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Forschungsstelle
EU FRP
Projektnummer
97.0334
Projekttitel
Adverse reaction to foods
Projekttitel Englisch
Adverse reaction to foods

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Forschungsprogramme
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Partner und Internationale Organisationen
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Englisch)
Celery; hazelnut; carott; food allergy
Alternative Projektnummern
(Englisch)
EU project number: FAIR-CT97-3224
Forschungsprogramme
(Englisch)
EU-programme: 4. Frame Research Programme - 4.3 Biomedical/Health research
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Siehe Abstract
Partner und Internationale Organisationen
(Deutsch)
Ospedale di Niguardia Ca'Grande, Paul Ehrlich Institut, Università degli Studi di Milano, Bibra International, Kobenhavns Universitet, Sorematec S.A., Consiglio Nazionale delle Ricerche
Abstract
(Deutsch)
Allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel bedeuten für die Betroffenen eine starke Beeintrachtigung ihrer Lebensqualitat. Da einerseits bereits kleinste Spuren der entsprechenden Nahrungsmittel genOgen, urn eine allergische Reaktion auszul6sen und andererseits die Deklarationspflicht der Inhaltsstoffe von Fertignahrungsmitteln immer noch ungenOgend ist, kann es trotz umsichtigem Verhalten der Patienten zu allergischen Reaktionen kommen. Die aktuelle Studie beschaftigte sich mit der pollenassoziierten Nahrungsmittelallergie, die infolge einer IgE-Kreuzreaktivitat zwischen Allergenen in Pollen und Nahrungsmitteln pflanzlicher Herkunft auftritt. Ergebnisse dieser Studie sollen langerfristig zu Verarbeitunsm6glichkeiten der untersuchten Nahrungsmittel fOhren, die eine Inaktivierung der allergieausl6senden Strukturen (Allergene) bewirken.
Um dieses Ziel zu erreichen, mOssen primar Patienten mit sicherer Nahrungsmittelallergie identifiziert werden. Die einzig wissenschaftlich akzeptierte Methode dazu stellt die doppelblinde plazebokontrollierte Nahrungsmittelprovokation (DBPCFC) dar. Erst anhand eines definierten Patientenkollektives k6nnen die heute gangigen diagnostischen Verfahren bei Nahrungsmittelallergie in bezug auf Spezifitat und Sensitivitat validiert und allenfalls verbessert werden, rsp. aufgrund serologischer Untersuchungen die Hauptallergene dieser Nahrungsmittel identifiziert, charakterisiert und spater modifiziert werden. Zielsetzung. des schweizerischen Teils des Projektes war es, Patienten mit Sellerie-, Haselnuss- und Karottenallergie zu rekrutieren und abzuklaren.
Rezept und Studienprotokoll fOr die DBPCFC mit Sellerie und Karotte wurden erfolgreich an unserer Klinik etabliert, fOr Haselnuss am Ospedale di Niguardia Ca'GrandeJ Milano. Wir haben 22 Patienten mit gesicherter Allergie auf Sellerie, 19 Haselnussallergiker und 20 Karottenallergiker identifiziert. Die Sensitivitat der Hautpricktestung mit kommerziell erhaltlichen Extrakten lag bei den Haselnussallergikern bei 84%, bei den Sellerieallergikern bei 48-86% und bei den Karottenallergikern bei 26%. Im Rahmen der Studie am Paul Ehrlich Institut, Langen, hergestellte Extrakte ergaben fOr Sellerie und Haselnuss eine verbesserte Sensitivitat von 95%. Daneben haben wir auch die Sensitivitat und Spezifitat der Bestimmung spezifischer IgE gegen die entsprechenden Nahrungsmittel in vitro (CAP) untersucht. Die IgE-Reaktivitat der identifizierten Nahrungsmittelallergiker gegen die einzelnen Nahrungsmittelallergene wurde fOr Sellerie und Karotte am Paul-Ehrlich-lnstitut, Langen, und fOr Haselnuss am Ospedale di Niguardia Ca'Grande, Milano, mittels Immunoblot und Immunoblot-lnhibitions-Verfahren analysiert.
