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Derzeit führt das BLV mehrere Projekte (s.Folien vom 30.01.25), insbesondere zur Erhebung von Daten zu Konzentrationen von PFAS in Lebensmitteln (Milch, Milchprodukte, pflanzliche Lebensmittel) und Verpackungen (Papier, Karton, Bagasse) sowie auch Humanbiomonitoring (MenuCH Kids Proben) durch. Jedoch sind wir noch nicht in der Lage, Fragestellungen wie die in Kanton St-Gallen korrekt beantworten zu können:
- Übertragung der Kontamination vom Boden auf Nutzpflanzen und Nutztiere
- Mit welchen praktischen Massnahmen können die betroffenen Landwirte die Kontamination der tierischen Produkte signifikant minimieren?
- Anwendung und Prüfung von Tierarzneimittel, wie effektiv es die Entgiftung unterstützt und somit die PFOS-Belastung im Tierkörper reduziert
Insbesondere ist ein robustes und validiertes mathematisches Modell für die Übertragung von Kontaminationen zwischen Böden, Pflanzen, Nutztieren und Lebensmitteln tierischen und pflanzlichen Ursprungs für unsere Arbeit erforderlich.
Derzeit verfügen wir über kein solches Modell. Wenn der akute Kontaminationsfall im Kanton St. Gallen wie voraussichtlich durch Proxys und Annahme schnell gelöst wird, so kann er keine Arbeitsgrundlage für die anderen betroffenen Kantone darstellen.
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Agroscope hat in Zusammenarbeit mit anderen Forschungsinstitutionen (EMPA, BfR) ein Projekt
PFARMs dafür entwickelt. Das ist ein Umfangreiches Projekt, der vom Kanton SG finanziert wird. Jedoch ist ein Teil des Projektes nicht finanziert (die Experimente in Posieux, in Versuchsstall). Deswegen benötigt das Projekt die Unterstützung des BLV.