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Forschungsstelle
ARE
Projektnummer
01062
Projekttitel
Abklärung der räumlichen und regionalen Inzidenzen der Bilateralen Verträge zwischen der Europäischen Union und der Schweiz auf die Bevölkerungsmobilität in den Grenzregionen

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Raumentwicklung
Bilaterale Verträge
EU Europäische Union
Grenzgänger
Mobilität
Personenverkehr
Bevölkerungsmobilität
Grenzregionen
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die bilateralen Verträge werden voraussichtlich im Laufe des Jahres 2002 in Kraft gesetzt und innerhalb der kommenden Jahre stufenweise wirksam werden. Die Auswirkungen der gewährten Freizügigkeit im Personenverkehr wird vor allem in den Grenzgebieten spürbar werden und zwar sowohl für die Wohnsitzwahl der Schweizer im grenznahen Ausland, wie auch für Ausländer in diesen Gebieten, besonders die bisherigen Grenzgänger. Diese Effekte dürften in den einzelnen Grenzregionen unterschiedlich stark ausfallen, sei es wegen des ungleichen Lohn- und Lebenskostenniveaus zwischen der Schweiz und ihren fünf Nachbarländern, sei es wegen der ungleichen Wirtschafts- und Siedlungsstruktur der verschiedenen Grenzgebiete.

Verschiedene Autoren kommen kommen zum Schluss, dass die Bilateralen einen nur geringen Einfluss auf die Wanderbewegungen ausüben werden; Schwok/Levrat berufen sich dabei auf die folgenden Hypothesen:

- Das Potential der ungelernten und billigen Arbeitskräfte ist in den EU-Staaten weitgehend ausgeschöpft, resp. die Schweizer Arbeitgeber haben Zugang zu diesem Arbeitsmarktsegment ausserhalb Europas.

- Die Schweizer haben eine nur geringe Tendenz, sich in den Nachbarstaaten niederzulassen (denn sie könnten es bereits jetzt tun, nehmen aber von diesem Recht kaum Gebrauch).

- Die Bürger der Nachbarstaaten (und die dort wohnenden anderen EU-Bürger) haben kaum den Anreiz, in der Schweiz Wohnsitz zu nehmen, da ihre Kaufkraft im Ausland vorteilhaft ist. (Ausländer aus Drittstaaten ausserhalb der Union, die in EU-Ländern wohnen, sind von den Bilateralen ausgeschlossen).

