Dieses Arbeitspaket befasst sich mit der Herausforderung schwer vermeidbarer Emissionen im Schweizer Industriesektor, indem es gemeinsam mit politischen Entscheidungsträgern und Behörden umsetzbare Optionen für die Politikgestaltung erarbeitet. Um die Netto-Null-Ziele der Schweiz zu erreichen, sind gezielte Massnahmen erforderlich, die technologische Innovationen und Veränderungen auf der Nachfrageseite fördern. Allerdings bestehen in der aktuellen Klimapolitik noch erhebliche Umsetzungslücken. Dieses Umsetzungsprojekt führt daher eine systematische Bewertung bestehender politischer Massnahmen durch und bezieht wichtige Interessengruppen ein, um zu ermitteln, wo Regulierungslücken bestehen und wie diese wirksam geschlossen werden können. Die Arbeit wird von einem trans- und interdisziplinären Ansatz geleitet. Durch die frühzeitige Einbeziehung von politischen Entscheidungsträgern, Akteuren aus der Industrie, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft und akademischen Expertinnen und Experten stellt dieses Arbeitspaket sicher, dass die vorgeschlagenen Lösungen sowohl wissenschaftlich fundiert als auch im regulatorischen und wirtschaftlichen Kontext der Schweiz umsetzbar sind. Obwohl Klimastrategien auf allen Regierungsebenen die Bedeutung der Reduzierung schwer vermeidbarer Emissionen anerkennen, sehen sich die Interessengruppen bei der Bewertung von Minderungswegen oft mit begrenzten Informationen, hoher Unsicherheit und technischer Komplexität konfrontiert. Um eine fundierte Entscheidungsfindung zu unterstützen, bietet dieses Arbeitspaket eine evidenzbasierte Überprüfung der aktuellen und sich abzeichnenden regulatorischen Rahmenbedingungen in Politikbereichen mit Bezug zu Industrie und CCUTS (z. B. Zement- und Abfallwirtschaft). Es identifiziert Hindernisse, die den Einsatz neuer Technologien und Massnahmen auf der Nachfrageseite behindern, und formuliert realistische politische Handlungspfade, die mit den nationalen Klimazielen in Einklang stehen. Durch die aktive Beteiligung der Interessengruppen entwickelt das Arbeitspaket gemeinsam politische Optionen, die die realen Einschränkungen und Möglichkeiten widerspiegeln und damit die Wahrscheinlichkeit einer Annahme und wirksamen Umsetzung erhöhen.