Die Entfossilisierung des Energiesektors ist entscheidend, um bis 2050 Netto-Null-CO2-Emissionen zu erreichen. Biogas, das aus organischen Abfällen durch anaerobe Vergärung gewonnen wird, bietet eine erneuerbare Alternative, reduziert Emissionen und liefert dezentrale Energie. Allerdings enthält Biogas Verunreinigungen wie CO2, N2 und Spuren von Schadstoffen, die seine Verwendung erschweren. Die Reinigung ist entscheidend, wobei Technologien zur Reduzierung des H2S-Gehalts verfügbar sind, aber Herausforderungen in Bezug auf Terpene und Siloxane bestehen bleiben. Diese Verbindungen können Geräte beschädigen und müssen vor der Nutzung des Biogases entfernt werden. Derzeitige Methoden wie Aktivkohlefilter sind kostspielig und umweltschädlich. Biologische Behandlungsverfahren sind vielversprechend, erfordern jedoch bestimmte Bedingungen. Das Projekt PlasmaTerp zielt darauf ab, eine vollständig elektrifizierte, nicht-thermische Plasmalösung für die effiziente Entfernung von Verunreinigungen zu entwickeln, die eine kompakte und einsetzbare Alternative mit dem Potenzial zur Senkung der Betriebskosten um bis zu 25 % darstellt.