Drahtwürmer gehören zu den wichtigsten Schädlingen im Kartoffelanbau und verursachen zunehmend hohe Ernteverluste. Sobald aufgrund eines hohen Befalls die Ernte nicht mehr vermarktet werden kann, bedeutet dies für die Produzenten einen Totalausfall. Seitdem keine Beizmittel mehr gegen Drahtwürmer zugelassen sind, bestehen keine wirksamen direkten Bekämpfungsmethoden. Auch der Einsatz von den per Notfallzulassung genehmigten biologischen Insektizid-Granulaten bietet keinen ausreichenden Schutz. Derzeit dürfen solche Granulate nur bei der Pflanzung der Kartoffeln appliziert werden, dabei sind jedoch die für eine wirksame Bekämpfung nötigen feucht-warmen Bodenbedingungen in der Regel nicht gegeben. Somit muss zum einen die Anwendungsstrategie der Granulate überdacht und optimiert werden, zum anderen sind weiterhin dringend kurzfristige Lösungsansätze für die Praxis gesucht, um Drahtwurmschäden im Kartoffelanbau zu reduzieren.