Schlüsselwörter
(Englisch)
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fodder crop, clover, breeding, Trifolium
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Kurzbeschreibung
(Deutsch)
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Sämtliche im schweizerischen Futterbau verwendeten Samenmischungen enthalten mindestens eine Leguminosenart. Durch ihre Fähigkeit zur biologischen Stickstoff-Fixierung ermöglichen Leguminosen einen sparsamen Einsatz von Stickstoffdüngern. Im Biologischen Landbau sind sie die wichtigste Quelle zur Aufrechterhaltung einer ausgeglichenen Stickstoffbilanz. In der Integrierten Produktion erhöhen sie den günstigen Einfluss der Kunstwiesen auf die Bodenfruchtbarkeit im Rahmen einer umweltgerechten Fruchtfolge. Zudem wird der Futterwert, speziell die Futteraufnahme durch den Wiederkäuer, durch den Kleeanteil im Wiesenfutter verbessert. Dadurch kann der Bedarf an betriebsfremden Futtermitteln reduziert werden, um näher zu geschlossenen Nährstoffkreisläufen zu kommen. Nur mit standortangepassten, nachhaltig leistungsfähigen und krankheitsresistenten Sorten kann der Klee seine positiven Wirkungen voll entfalten. Eine in der Schweiz durchgeführte, im wesentlichen auf einheimischem Material aufbauende Züchtung schafft die besten Voraussetzungen, dass sich der Klee unter dem Konkurrenzdruck anderer Arten behaupten und zu einem tragenden Element des Wiesenbestandes werden kann.
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Projektziele
(Deutsch)
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Es sollen Kleesorten geschaffen werden, die sich durch lange Ausdauer, hohe Konkurrenzkraft und gute Krankheitsresistenz auszeichnen und sich dadurch bestmöglich als Komponente von Kleegras-Mischungen für Schnitt- oder Weidenutzung eignen. - Beitrag an einen umweltschonenden, wirtschaftlichen Futterbau mit geringem Sticktoffdünger- und Kraftfuttereinsatz dank langfristig stabilem, ausreichend hohem Kleeanteil. - Nutzung einheimischer genetischer Ressourcen (Mattenklee) als Basis von adaptiertem Pflanzenmaterial für nachhaltige Produktionssysteme, speziell als Stickstofflieferanten für den Biolandbau.
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Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
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Für spezifische Informationen kontaktieren Sie bitte die angegebene Person.
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Umsetzung und Anwendungen
(Englisch)
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For more detailed information please contact the person in charge of the project
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Umsetzung und Anwendungen
(Französisch)
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Pour des informations supplémentaires veuillez contacter la personne indiquée.
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Umsetzung und Anwendungen
(Italienisch)
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Per ulteriori informazioni vogliate contattore il responsabile menzionato.
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Neue Kenntnisse/Literatur
(Deutsch)
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Die Ausdauer der bisher verfügbaren tetraploiden Sorten von Mattenklee hat in den letzten Jahren stark nachgelassen. Verantwortlich scheint vor allem das vermehrte Auftreten des Stengelbrenners (Colletotrichum trifolii) zu sein. Die Sorte Vanessa musste aus diesem Grund von der schweizerischen Sortenliste gestrichen werden. Als Ersatz konnten 1998 zwei neue Sorten mit verbesserter Resistenz (Larus und Astur) empfohlen werden. Neue Mattenkleeformen mit geringerer Konkurrenzkraft sollen die Berücksichtigung von Mattenklee in Gras-Weissklee-Mischungen ermöglichen. Eine unserer diploiden Rotkleesorten (Formica) weist einen reduzierten Gehalt an Formononetin, einem östrogen wirkenden sekundären Inhaltsstoff des Rotklees auf. Diese Eigenschaft suchen wir in tetraploides Zuchtmaterial überzuführen. Die in der Schweiz seit 1993 empfohlene, diploide Sorte Milvus wurde mit sehr guten Resultaten in verschiedene nationale Listen von EU-Ländern eingetragen. - Boller, B., 1996. Formica, ein Mattenklee mit reduziertem Östrogengehalt. Agrarforschung 3, 486-488. - Lehmann J., Briner H.U. und Mosimann E., 1998. Rotklee- und Wiesenschwingelsorten in Prüfung. Agrarforschung 5, 177-180.
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Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
(Deutsch)
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Schwergewichtig wird der Rotklee (sowohl diploide als auch tetraploide Formen) bearbeitet. Als Basis dient hauptsächlich das aus lokalen Hofsorten abgeleitete, über mehrere Zuchtgenerationen auf Resistenz gegen Nematoden und Kleekrebs sowie Mehltau und Stengelbrenner ausgelesene und zum Teil mittels Colchizin-behandlung in den tetraploiden Zustand überführte Mattenklee-Zuchtmaterial. Zur Verbreiterung der genetischen Basis im Hinblick auf neue Zuchtziele (z.B. Weideeignung) wird einheimischer Wildrotklee eingekreuzt. Aus einer Sammlung von Weissklee-Ökotypen, z.T. gekreuzt mit Zuchtsorten, wird eigenes Zuchtmaterial aufgebaut. Dabei wird auf geringen Gehalt an blausäurebildenden Glykosiden geachtet. Wir verfügen noch über keine Schweizer Zuchtsorte von Weissklee, deshalb kann bei den immer wichtiger werdenden Gras-Weissklee-Mischungen noch keine Rezeptur mit hauptsächlich Schweizer Sorten angeboten werden. Diese Lücke wollen wir durch eine Intensivierung dieses Programmes schliessen.
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Kunden/Berichterstattung
(Deutsch)
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Landwirtschaftliche Praxis (v.a. Rindviehhalter) und Beratung Saatgutbranche in der Schweiz und in Europa Futterbauberatung Sortenämter
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Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
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Für spezifische Informationen kontaktieren Sie bitte die angegebene Person.
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Publikationen / Ergebnisse
(Englisch)
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For more detailed information please contact the person in charge of the project
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Publikationen / Ergebnisse
(Französisch)
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Pour des informations supplémentaires veuillez contacter la personne indiquée.
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Publikationen / Ergebnisse
(Italienisch)
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Per ulteriori informazioni vogliate contattore il responsabile menzionato.
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