Seren von 59% der Sellerieallergiker erkannten das Bet v 1-ahnliche Majorallergen des Sellerie, Api 9 1, 55% sogenannte kreuzreaktive Kohlenhydrat-Determinanten (CCD) und23% das Sellerie-Profilin, Api g 4. Die IgE-Reaktivitat der Karottenallergiker riGhtete siGh in 85% gegen das Bet v 1-ahnliGhe Majorallergen der Karotte, Dau G 1, in 45% gegen CCD und in 20% gegen Karottenprofilin. Bei den Haselnussallergikern erkannten alle Seren das Bet v 1-ahnliche Majorallergen der Haselnuss, Cor a 1, sowie ein SuGrose-bindendes Allergen (47 kDa), ein Teil der Patienten ein Haselnuss-Legumin (35 kDa) und ein 2S-Albumin (32 kDa).
Der letzte Teil der Studie gait der UntersuGhung von Prozessierungsm6gliGhkeiten um die Allergenitat der gepruften Nahrungsmittel zu reduzieren. Hauttestungen mit Extrakten aus ger6steten Haselnussen zeigten bei den rekrutierten Patienten eine deutliGhe Abnahme der Hautreaktivitat gegen diese verarbeiteten Nahrungsmittel. Sieben Patienten mit Allergie gegen rohe Haselnusse wurden zudem mit ger6steten Haselnussen doppelblind provoziert. Beschwerden traten nur bei einem Patienten auf. Der Erhitzungs- rsp. R6stvorgang fuhrt aufgrund dieser Ergebnisse somit zu einer Reduktion der Allergenitat von Haselnuss.
Bei den Sellerieallergikern wurden Provokationen mit Selleriepulver, das in den meisten GewurzmisGhungen verwendet wird, durGhgefuhrt. Zur Herstellung des Pulvers wird der Sellerie einer moderaten thermisch Behandlung unterzogen, getroGknet und pulverisiert. Alle Sellerieallergiker reagierten mit BesGhwerden auf das Selleriepulver. Dieses industriell verabreitete Produkt muss von Sellerieallergikern also gemieden werden. In einer weiteren UntersuGhung haben wir Sellerieallergiker mit gekoGhtem Sellerie (110°C/15 Minuten) provoziert. Zwei Gruppen von Patienten wurde identifiziert: Sellerieallergiker mit und ohne Allergie auf gekoGhten Sellerie. Diese Patienten wurden danaGh mit Sellerie-Proben provoziert, die unter standardisierter Bedingung thermisGh behandelt wurden mit Co-Werten von 7.45 to 76.07 (entspriGht der Zeit in Minuten bei einer thermisGhen Exposition von 100°C). Es zeigte siGh, dass fur die Gruppe ohne Reaktion auf gekoGhten Sellerie bereits 9ine Hitzeeinwirkung von 7.45 Minuten bei 100°C ausreiGhte um die Allergenitat des Selleries zu eradizieren. Patienten, die auf gekoGhten Sellerie allergisGh reagierten, zeigten 5elbst auf Proben, die wahrend 76.07 Minuten bei 100°C behandelt wurden, BesGhwerden. Die Erhitzung des Sellerie fuhrt also nur bei einem Teil der Sellerieallergiker zu einer Jesseren VertragliGhkeit. Anhand von EAST (Enzyme AllergoSorbent Test)- Inhibitionsverfahren und im Rahmen eines Maus-Modelles konnte gezeigt werden, dass v.a. jie Sellerieallergene Profilin und CCD hitzeresistent sind, das Bet v -ahnliGhe Allergen Api g 1 aber hitzelabil.

Datenbankreferenzen
(Englisch)
Swiss Database: Euro-DB of the
State Secretariat for Education and Research
Hallwylstrasse 4
CH-3003 Berne, Switzerland
Tel. +41 31 322 74 82
Swiss Project-Number: 97.0334