Schlussbericht
(Deutsch)
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Aufgrund der NR-Motion 07.3004 wird zurzeit evaluiert, auf welche Weise und mit welcher Wirkung das Ziel der EU (zur Erreichung von durchschnittlichen CO2-Emissionen von 130g/km bei den EU-weiten Neuzulassungen im Jahr 2015) in der Schweiz übernommen werden könnte. Als Teil der Entscheidungsgrundlagen wurde im Auftrag BFE auch ein Analysebericht erstellt, welcher aufgrund von Potentialabschätzungen (aus- und inländisch, angebots- und nachfrageseitig) und Mikrosimulationen (de Haan 2009a) Szenarien zur Erreichung von 130 g/km aufzeigt. Auch wurde die entsprechende CO2-Reduktionswirkung je Kalenderjahr abgeschätzt (de Haan 2009b, im Auftrag BAFU).
Die Anhörungsunterlagen des UVEK vom Sommer 2009 (BFE 2009) enthalten alle Details zur vorgeschlagenen Umsetzung in der Schweiz. Im Vordergrund steht die unveränderte Übernahme der Eckwerte des EU-Ziels, obwohl die Schweiz zurzeit höhere durchschnittliche CO2-Emissionen aufweist. Für die EU erscheint die Zielerreichung möglich, ohne dass die Hersteller in grossem Ausmass Abgaben infolge Nichterreichung zahlen müssten (de Haan 2009a). In der Schweiz wäre die Zielerreichung schwieriger; wird die Palette an Fahrzeugmodellen betrachtet, welche bereits heute in einer Ausführung mit sehr niedrigen CO2-Emissionen erhältlich sind, wird klar, dass die Zielerreichung in der Schweiz bis 2015 theoretisch ohne weiteres denkbar wäre, ohne dass die Neuwagen wesentlich kleiner oder gar teurer werden müssten. Es stellt sich aber die Frage, ob die Marktteilnehmer sich in ihren Präferenzen und Gewohnheiten sowie in der Ertragsmechanik der Branche bis 2015 im erforderlichen Ausmass umstellen können.
Für die weitere Debatte interessiert deshalb, welche Importeure infolge Nichterreichung der Ziele in der Schweiz Abgaben zu entrichten hätten, und inwieweit diese Abgabenpflicht durch das Pooling mit anderen Importeuren hinfällig werden könnte. Auch ist zu untersuchen, inwieweit die Erreichung der Zwischenziele für die Jahre 2012 bis 2014, die in der EU als weniger problematisch betrachtet wird als das 2015er Ziel, für den Fall der Schweiz bereits zu Abgabenzahlungen Anlass geben könnte. Der vorliegende Kurzbericht legt die möglichen Abgabenlasten je Importeur von 2012 bis 2020 dar, unter der Annahme der Umsetzung des 130-g-Ziels, wie sie in der Anhörungsvorlage definiert worden ist.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor: Ernst Basler + Partner AG
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors: de Haan,Peter
Zugehörige Dokumente
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