Abstract
(Deutsch)
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Die Arbeiten in der Entwicklung des Schwungrad-Energiespeichers FlyWiP schreiten schnell voran. Die einzelnen Komponenten sind weitgehend entwickelt. Im Verlauf des nächsten Jahres sollen sie nun zusammengebaut und das System in Betrieb genommen werden. Die hauptsächlichen Arbeiten der ASPES lagen auf dem Gebiet des Schwungradrotors, der Lagerung und des Sicherheitsgehäuses. Verzögerungen sind vor allem bei der Entwicklung der sehr anspruchsvollen elektrischen Maschine entstanden. Im Gegensatz zur eigentlichen Planung besteht neu die Möglichkeit, dass die Pilot-Installation bei einem möglichen Anwender in der Schweiz statt in Holland vorgesehen wird.
1. PROJEKTZIELE 2000 Das Ziel des Projektes FlyWiP beinhaltet die Entwicklung und Erprobung eines Kurzzeit-Energiespeichers mit den folgenden Eckdaten: Energieinhalt 15 kWh Max. Leistung: 1 MW Drehzahl: 15'000 rpm Nach der ursprünglichen Projektplanung sollten im Laufe des Jahres die entwickelten Komponenten zu einem Systems zusammengebaut und in Betrieb genommen werden.
2. 2000 GELEISTETE ARBEITEN UND ERGEBNISSE Die meisten Komponenten, die im ursprünglichen Arbeitsbereich der ASPES lagen, konnten bereits anfangs der Berichtsperiode weitestgehend abgeschlossen werden, dazu gehören - Auslegung und Berechnung Schwungrad-Rotor - Auslegung und Berechnung Lagerung - Auslegung, Berechnung und Konstruktion Sicherheits-Gehäuse, Sicherheitskonzept Leider hat sich dann gezeigt, dass andere Projektpartner wesentlich grössere Terminrückstände als bisher angenommen hatten. Um das Projekt dennoch weiterbringen zu können, hat ASPES entgegen der ursprünglichen Planung weitere Aufgaben übernommen. So wurden in diesem Jahr zusätzliche Arbeiten auf dem Gebiet der - Auslegung und Berechnung der elektrischen Maschine - Rotordynamik - Zertifizierung unternommen. Wesentliche Ziele des ursprünglichen Projektes konnten dabei erreicht und sogar überschritten werden. So konnte etwa durch eine konsequente Optimierung des Maschinenkonzeptes die zulässige maximale Leistung des Systems um über 50% gesteigert werden. Die Arbeiten sind in diversen Working Papers als interne Berichte der Projektpartner dokumentiert.
3. ZUSAMMENARBEIT UND KONTAKTE MIT NATIONALEN UND INTERNATIONALEN INSTITUTIONEN Diverse Arbeiten, insbesondere die Entwicklung der elektrischen Maschine, wurden in enger Zusammenarbeit mit der ETH Zürich, Prof. K. Reichert, durchgeführt. Ebenso konnte eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Departement of Non-Conventional Electrical Machines der Technischen Universität St. Petersburg in Russland aufgebaut werden. Auf Einladung der EC Commission konnte der Berichtssteller in mehreren Expertengruppen an der Mid-Term Revision des FP5 Work Programme ENERGIE mitwirken. Die dabei gewonnenen Kontakte sowohl zu Experten der EC wie auch zu Forschern auf verwandtem Gebiet sind neben einem detaillierten Einblick in die Hintergründe eines FP5 Work Programmes von sehr grossem Wert.
4. TRANSFER VON ERGEBNISSEN IN DIE PRAXIS Sowohl im ursprünglich anvisierten Marktsegment der Windkraftanlagen, wie auch auf weiteren Anwendungen ist ein klarer Bedarf ersichtlich. Gemäss Aussage des Projektpartners aus Deutschland, der sich in den letzten Jahren zu einem massgeblichen Zulieferer namhafter Windkraftanbieter entwickelt hat, ist ein Markt von mehreren 100 Systemen pro Jahr zu erwarten. In der Schweiz wurde im Bereich der Energieversorgung konkrete Anwendungen bezeichnet, die alleine für sich einen ausreichenden Markt für dieses System darstellen würden.
5. PERSPEKTIVEN FÜR 2001 Im Verlaufe des letzten Projektjahres musste die Partner des FlyWiP Konsortiums einsehen, dass die Anforderungen die das Projekt stellt, nur unzureichend abgedeckt werden können. Grosse Projektverzögerungen und Umlagerungen von Arbeiten war die unabdingbare Folge davon. Das Konsortium hat deshalb einvernehmlich und mit Rücksprache mit den Technical Officer der EC beschlossen, das EC Projekt vorzeitig per 15. Dezember 2000 zu beenden. Die Arbeiten werden ausserhalb des Projektes weitergeführt, da sowohl die technische Realisierbarkeit als auch der Markt zur Zeit nicht in Frage gestellt sind. Etwas enttäuschend für den Schweizer Partner war die Aussage des Technical Officers, dass das Projekt wegen der leider immer noch nicht möglichen Übernahme der Projektleitung durch einen Schweizer Partner und der fehlenden Europäischen Dimension bei Wegfall eines EC Partners nicht weitergeführt werden kann.
6. PUBLIKATIONEN 2000 Statusberichte für EU zusammen mit dem Projektleiter: - Mid-Term Report - 36 Month Progress Report - weitere Berichte speziell als Schweizer Projektpartner: - Jahresbericht FlyWiP für BBW - Jahresbericht FlyWiP für Programmleitung P&D-Elektrizität - Jahresbericht FlyWiP für Programmleitung P&D-Wind Bei verschiedenen Vorträgen der einzelnen Projektpartner wurden die Absichten und ersten Ergebnisse einem breiten Publikum verschiedentlich vorgestellt.
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