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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
WHFF-CH 2023.05
Projekttitel
WSL_Benchmarks

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektbeschreibung
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Verjüngung, Waldpolitik, Waldpflege, Walderhaltung
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Im Projekt werden Referenzwerte der Verjüngung für die wichtigsten Standorte im (Gebirgs-)wald berechnet und als Bandbreiten (engl. benchmarks) dargestellt. Zur Einschätzung waldbaulicher Ziele können in konkreten Beständen erfasste Verjüngungsdichten in den Bandbreiten eingeordnet werden. Als Grundlagen dienen nationale und kantonale Langzeitstudien zur Verjüngungsentwicklung in (Gebirgs-)Wäldern.
Projektbeschreibung
(Deutsch)
Das WHFF-Projekt Benchmarks analysiert erstmals umfassend die Entwicklung der Waldverjüngung im Schweizer Wald auf Grundlage der Daten des Landesforstinventars (LFI) der letzten 20 Jahre. Während frühere LFI-Auswertungen sich auf grobe Aussagen zur Natürlichkeit und zur Häufigkeit der Verjüngung beschränkten, werden hier räumlich repräsentative Referenzwerte zu den Jungwaldmerkmalen Stammzahl, Präsenz von Baumarten, Verjüngungsdeckungsgrad und nächste Jungwaldpflanze für die gesamte Verjüngung und für einzelne Baumarten vorgestellt.
Sowohl die graphischen Darstellungen als auch die tabellarisch zusammengefassten Referenzwerte erlauben Vergleiche zwischen biogeographischen Regionen, Höhenstufen und Waldstandorten und zeigen gleichzeitig die Grenzen der bisherigen Erhebungsmethoden auf.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
Das Projekt ‘Benchmarks’ umfasst die Analyse der Verjüngungsdaten des LFI basierend auf den vier Inventuren LFI2, LFI3, LFI4 und LFI5 (5 von 9 Jahresinventuren) sowie die Analyse von kantonalen Verjüngungsinventuren. Aus den vier berücksichtigten LFI-Verjüngungsmerkmalen – Deckungsgrad, Präsenz, Stammzahl und nächste Jungwaldpflanze – wurden Referenzwerte abgeleitet, bei denen es sich um Mifelwerte für biogeographische Regionen, Höhenstufen und Waldgesellschaeen handelt. Anstelle eines üblichen Benchmarkings, das zum Vergleich von Leistungen angewandt wird und auf einer
Bandbreite von idealerweise normalverteilten Leistungsmerkmalen beruht, wurden aufgrund der schiefverteilten Stammzahlen im LFI miflere Jungwaldwerte als Referenzwerte verwendet, um zwischen den Einheiten Vergleiche anzustellen. Die Referenzwerte wurden graphisch über die Zeit zwischen LFI2 und LFI5 vergleichbar gemacht und im Falle der Stammzahlen auch in Tabellenform (Stand LFI5) zusammengestellt. Die Werte belegen eine grosse Heterogenität in Raum und Zeit sowie die generelle Abfolge von viel Verjüngung in der kleinsten Jungwaldklasse 1 und weniger Verjüngung in grösseren Jungwaldklassen. Grosse Unterschiede finden sich in den Stammzahlen in den Verjüngungsdeckungsgraden zwischen den biogeographischen Regionen nordseits der Alpen und den Zentral- und Südalpen, wo die mifleren Werte nur etwa halb so hoch sind. Als wichtigste Treiber der Unterschiede
wurde der Anteil an Laubbaumarten gefunden (je grösser der Anteil an Laubhölzern, desto höher die Stammzahlen) und die Basalfläche als Indikator für die Bestandesdichte (je dichter und lichtärmer, desto kleiner die Stammzahlen). Der Anteil der Laubholzarten korreliert stark mit der Höhenlage bzw. mit der Wärme und mit dem Niederschlag. Laubwaldarten haben sich generell in den letzten 20 Jahren ausgedehnt, und ihre Stammzahlen variierten infolge von Störungen (Windwurf, Borkenkäfer, Zwangsnutzungen) über die Zeit. Dabei lässt sich dieser Zusammenhang nicht vom gleichzeitigen Effekt
der Temperaturerhöhung infolge des Klimawandels unterscheiden.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
Zugehörige Dokumente