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Forschungsstelle
EU FRP
Projektnummer
97.0417
Projekttitel
EPICA: European Project for Ice Coring in Antarctica
Projekttitel Englisch
EPICA: European Project for Ice Coring in Antarctica

Texte zu diesem Projekt

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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Antarktis; Eisbohrkerne; Klimaänderungen; Polarforschung; Treibhausgase; Umweltveränderungen
Alternative Projektnummern
(Englisch)
EU project number: ENV4-CT98-0702
Forschungsprogramme
(Englisch)
EU-programme: 4. Frame Research Programme - 3.1 Environment
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Siehe Abstract
Partner und Internationale Organisationen
(Deutsch)
Coordinator: CNRS, Lab. de Glaciol. + Géophys. Env. (F)
Abstract
(Deutsch)
Das Hauptziel des 'European Project for Ice Coring in Antarctica' ist, in der Antarktis zwei Kernbohrungen durchzuführen und durch die Analyse dieser Bohrkerne Auskunft über Mechanismen von globalen Klimaschwankungen und deren Auswirkung während den letzten rund 500'000 Jahren zu erhalten. Eine erste Kernbohrung wurde 1997/98 auf Dome Concordia (75°06'S, 123°24'E) begonnen. In der zweiten Feldsaison blieb der Bohrer in einer Tiefe von 786 m stecken und die Kernbohrung musste erneut von der Oberfläche her gestartet werden. Nachdem in der Saison 1999/2000 alles für eine neue Bohrung vorbereitet wurde, erreichte die Kernbohrung 2000/01 eine Tiefe von 1460 m. Das ist wesentlich tiefer, als man sich für diese Saison erhofft hatte. In Dronning Maud Land konnten die Erkundungsarbeiten abgeschlossen werden. Man entschied sich im Herbst 1999 aufgrund der Messergebnisse die Tiefbohrung bei 75°00' S, 0°01'E durchzuführen. Während der Feldsaison 2000/01 wurde die Heinz Kohnen Station (benannt nach einem verstorbenen Kollegen) erbaut und alle Vorbereitungen für eine Kernbohrung getroffen.
In den vergangenen beiden Jahren hat niemand von unserer Abteilung an Feldarbeiten in der Antarktis teilgenommen. Nachdem aber 1998/99 die Bohrkerne in Dome Concordia nur bis 580 m Tiefe untersucht und transportiert werden konnten, da tiefere Kerne infolge interner Spannungen in Brüche gingen, konnten die 200 m verbliebenen Bohrkerne im Frühjahr 2000 nach Bremerhaven transportiert werden. Unsere Abteilung war massgeblich daran beteiligt, mit einem internationalen Team aus 8 Nationen im Oktober 2000 am Alfred Wegener Institut die 200 m Bohrkerne für Messungen vorzubereiten und erste Analysen durchzuführen.
An unserer Abteilung wurden die Resultate der Messungen mit 'Continuous Flow Analyses' (CFA) an den Bohrkernen von Dome Concordia und Dronning Maud Land ausgewertet und publiziert. Am Bohrkern von Dome Concordia wurden an aus dem Eis extrahierten Luftproben die CO2-, CH4- und N2O-Konzentrationen gemessen. Für die Zeitspanne des Holozäns (letzte ca. 10'000 Jahre) wurde ein detaillierter Verlauf der atmosphärischen Konzentrationen aller drei Treibhausgase rekonstruiert. Die CO2-Daten bestätigen frühere Messungen am Eisbohrkern von Taylor Dome. Für Methan handelt es sich um die erste kontinuierliche Datenreihe an einem Bohrkern aus der Antarktis der das ganze Holozän überdeckt. Für N2O handelt es sich schliesslich überhaupt um die erste detaillierte Datenreihe über diese Zeitspanne. Für die Periode des Übergangs von der letzten Eiszeit zur Nacheiszeit konnten wir einen detaillierten Verlauf des Anstiegs der CO2-Konzentration bestimmen. Der zeitliche Verlauf gibt neue Einblicke in die Rolle von CO2 bei der globalen Erwärmung und neue Angaben über mögliche Ursachen für den CO2-Anstieg am Ende der letzten Eiszeit.
Datenbankreferenzen
(Englisch)
Swiss Database: Euro-DB of the
State Secretariat for Education and Research
Hallwylstrasse 4
CH-3003 Berne, Switzerland
Tel. +41 31 322 74 82
Swiss Project-Number: 97.0417