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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
UTF 764.14.25
Projekttitel
Reallabor Strassenabwasser - Schwammkreisel Winterthur (SpongeWinti)

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Ergebnisse gemäss Vertrag
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Klimaanpassung, Baumrigolen, Strassenabwasser, Schwermetalle, Mikroverunreinigungen, Adsorberanlagen, 6PPD-Quinon (N-(1,3-Dimethylbutyl)-N′-phenyl-p-phenylendiamin), TPPD (N-Phenyl-N'-tolyl-p-phenylendiamin), DPG (1,3-Diphenylguanidin), HMMM (Hexa(methoxymethyl)melamin), BZT (Benzothiazol), MBT (2-Mer-captobenzothiazol)
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Als Massnahmen für die Klimaanpassung sollen in Zukunft Schwammstadt-Elemente auch im Strassenraum eingesetzt werden. Es ist aber noch sehr wenig bekannt, wie weit diese Elemente und insbesondere Baumrigolen als bekannteste Schwammstadt-Elemente die im Strassenabwasser enthaltenen Schadstoffe zurückhalten und so allenfalls das Grundwasser verschmutzt wird. Es geht dabei um Schwermetalle und Mikroverunreinigungen, die v.a. aus dem Reifenabrieb stammen und eine relevante Toxizität und Mobilität aufweisen.

Auch die vom Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) getesteten Adsorber-Anlagen wurden noch nicht im realen Strassenraum getestet. Dafür sollen bei der Sanierung im Kreisverkehr „Orbühl” in Winterthur fünf verschiedene Schwammstadtelemente im Realeinsatz mit mittel bis hoch belastetem Strassenabwasser getestet werden. Neben dem Zürcher Baumgrubensubstrat (1) für gering bis mittel belastetes Strassenabwasser zugelassen, werden ein neu entwickeltes Winterthurer Baum- (2) und ein neues Staudensubstrat (3) eingebaut und bepflanzt. Zudem kommen zwei technische Adsorberanlagen zum Einsatz: das Rainclean-Rinnensystem von Funke für höchste VSA-Anforderung bezüglich GUS, Schwermetalle und Mikroverunreinigungen (4) sowie ein neuentwickeltes Adsorbersystem von ACO für Entwässerungsrinnen im Schwammstadtbereich. Der stoffliche Wirkungsgrad wird während 18 Monaten mit einem Bodenfilter als Referenz (6) überwacht und beurteilt und unter Berücksichtigung der entsprechenden Laborresultate verglichen.

Die bauliche Umsetzung bleibt über das Projekt hinaus bestehen. So kann später auch das Langzeitverhalten beobachtet werden. Sämtliche Ergebnisse sollen schrittweise publiziert bzw. zugänglich gemacht werden. Planungsempfehlungen sollen die gewässerschutzrechtlichen Beurteilungen und für die Praxis Hinweise zu baulichen und betrieblichen Limitierungen bzw. Optimierungspotenzialen im Bau und Unterhalt geben. Neben diesen Resultaten werden fünf im Strassenabwasser relevante Mikroverunreinigungen (6PPD-Quinon (N-(1,3-Dimethylbutyl)-N′-phenyl-p-phenylendiamin), DPG (1,3-Diphenylguanidin), HMMM (Hexa(methoxymethyl)melamin), BZT (Benzothiazol), MBT (2-Mer-captobenzothiazol) erfasst, verglichen und deren Verhalten beurteilt. Für TPPD (N-Phenyl-N'-tolyl-p-phenylendiamin) wird abgeschätzt, ob der Stoff relevant ist und ebenfalls untersucht wird.

Das UMTEC (Institut für Umwelt- und Verfahrenstechnik) der OST leitet das Projekt und führt das Monitoring durch. Die verantwortlichen Abteilungen der Stadt Winterthur haben das Projekt initiiert und in enger Zusammenarbeit mit der OST geplant. Sie unterstützen es auch in der konkreten Umsetzung. Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft AWEL des Kantons Zürich übernimmt das analytische Monitoring der Schwermetalle, Mikroverunreinigungen und einiger Basisparameter analytisch. Die Firmen Funke und ACO als Anbieter der Adsorber-Anlagen begleiten das Projekt ebenfalls.

Ergebnisse gemäss Vertrag
(Deutsch)
  1. Vorbereitungsarbeiten für die Feldversuche: Es ist entschieden, ob TPPD (N-Phenyl-N'-tolyl-p-phenylendiamin) ebenfalls untersucht wird. Die relevanten Schadstoffe sind im Strassenabwasser am zukünftigen Standort (Orbühl-Kreisel) nachgewiesen. Die Probenahme-Einrichtungen für alle sechs Systeme sind gebaut und erfolgreich getestet. Die Sammler können ausreichend Sickerwasser sammeln und lassen sich reinigen. Das Faktenblatt zum Projekt für die Information der interessierten Öffentlichkeit liegt vor. Meilenstein 1

  2. Alle Schwammstadt-Elemente und Probenahme-Systeme sind vor Ort eingebaut und die hydraulischen Tests waren erfolgreich. Die Inbetriebnahme und das Intensiv-Monitoring (3-5 beprobte Ereignisse) sind erfolgreich gestartet und zum Teil abgeschlossen. Die Resultate sind in einem Bericht festgehalten und wurden im Rahmen eines Vortrags präsentiert. Meilenstein 2

  3. Resultate aus dem ersten Jahr des Monitorings aus insgesamt bis zu 15 Regenereignissen liegen vor. Die Planungsempfehlungen sind im Entwurf vorhanden. Meilenstein 3

  4. Ein Schlussbericht mit Darstellung der Ergebnisse aus 3.1 bis 3.3 und dem weiteren Vorgehen ist redigiert und dem BAFU abgegeben. Der Bericht gibt zudem Auskunft zur erfolgten Zielgruppenansprache (zukünftige Nutzer der Innovation), den Massnahmen zur Markteinführung und zu den erwarteten Entwicklungen bis in 5 Jahren.

  5. Textbausteine, Illustrationen und mindestens 3 Fotografien
    (genauere Angaben s. Beilage 3) für die Verwendung in öffentlichen Publikationen sind bereitgestellt und dem BAFU abgegeben.

  6. Eine Präsentation der Ergebnisse mit entsprechender Power-Point Darstellung wird am Schluss des Projektes für interessierte Personen aus dem BAFU durchgeführt.
Projektziele
(Deutsch)
Sechs verschiedene Schwammstadtelemente (3 Baumrigolentypen, 2 technische Adsorber-Anlagen und ein Bodenfilter als Referenz) sind im Realeinsatz mit mittel bis hoch belastetem Strassenabwasser getestet. Ihre Rückhaltevermögen für Schwermetalle und fünf relevante Mikroverunreinigungen ist untersucht und dokumentiert. Erste Schlüsse aus den Resultaten z.B. im Hinblick auf Planungsempfehlungen sind festgehalten. Für die fünf Mikroverunreinigungen liegen Angaben zu Vorkommen und Verhalten vor.