Der Bausektor muss dringend seine erheblichen CO2-Emissionen und seinen Ressourcenverbrauch reduzieren. Gleichzeitig führt die Anpassung der Schweizer Wälder an den Klimawandel zu einem steigenden Anteil an Laubbäumen, die besser an Trockenheit angepasst sind. Daten der Schweizer Landesforstinventur zeigen bereits den zunehmenden Anteil von Buchen in den Schweizer Wäldern. Derzeit werden 80% des Buchenholzes direkt zur Energiegewinnung verbrannt. Es mangelt an technischen Möglichkeiten, Buchenholz und seine nicht sägefähigen Anteile im Bauwesen zu verwenden. Dieses Umsetzungsprojekt geht diese beiden Herausforderungen an, indem es eine neuartige, wiederverwendbare und innovative Sandwichplatte aus nicht sägefähigem Hartholz entwickelt. Derzeit werden solche Sandwichplatten, die in Fassaden von Industriegebäuden eingesetzt werden, typischerweise aus Metallblech und Polyurethanschaum energieintensiv hergestellt und sind nicht kreislauffähig. Dieses Umsetzungsprojekt zielt darauf ab, Timcelium, eine innovative, vollständig biobasierte Sandwichplatte, von einem Prototyp im Labormassstab zu einem vorindustriellen Demonstrator weiterzuentwickeln. Damit wird eine hochwertige, zirkuläre Anwendung für nicht sägefähiges Holz und Restholz aus der Schweiz erschlossen, das sonst überwiegend verbrannt würde. Die zentrale Innovation von Timcelium liegt in seiner Materialzusammensetzung, da es die CO2-intensiven Metall- und Polyurethanschichten herkömmlicher Sandwichplatten ersetzt