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Forschungsstelle
EU FRP
Projektnummer
97.0302-1
Projekttitel
ROSA: Recycling organic solids in agriculture
Projekttitel Englisch
ROSA: Recycling organic solids in agriculture

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Alternative Projektnummern
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Forschungsprogramme
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Kurzbeschreibung
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Weitere Hinweise und Angaben
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Partner und Internationale Organisationen
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Abstract
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Englisch)
Recycling; organic solid; biosolid; organic residue; manure; compost; sewage sludge; contaminants; nutrient recycling
Alternative Projektnummern
(Englisch)
EU project number: FAIR5-CT97-3779
Forschungsprogramme
(Englisch)
EU-programme: 4. Frame Research Programme - 4.3 Biomedical/Health research
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Siehe Abstract
Weitere Hinweise und Angaben
(Englisch)
Full name of research-institution/enterprise:
Eidg. Forschungsanstalt für Agrarökologie und Landbau FAL

Partner und Internationale Organisationen
(Deutsch)
Coordinator: SRI (UK)
Abstract
(Deutsch)
Die EU-Concerted-Action 'Rosa' hatte zum Ziel, den Informationsaustausch über die Nutzung von festen organischen Reststoffen (insbesondere Mist, Klärschlamm und Kompost) in der Landwirtschaft zu verbessern und Empfehlungen für Gesetzgebung, Vollzug, Beratung und Forschung zu erarbeiten. In vier Treffen von Sept. 1998 bis Jan. 2000 wurden folgende Teilziele verfolgt:
1. Übersicht über die heutige Nutzung fester organischer Reststoffe in der Landwirtschaft der Partnerländer (Uppsala, Schweden, 24.-25.9.1998).
2. Übersicht über die Forschungsschwerpunkte der Partnerländern betreffend feste organische Reststoffe (Oldenburg, D, 25.-26.2.1999).
3. Einschränkungen in der landwirtschaftlichen Nutzung fester organischer Reststoffe (Silsoe, UK, 4.-5.10.1999).
4. Schlussbericht mit Übersicht über den heutigen Stand und zukünftige Entwicklungs- und Forschungsschwerpunkte in der landwirtschaftlichen Nutzung von festen organischen Reststoffen (Reggio Calabria, I, 17.-18.1.2000).
Beteiligte Partnerländer waren Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Grossbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Schweden und die Schweiz und das Projekt wurde von Trevor Cumby (UK) koordiniert. Die Beiträge der einzelnen Länder an den ersten drei Tagungen wurden zu je einem Bericht zusammengefasst, während die Endabfassung des Schlussberichts noch nicht vorliegt.
Die Hofdünger stellen die grösste Nährstoffmenge dar, die im Pflanzenbau eingesetzt wird. Die landwirtschaftliche Verwendung ist unbestritten (keine Alternativen), aber die Effizienz der Anwendungsmethoden könnte deutlich verbessert und gewisse Nachteile vermindert werden. Mittel hierzu wären eine optimierte Düngungsplanung, Lagerung und Ausbringtechnik, sowie bessere Kenntnis der Nährstoffgehalte und gezielte Massnahmen zur Reduktion der Nährstoffverluste und Schwermetallgehalte.
Klärschlamm wurde bisher durch landwirtschafltiche Nutzung, Verbrennung, Land- und Meerdeponierung entsorgt. Die Entsorgung ins Meer wurde vor kurzem verboten, die Landdeponie wird in absehbarer Zeit durch EU-Steuern erschwert, womit die Verbrennung und landwirtschaftliche Nutzung als Hauptpfade verbleiben. Hauptvorteil der landwirtschaftlichen Nutzung ist das Rezyklieren von beschränkt vorhandenen Nährstoffen. Diesem Vorteil sind gewisse Nachteile gegenüber zu stellen. Vorerst die Gehalte an Schwermetallen, die allerdings in einigen Ländern in den letzten Jahren deutlich vermindert werden konnten (Bsp. CH). Zudem enthält Klärschlamm diverse organische Schadstoffe, deren Abbau und mögliche Schadwirkung noch wenig bekannt ist. Ein dritter Risikobereich betrifft die humanen Pathogene, die in letzter Zeit nach einigen Krankheits- und Todesfällen durch hochvirulente Bakterienstämme (z.B. Colibakterien) Ängste ausgelöst haben. Allerdings ist die Gefahr durch ungenügend hygienisierten Klärschlamm angesichts der seltenen Fälle wahrscheinlich gering und am ehesten bei gewissen Importgemüsen vorhanden. (Theoretisch kann auch Hofdünger humane Pathogene verbreiten.).
Grünabfall wird in den europäischen Ländern in sehr unterschiedlichem Mass als Kompost rezykliert und wurde bisher häufig deponiert. Durch die Besteuerung von deponierten organischen Stoffen in der EU wird die Kompostierung und Verbrennung stark an Bedeutung in der EU gewinnen.
Wichtigste Einschränkungen für den Einsatz von Abfalldüngern sind einerseits die Angst von Konsumenten und Nahrungsmittelverteilern vor einer möglichen Kontamination der Produkte (UK, D, F und Schweden), andererseits die ablehnende Haltung von Landwirten aus Sorge um mögliche nachteilige Wirkungen auf die Bodenfruchtbarkeit und den Absatz der Produkte.


Ein Bedarf für Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurde insbesondere in folgenden Bereichen festgestellt:
· Qualitätssicherung bei der Herstellung von Klärschlamm und Kompost (insbesondere bzgl. organische Schadstoffe und Pathogene).
· Stofffluss und Schadwirkung von organischen Schadstoffen.
· Einbezug von sozioökonomischen Aspekten in die Frage nach sinnvollen Entsorgungswegen für organische Reststoffe.
· Hilfe für die Praktiker bei Düngungsentscheiden (insbesondere bei Verwendung von Stallmist und organischen Abfalldüngern). Ein PC-Programm (MANNER) für Praktiker ist bereits in UK vorhanden. Die Ausarbeitung einer Entscheidungshilfe bei der N-Düngung ist für das kommende EU- Forschungs-Rahmenprogramm vorgesehen.
· Überblick über Reststoffe, die in die Landwirtschaft gelangen können (Menge, Qualität, Nutzen). Eine deutsche Datenbank existiert, ein Projekt fürs kommende EU-Rahmenprogramm ist in Diskussion.
· Entwicklung von Ausbringgeräten für Mist und Abfalldünger mit einer regelmässigen Verteilung.
· Qualitätsstandards für rezyklierte Stoffe.

· Nährstoffverfügbarkeit, insbesondere Phosphor im Klärschlamm und Stickstoff im Kompost.
· Wirtschaftlichkeit und Ökobilanz der verschiedenen Entsorgungswege von Reststoffen.
· Beprobungs- und Analysemethoden.

Im Laufe der Diskussionen wurde deutlich, dass eine Verwendung von Abfalldüngern den Landwirten nur zuzumuten ist, wenn die Bevölkerung auch hinter diesen Rezykliermethoden steht. Das Schliessen von Wissenslücken und eine transparente Information ist hierzu nötig.
Datenbankreferenzen
(Englisch)
Swiss Database: Euro-DB of the
State Secretariat for Education and Research
Hallwylstrasse 4
CH-3003 Berne, Switzerland
Tel. +41 31 322 74 82
Swiss Project-Number: 97.0302-1