle geruchsmindernde Massnahmen geplant werden können. Dafür wurden Luftproben von verschiedenen Geruch emittierenden Anlagenteilen auf fünf verschiedenen Biogasanlagen in der Schweiz genommen und deren Geruchsstoffkonzentrationen mithilfe eines Olfaktometers bestimmt. Wo es technisch möglich und inhaltlich sinnvoll war, wurden die Luftproben jeweils mit und ohne geruchsmindernde Massnahme erfasst und analysiert. Zudem wurden alle Proben auch hinsichtlich des Geruchsempfindens (Hedonik) und der Geruchsqualität untersucht. Anhand der Messungen hat sich gezeigt, dass die grössten Geruchskonzentrationen an der Vorgrube und am Feststoffeintrag vorherrschen. Zudem sind Schweinegülle, Fleischsuppe sowie Geschmacksverstärker in Verbindung mit feuchten Co-Substraten sehr geruchsintensiv. Emissionsseitig stellt das BHKW-Abgas ebenfalls eine relevante Quelle dar. Allerdings gibt es bzgl. dieses Geruchs nur selten Belästigungen, da es hedonisch als neutral (weder besonders angenehm, noch besonders unangenehm) wahrgenommen wird. Diese Diskrepanz ist der Forschung bereits bekannt. Wenig kritisch stellen sich die Co-Substrate Getreideabgang und Kaffeesatz, jeweils im trockenen Zustand dar. Zudem hat sich gezeigt, dass das Aufwerfen von gelagerten Co-Substraten, z.B. zum Eintragen in den Fermenter, eine ca. 2- bis 30-fache Emission verursacht gegenüber dem einfachen Lager. Der Faktor hängt stark ab vom Co-Substrat selbst, dem Feuchtegehalt, der Lagerdauer sowie den äusseren meteorologischen Einflüssen. Aus den Messwerten sowie aus Literaturwerten wurde ein Geruchsemissionsmodell entwickelt, mit dem anhand von einfachen Formeln die Geruchsemissionen einer Biogasanlage im Sinne eines Screenings abgeschätzt werden kann. Das Modell ist modular aufgebaut und in einem Bericht mit Formeln, Emissionsfaktoren, Konzentrationen und Verstärkungs- bzw. Minderungsfaktoren beschrieben. Für die Anwendung dieses Geruchsemissionsmodells wurde die benutzerfreundliche Software GEMS-BGA erstellt. Mit dieser Software können die Geruchsemissionen von Biogasanlagen und die Wirkung von spezifischen Geruchsminderungsmassnahmen abgeschätzt und untersucht werden. Die Software hilft dem Benutzer bei der Modellanwendung, so dass Fehler in Anwendung und Berechnung vermieden werden können.

Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor:
Ernst Basler + Partner AG

Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors:
Frantz,Holger
Steiner,Reto
Zugehörige Dokumente