Diese Hypothesen sind wohl auf die kurzfristige Entwicklung angelegt; sie nehmen nicht Rücksicht auf die Tendenz der Anpassung der Lohnniveaus zwischen der Schweiz und der Nachbarstaaten und auch nicht auf den mittelfristigen Abbau der psychologischen Hemmnisse, die die Grenze heute noch darstellt.
In den Publikationen nicht explizit berücksichtigt sind die strukturellen Differenzierungen der verschiedenen Akteurgruppen (etwa junge Grenzgänger mit langen Arbeitswegen; Wahl zwischen Erst- und Zweitwohnsitz von vermögenden Schweizern), aber auch die Bedingungen auf dem sehr angespannten Wohnungsmarkt der urbanen Grenzgebiete. Zudem ist die Tendenz, Arbeitsplätze im benachbarten Ausland zu schaffen, nicht artikuliert.
Projektziele
(Deutsch)
Der Kleinauftrag beschränkt sich im wesentlichen auf eine enge Fragestellung, mit begrenzter wissenschaftlicher Fundierung der Aussagen. Für rund ein Dutzend Grenzabschnitte (etwa Genève-Nyon; La Vallée, Jura neuchâtelois - Franches-Montagnes; Ajoie; Raum Basel; Aargauer Rheintal; Schaffhausen; (Zürich); Konstanz; St.Galler Rheintal; Werdenberg/Liechtenstein; Unterengadin/Münstertal; Veltlin/Puschlav-Bergell-Oberenga-din; Lugano-Locarno; Mendrisiotto; Brig-Simplon; Chablais-Evian) sollen auf Grund der Wirtschafts- und Siedlungsstruktur beiderseits der Grenze eine kurze Darstellung der bisherigen Bevölkerungsentwicklung und der nationalen und internationalen Wanderungen (hier schwergewichtig auf den Schweizer Teil beschränkt) vorgenommen werden. Im weiteren werden die Entwicklungsverläufe der Pendlerbewegungen (innerhalb der Schweiz) sowie der Grenzgänger (in die Schweiz sowie nach Liechtenstein und Frankreich) analysiert.
Auf Grund der Hypothesen von Schwok et al. sind je Regionsabschnitt differenzierte Aussagen zu den voraussichtlichen Wander- und Pendlerbewegungen in diesen Räumen abzugeben. Ausgehend von Hypothesen der Entwicklung der Lohn- und Kaufkraftunterschiede zwischen den Ländern sowie der Berücksichtigung der möglichen regionalen Wirtschaftentwicklungen beidseits der Grenze (schweizerischerseits unter Benützung der Regionalperspektiven des ARE) werden die Mobilitätsformen und die Möglichkeiten von Substitution- und Verstärkereffekten aufgezeichnet. Soweit möglich, werden gewisse strukturelle Differenzierungen nach demographischen und ökonomischen Subgruppen vorgenommen.
Die Darstellungen werden Elemente der kurzfristigen Entwicklung behandeln, doch den Schwerpunkt auf die mittelfristigen Auswirkungen legen.
Der kleine Bericht wird einen kurzen methodischen Einführungstext enthalten, die wesentlichen gesamtschweizerischen Hypothesen gemäss der angeführten Literatur aufzeigen (eventuell vom Auftragnehmer modifiziert), die 15 Regionalfichen sowie eine Synthese
Abstract
(Deutsch)
Die Studie nimmt Bezug auf verschiedene Grenztheorien. Sie zeigt die Entwicklung der Grenzgängerzahlen seit 1980 auf, charakterisiert die verschiedenen Grenzabschnitte und stellt die Grenzgängeranteile in den verschiedenen Grenzgebieten dar. Bevor die Schätzung der zukünftigen Entwicklung erfolgt, wird das hypothetische Arbeitspendeln geschätzt, das sich zeigen würde, wenn keine Grenzen bestünden und die Pendelverflechtungen (wie zwischen den schweizerischen Agglomerationen und ihrem Binnenumland) im wesentlichen auf Unterschiede im Urbanitätsgrad zurückzuführen wären. Diese Werte dienen als Referenzgrösse für die Schätzung der zukünftigen Entwicklung der Pendler- und Migrationsbewegungen, die in einen differenzierten Verfahren (für vier Gruppen mit je vier unterschiedlichen Kombinationen im Pendel-/Migrationsverhalten sowie in drei Phasen) für insgesamt 18 Grenzregionen einzeln geschätzt werden. Obwohl für die Schätzungen mit detaillierten Zahlen operiert wird, handelt es sich nicht um exakte wissenschaftliche Berechnungen, sondern es geht vielmehr um Anhaltspunkte für qualitative Beurteilungen.
Abstract
(Französisch)
L'étude fait référence à différentes théories de la frontière. Puis elle montre l’évolution du nombre des frontaliers depuis 1980, caractérise les diverses sections de frontière et indique les pourcentages de frontaliers dans les différentes zones limitrophes. Avant de faire des pronostics pour l’avenir, l’étude évalue les mouvements pendulaires hypothétiques qui se produiraient si la frontière n’existait pas et si les réseaux de pendularité résultaient pour l’essentiel des différences dans le degré d’urbanité (comme entre les agglomérations suisses et leurs ceintures à l’intérieur du pays). Ces valeurs servent de référence pour analyser l’évolution plausible des mouvements pendulaires et migratoires et sont calculées pour chacune des 18 régions frontières examinées dans une approche différenciée (pour quatre groupes avec quatre combinaisons différentes de comportement pendulaire / migratoire chacun, ainsi que pour trois phases successives). Bien que les évaluations reposent sur des chiffres détaillés, il ne s’agit pas de calculs scientifiques exacts mais plutôt de points de repère pour des estimations qualitatives.
Abstract
(Italienisch)
Questo studio tratta nei capitoli introduttivi diverse teorie della frontiera. In seguito, illustra lo sviluppo del numero di frontalieri dal 1980, caratterizza i vari tratti di frontiera e presenta quindi la quota di frontalieri nelle diverse regioni di frontiera. Prima di passare alla successiva valutazione dell’evoluzione futura, viene stimato l’ipotetico pendolarismo lavorativo nel caso di assenza di confini e se gli intrecci pendolari (come tra gli agglomerati svizzeri e la regione circostante interna) dipendessero sostanzialmente da differenze del grado di urbanizzazione. Questi valori servono da grandezza di riferimento per la stima dell’evoluzione futura dei movimenti migratori e pendolari che vengono calcolati singolarmente per complessivamente 18 regioni di frontiera in un procedimento differenziato (per quattro gruppi con quattro diverse combinazioni ciascuno nel comportamento pendolare/migratorio, nonché in tre fasi). Benché nelle stime si operi con cifre dettagliate non si tratta di calcoli scientifici esatti bensì di punti di riferimento per valutazioni qualitative.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Kein Eintrag.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
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