Schlüsselwörter
(Englisch)
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biological control, environmental risk, exotic organism, Trichogramma, non-target effect
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Kurzbeschreibung
(Englisch)
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Der Eiparasitoid, Trichogramma brassicae (Hym.: Trichogrammatidae), wird in der Schweiz jährlich auf rund 7000 ha Mais zur Bekämpfung des Maiszünslers eingesetzt. Über diesen Schädling hinaus können jedoch auch weitere Lepidopterenarten erfolgreich parasitiert und dadurch abgetötet werden. Von Studien aus dem Tessin und dem Ausland ist bekannt, dass ein erheblicher Anteil der freigesetzten Trichogrammen aus dem Maisfeld emigriert und es muss davon ausgegangen werden, dass die Parasitoiden in den jeweiligen Habitaten nach weiteren Wirtseiern suchen. Daraus ergeben sich folgende Problemstellungen: Welcher Anteil der Trichogrammen verlässt unter entsprechenden Bedingungen das Maisfeld und wie weit verbreiten sich diese bis in Ökoflächen und naturnahe Lebensräume? Welche Arten werden parasitiert und wie hoch sind die Parasitierungsraten von T. brassicae auf Eiern von seltenen Schmetterlingsarten? Inwieweit sind Populationen seltener Arten dadurch bedroht? Generell ergibt sich darüber hinaus ein weiteres Problem was an Hand einer Fallstudie im Tessin untersucht werden soll: dort parasitiert ein endemischer Larvenparasitoid, Lydella thompsoni (Dipt.: Tachinidae), sowohl den Maiszünsler als auch - in der ersten Generation - andere Wirte, die möglicherweise auch von T. brassicae für die Eiablage akzeptiert werden. Über interspezifische Konkurrenz könnten Populationen dieser einheimischen Tachinide bedroht sein.
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Projektziele
(Englisch)
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- Quantitative Messung der Dispersion von aus den Maisfeldern emigrierenden Trichogrammen. - Quantitative Aufnahme der Parasitierung von Eiern gefährdeter Lepidopterenarten durch freigesetzte T. brassicae und Beurteilung des Risikos für Populationen solcher Arten. - Beurteilung wieweit Populationen von L. thompsoni durch interspezifische Konkurrenz bedroht sind. - Ausarbeitung von verlässlichen Methoden, um das Risiko auf die Umwelt bei der Einführung und dem Einsatz von exotischen Nützlingen messen zu können.
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Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
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Für spezifische Informationen kontaktieren Sie bitte die angegebene Person.
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Umsetzung und Anwendungen
(Englisch)
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For more detailed information please contact the person in charge of the project
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Umsetzung und Anwendungen
(Französisch)
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Pour des informations supplémentaires veuillez contacter la personne indiquée.
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Umsetzung und Anwendungen
(Italienisch)
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Per ulteriori informazioni vogliate contattore il responsabile menzionato.
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Neue Kenntnisse/Literatur
(Englisch)
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Erste Ergebnisse zur Dispersion von Trichogramma brassicae deuten darauf hin, dass der grösste Teil der freigelassenen Trichogrammen im Umkreis von 25 m um das Maisfeld herum verbleibt. Versuche zur Akzeptanz von verschiedenen Lepidoptereneiern zeigen, dass die Eier von Papilio machaon, Arghynnis adippe, A. niobe, Polyommatus icarus sehr gut akzeptiert werden und sich T. brassicae in diesen entwickeln kann. Eier von Coenonympha pamphilus, Pararge aegeria und Sphinx ligustri dagegen werden zwar gut akzeptiert, jedoch können sich die Trichogrammen nicht oder nur z.T. entwickeln. Die Überwinterungsversuche im Winter 98/99 haben gezeigt, dass T. brassicae in der Schweiz überwintern kann. - Simberloff, D., and Stiling, P., 1998. How risky is biological control? Reply. Ecology 79, no. 5: 1834-36. - Thomas, M. B., and Willis, A.J., 1998. Biocontrol - risky but necessary? Trends in Ecology & Evolution 13, no. 8: 325-29.
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Arbeitsvorgang/Stand der Arbeiten
(Englisch)
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Angrenzend an Maisschläge, in denen Trichogrammen freigelassen wurden, wird die Dispersion mittels Eikärtchen (bestückt mit Eiern von Ephestia kuehniella), die in verschiedenen Entfernungen zum Feldrand angebracht werden, untersucht. Auch in anderen Habitaten werden mit der gleichen Methodik Dispersionsstudien durchgeführt. Versuche zur Wirtsspezifität werden sowohl als reine Akzeptanztests im Labor als auch als Wahlversuch unter seminatürlichen Bedingungen durchgeführt. Methodisch ähnlich den Lebenstafeln, werden Eier von seltenen Arten, die über eine Zucht erlangt wurden, im Freiland exponiert und die Mortalität durch in der Nähe freigelassene T. brassicae bestimmt. Im Tessin bieten noch ausgeprägte Populationen von L. thompsoni die Möglichkeit, die Konkurrenzbeziehungen zwischen dieser Tachinide und den dort freigelassenen Trichogrammen zu studieren. Es wird zunächst ein Inventar der möglichen Frühjahrswirte von L. thompsoni erstellt und ausserdem Parasitierungsraten dieses Larvalparasitoiden auf dem Maiszünsler und den Frühjahrswirten an mehreren Standorten bestimmt. Anschliessend werden Versuche durchgeführt, in denen gezeigt werden soll, wieweit diese Alternativwirte von L. thompsoni auch von T. brassicae parasitiert werden.
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Kunden/Berichterstattung
(Englisch)
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BLW, BUWAL, als Bewilligungsbehörden von Organismen, Internationale Organisationen (IOBC, EPPO, EU) Naturschutzverbände
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Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
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Publikationen / Ergebnisse
(Englisch)
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Publikationen / Ergebnisse
(Französisch)
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Publikationen / Ergebnisse
(Italienisch)
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Per ulteriori informazioni vogliate contattore il responsabile menzionato.
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