Abstract
(Deutsch)
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Das Ziel des CASBA-Projektes ist die Entwicklung von Software zur Generierung automatischer elektronischer Marktplätze. Der Hauptunterschied zu sonst üblichen Katalogen ist die Unterstützung komplexer Handelsmechanismen wie Verhandlungen und Versteigerungen. Dies soll durch den Einsatz intelligenter Software-Agenten erreicht werden. Im Rahmen des CASBA-Projektes erstellte Pixelpark eine Pilot-Anwendung und brachte ausserdem seine Erfahrung im Bereich des i-commerce ein. Heutzutage befassen sich gewöhnliche e-commerce Lösungen lediglich mit physikalischen Gütern. Bestellte Produkte werden dem Kunden auf einem - physikalisch - anderen Weg übersandt als der, über den die Bestellung gegangen ist, z.B. Briefpost. Dagegen könnten beim Handel mit elektronischen Gütern wie digitalisierter Musik, Video oder elektronischen Dokumenten die bestellten Produkte auf dem gleichen Weg geliefert werden, d.h. per Internet. Diese Art des Handel wird i-commerce genannt. Aber es gibt ein Problem, wenn mit 'digitalen Produkten' gehandelt wird: Digitale Daten können prinzipiell ohne jede Begrenzung reproduziert werden. Das macht diese Art des Handel unattraktiv für Anbieter, die mit ihren elektronischen Waren Geld verdienen wollen. Jeder Kunde kann, theoretisch, solche Produkte kopieren und weiterverbreiten - und dazu ohne Kosten. Diese Problem hindert kommerzielle Anbieter an der Teilnahme am i-commerce. Daher kommt es, dass eine grosse Menge qualitativ hochwertiger Inhalte nicht auf dem Internet angeboten wird, obwohl eine steigende Nachfrage auf Kundenseite besteht. Die patentierte Digital-Container-Technologie ist eine ideale Basis für die sichere Uebertragung und Fakturierung digitaler Daten jeder Art - wie Audio, Video und alle Arten elektronischer Dokumente. Die Digital-Container-Technologie erlaubt es, die digitalen Daten in einer Art Behälter zu fassen, der nur vom Adressaten des Behälters geöffnet werden kann, und auch das möglicherweise nur beschränkt (z.B. nur während einer bestimmten Nutzungsdauer). Diese Technologie gestattet Anbietern digitaler Daten den Schutz ihres Copyrights. Eine solche Technologie ist daher notwendige Voraussetzung für eine weitere Akzeptanz des Handels mit digitalen Gütern. Die Einführung dieser Technologie im Rahmen des CASBA-Projektes erweitert hierbei den Umfang der schon bestehenden Anwendungen im neuen und sich schnell entwickelnden i-commerce-Bereich. Des weiteren sind die komplexen Handelsmechanismen wie Verhandlungen und Versteigerungen, auf die sich CASBA konzentriert, vor allem interessant für 'knappe' Güter, d.h. Güter, deren Anzahl in irgendeiner Weise beschränkt ist. Die Digital Container Technologie wendet diesen Zusammenhang auf digitale Güter an - die sonst vom Kunden unbegrenzt vervielfältigt werden könnten. Ohne die Digital Container Technologie wären Verhandlungen und Versteigerungen im i-commerce-Bereich unnütz. Im Rahmen des CASBA-Projektes erweiterte Pixelpark (Schweiz) AG den bereits bestehenden Prototyp und integrierte ihn in den Agenten und den e-commerce Rahmen, die im Projekt entwickelt wurden. Dieser neue Digital Container Prototyp ist eine Anwendung zum Verkaufen und Vertreiben digitaler Waren (Bilder, Musik) über das Internet.
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