Das SINTER-Netzwerk befasst sich mit den Innovationspotentialen der Kernreaktor-Techniken als Mit-tel zum Angehen von Akzeptanzproblemen der Öffentlichkeit und der Industrie gegenüber Kernenergie, und um neue Argumente und Fakten für die zukünftige Nutzung der Kernenergie in Europa und welt-weit anzubieten.
Die technische Komplexität des nuklearen Teils von Kernkraftwerken führte zu einer Vielzahl unter-schiedlicher Technologien und wissenschaftlich-technischer Disziplinen, jede mit eigenen Innovations-nutzen und -umfängen, die nur zum Teil durch mittel- und langfristige F&E-Arbeiten realisiert werden können. Dies kann viel effizienter innerhalb eines breiten europäischen F&E-Netzwerkes, das die ver-schiedenen nationalen F&E-Aktivitäten und KompetenzGebieten existierender F&E-Teams integriert, getan werden.
Das SINTER-Netzwerk zielt auf einen systematischen Ansatz in Richtung synergetischer F&E-Programme mit Arbeitsteilung durch Exploration von Innovationstrends und Synthese von Vorschlägen der Europäischen F&E-Akteure. Die technische Struktur des SINTER-Netzwerkes deckt die wichtigsten Innovationsfelder wie Sicherheit, Brennstoffcharakteristiken, Abfallreduktion, neue Technologien und Materialien. Aspekte der Sicherheitsforschung werden in Zusammenarbeit mit der EU-Concerted Action JSRI (Joint Safety Research Index) angegangen. Ökonomische Aspekte werden in enger Wechselwir-kung mit der industriellen MICHELANGELO-Initiative (EU-Concerted Action MICA) angegangen.
Neue Telekommunikations- und Telekollaborationstechniken werden angewandt, um den Informations-austausch zu erleichtern. Ein elektronischer Fragebogen steht für aktuelle und flexible Datensammlung und -handhabung über Internet zur Verfügung. Dies geschieht im Kontakt mit JSRI, das auch eine In-formationssammlung über eine Fragebogen-Aktion vorsieht. Das SINTER-Netzwerk fing offiziell im März 1997 an und dauerte 3 Jahre.
Im 1999 Erreichtes
Das Berichtsjahr sah den Abschluss des Projektes nach einer Verlängerung der Verträge um 6 Monate, um die bereits im Vorjahr verzeichnete und dokumentierte Verzögerung aufzufangen. Die Software für die elektronische Abwicklung des Projektes konnte im Betrieb genommen werden und eine Vielzahl von Projektideen und konkreten Forschungsvorschlägen konnte gesammelt werden, darunter mehrere Vor-schläge für Arbeiten innerhalb des 5. EU-Rahmenprogrammes, die auch den Evaluationsprozess er-folgreich bestanden haben.
Parallel wurden die 'Deliverables' gemäss vereinbartem Arbeitsprogramm vervollständigt. Es handelt sich im wesentlichen um die Berichte mit den Erkenntnissen aus den verschiedenen Arbeitspaketen. Zusammen mit einem z.H. der CEC erstellten 'Final Summary Report' (Beilage) können diese in den Webseiten von SINTER
http://www-is.ike.uni-stuttgart.de/sintereingesehen werden.
Beim Abschluss des Projektes fand ein eintägiger Workshop im Anschluss an der FISA 99 in Luxem-bourg statt, in welchem die Resultate des Projektes einem Zahlreichen interessierten Publikum präsen-tiert wurden.