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Forschungsstelle
EU FRP
Projektnummer
96.0118
Projekttitel
ICARO: Increase of car occupancy through innovative measures and technical instruments
Projekttitel Englisch
ICARO: Increase of car occupancy through innovative measures and technical instruments

Texte zu diesem Projekt

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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Besetzungsgrad von Autos (car occupancy); Fahrgemeinschaften (car-pooling); Mitfahrzentralen (carpool-matching certres); Verkehrs-Reduktion; Parkplatz-Bewirtschaftung
Alternative Projektnummern
(Englisch)
EU project number: UR-96-SC.1056
Forschungsprogramme
(Englisch)
EU-programme: 4. Frame Research Programme - 6.1 Transport
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Siehe Abstract
Partner und Internationale Organisationen
(Deutsch)
13 Partner in der EU
Konsortium-Leader: Prof. Gerd Sammer, Inst. für Verkehrswesen, UBV, Wien
Abstract
(Deutsch)
Im Jahre 1998 wurden parallel zu den anderen ICARO-Pilotprojekten auch in der Schweiz Pilotprojekte durchgeführt du zwar zur Förderung von Fahrgemeinschaften mittels Parkplatz-Bewirtschaftung. Zuerst wurde an den Bahnhöfen in Lyss (BE) und Yverdon-les-bains (VD) in Zusammenarbeit mit den SBB und mit der Stadt Yverdon den Pendlern die Einschreibung von Fahrgemeinschaften mit Flugblättern, Plakaten und Medienberichten empfohlen. Es wurden reservierte Parkplätze an bester Lage und mit einem Bonus von Fr. 100.- in Aussicht gestellt. Es wurde auch angeboten, Fahrgemeinschaften zu vermitteln. Das Echo war allerdings sehr gering. In Lyss konnten keine Fahrgemeinschaften im eigentlichen Sinne des Wortes registriert werden und nur drei Anfragen zur Vermittlung gingen ein, die jedoch nicht zur Bildung einer Fahrgemeinschaft führten. In Yverdon-les-bains konnten drei bereits bestehende Fahrgemeinschaften registriert.
Die Gründe für das mangelnde Interesse respektive die niedrige Beteiligung liegen darin, dass für die kurzen Fahrten die meisten Pendler zeitlich flexibel bleiben wollen, dass die Quellorte der Fahrten zu diesen Bahnhöfen weit herum verstreut liegen und dass der reservierte Parkplatz und die 100 Franken Bonus ein zu geringer Anreiz sind, da im Abstand von wenigen Gehminuten immer auch freie Gratisparkplätze gefunden werden können.
In einem Gebäude der Berner kantonalen Verwaltung wurde - ebenfalls mit wenig Erfolg - versucht, die Bildung von Fahrgemeinschaften mit einer neuen Parkplatz-Vermietungs-Praxis zu fördern Sodann wurde, bei einer Veranstaltung, die ein grosses Parkplatz-Volumen erfordert, die Bildung von Fahrgemeinschaften mit einem kleinen Geschenk gefördert, doch blieb auch hier der Erfolg aus.
Die übrigen ICARO-Projekte in den anderen Ländern der ICARO-Projektgruppe zeitigten unterschiedliche Resultate: sehr erfolgreich (reservierte Fahrspur in Leeds, GB), recht erfolgreich (Mitfahrzentrale in Brüssel und ein grösseres Massnahmen-Paket in Salzburg), einigermassen erfolgreich (Mitfahrzentrale in Pilsen (CZ) und ebenso wenig erfolgreich wie die Parkplatz-Projekte in der Schweiz (organisiertes Mitfahren in Graz u.a.). Insgesamt kann aus den Erfahrungen der Schluss gezogen werden, dass mit lokalen und isolierten Massnahmen nur dann ein Erfolg erzielt werden kann, wenn ein grösserer Missstand geherrscht hat oder wenn grosse Mittel für eine umfangreiche Kampagne zur Verfügung stehen.
Aufgrund dieser Erfahrungen wurden im ICARO-Konsortium 1999 allgemeine Empfehlungen ausgearbeitet, welche in einem umfangreichen Handbuch (Implementation Guidelines) detailliert dargestellt wurden. Zudem wurden Broschüren und ein Video hergestellt und es wird eine CD-ROM produziert, sobald alle Berichte von der EU genehmigt sind. Für die Schweizer Verhältnisse sind die Aussagen dieser Publikationen zwar sinngemäss meist auch zutreffend, doch gilt es zu beachten, dass das schweizerische Angebot des öffentlichen Verkehrs im europäischen Vergleich als sehr gut bezeichnet werden kann, dass es zudem kaum zu grossen und lange dauernden Staus kommt oder extremer Parkplatz-Knappheit kommt, dass also der Leidensdruck zum Ergreifen von teuren oder gar restriktiven Massnahmen vorläufig kaum vorhanden ist. Dem entsprechend kann das grosse Mobilitäts-Potential, das in den leeren Sitzen liegt, realistischerweise erst unter anderen Rahmenbedingungen ausgeschöpft werden. Einzig dort, wo der öffentliche Verkehr von einer Massnahme auch stark profitiert, ist in der Schweiz ein Erfolg in naher Zukunft denkbar. Eine Schweizer Broschüre auf Deutsch wird im Sommer erscheinen.
Datenbankreferenzen
(Englisch)
Swiss Database: Euro-DB of the
State Secretariat for Education and Research
Hallwylstrasse 4
CH-3003 Berne, Switzerland
Tel. +41 31 322 74 82
Swiss Project-Number: 96.0118