Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
|
In schweizerischen Büros und Warenhäusern werden vermehrt Mineralwasser in Form eines Selbstbedienungsgerätes (Water Cooler, Wasser-Dispenser) angeboten. Das Wasser wird in Flaschen von 18,9 l (5 gal) gelagert und vor dem Konsum gekühlt. Im Jahr 2001 waren ca. 15'000 Geräte im Einsatz [1], das Marktwachstumist hoch.Der Energieverbrauch des ersten ausgemessenen Gerätes beträgt 230% bezogen auf den Energy Star ? Grenzwert von 160 Wh/Tag.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor: Encontrol GmbH
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors: Grieder,Thomas
Zugehörige Dokumente
|
Schlussbericht
(Deutsch)
|
In Banken, Warenhäusern, Büros, evtl. auch am eigenen Arbeitsplatz, trifft man immer häufiger Wasserspender an, wie sie früher aus amerikanischen Filmen bekannt waren. Das Wasser steht in grossen Plastikflaschen auf dem Gerät bereit und kann angenehm gekühlt in den Trinkbecher gelassen werden.Im Vergleich mit anderen Bürogeräten ist die aufgenommene Leistung nicht sehr gross, im Durchschnitt 23 W. Das ist etwa die Hälfte eines modernen Flachbildschirmes. Unter dem Gesichtspunkt der Energieeffizienz wirkt es jedoch störend, dass die Geräte rund um die Uhr eingeschaltet bleiben und der Energiebedarf nachts und an Wochenenden unverändert bleibt, auch wenn längst niemand mehr im Haus ist.Als Bezugsgrösse können die Grenzwerte des amerikanischen Energy Star_ Labels herangezogen werden. Dabei muss man unterscheiden, zwischen reinen Kühlgeräten, und solchen, die zusätzlich mit einem kleinen Boiler versehen sind und auch heisses Wasser bereitstellen. Laut Anforderungen von Energy Star wird während der Messdauer kein Wasser bezogen. Man erfasst also nur die Leistungsaufnahme, die notwendig ist, um die Reservoirs auf Temperatur zu halten.Grenzwerte Energy Star:nur Kaltwasser: 7 W Kalt- und Heisswasser: 50 WBei den europäischen Normengremien sind keine Angaben verfügbar.Laut Aussagen der Anbieter sind in der Schweiz zur Zeit zwischen 20'000 und 25'000 Gerä-te aufgestellt. Die Zuwachsraten sind gross, 15% bis 25% pro Jahr. Vorsichtige Schätzun-gen gehen von einer Marktsättigung bei 40'000 Geräten aus, Optimisten erwarten eine weitere Zunahme bis auf 200'000 Stück im Jahr 2010.Mit den Daten aus der Marktanalyse ergibt sich ein Landesverbrauch von 4,5 GWh. Der Energiebedarf pro Gerät liegt im Durchschnitt bei 200 kWh pro Jahr. Über 60% davon ent-fallen auf Zeiten, zu denen die entsprechenden Büros, Verkaufsräume etc. geschlossen sind und das Gerät nicht benutzt wird. Hochgerechnet mit der vorsichtigen Prognose von 40'000 Geräten im Jahr 2005 wird der Landesverbrauch 8.4 GWh betragen, bei 200'000 Geräten im Jahr 2010 maximal 42 GWh.Sowohl Gerätehersteller, wie auch Konsumenten haben die Möglichkeit, grosse Einspar-potenziale zu erschliessen. Mit effizienteren Geräten könnte der Energiebedarf um mehr als 15% verringert werden, mit der richtigen Wahl des Gerätetypes um beinahe 20%. Ab-schalten nachts und an Wochenenden bringt nocheinmal ca. 20%. Alle Massnahmen zu-sammen ergeben somit ein technisches Einsparpotenzial von etwa 55%. In absoluten Zah-len:4,5 GWh bei geringer Zunahme des Gerätebestandes, resp. 24 GWh bei starker Zunahme.Im Extremfall, dh. bei starker Zunahme, kann mit der eingesparten Energie der Haushalts-Strombedarf einer Vorortsgemeinde in der Grössenordnung von Schlieren (Zürich) oder Muri (Bern) mit knapp 5000 Haushalten abgedeckt werden.
Auftragnehmer/Contractant/Contraente/Contractor: Encontrol GmbH
Autorschaft/Auteurs/Autori/Authors: Grieder,Thomas
Zugehörige Dokumente
|