Abstract
(Deutsch)
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Das ENVEG Programm hat die Experten aus 15 europäischen Partnerländern auf dem Gebiet der Stickstoffdüngung zu Freilandgemüse einander näher gebracht: 1997 in Einsiedeln, Schweiz, 1998 in Thessaloniki, Griechenland, und 1999 in Postdam, Deutschland, wurde der aktuelle Wissensstand dargestellt und diskutiert. Die Entwicklung des Programmes ist in fünf 'ENVEG NEWS' unter 'http://www.hri.ac.uk/enveg' nachzulesen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Potsdamer Tagung werden im Verlaufe des Jahres 2000 in Acta Horticulturae publiziert. Zu den Problembereichen Umweltbelastung durch Stickstoffdüngung, Stickstoffmineralisierung, nachhaltige Fruchtfolgen, organische Stickstoffdüngung, Wasser und Stickstoff, Gemüsequalität, Wurzelentwicklung, Auftreten von Schädlingen und Krankheiten in Abhängigkeit von der Stickstoffdüngung,Systeme der Düngungsempfehlung und Modellierung wurden in kleinerem Kreise Laborbesuche in verschiedenen Ländern organisiert, die der Erörterung von Methoden und der Feststellung von Wissenslücken dienten. Eine gesamthafte Koordination der Versuchstätigkeit der Programmteilnehmer war im Rahmen einer 'concerted action' weder möglich noch vorgesehen.
Die problematischen Aspekte einer unsachgemässen Stickstoffdüngung in Bezug auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit werden heute in ganz Europa, wenn auch in unterschiedlichem Masse bewusst wahrgenommen; ganz im Gegensatz zur Zeit vor etwa 15 Jahren, als dies noch ein Spezialgebiet einiger weniger Länder war. Der Zielkonflikt zwischen der Landwirtschaft - mit dem Zwang zur Erzielung hoher Erträge, die nur mit hohen Stickstoffgaben zu erreichen sind - und der Oeffentlichkeit - mit dem Anspruch auf eine minimale Umweltbelastung - ist zwar erkannt, aber nicht aus der Welt geschaffen.
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