Die Erfassung und Beurteilung der Auswirkungen neuer Verkehrsinfrastrukturen stellt ein zentrales Element in der Raumplanung und bei der Projektierung von Infrastrukturen dar. Bisher wurden in der Schweiz die prognostizierten Auswirkungen nur selten mit den nach der Realisierung festgestellten effektiven räumlichen Auswirkungen von Infrastrukturanlagen (ex-post Analyse) verglichen.
Das vom ARE initiierte Projekt «Räumliche Auswirkungen der Verkehrsinfrastrukturen» (Effets territoriaux des infrastructures de transport, EIT) soll einen Beitrag zur Schliessung dieser Lücke in Zusammenarbeit mit den betroffenen Bundesstellen (BAV, BAZL, ASTRA, BAFU) sowie den interessierten Kantonen leisten. Das Gesamtprojekt besteht aus drei Teilen:
- Erarbeitung einer Methodik für die Analyse von tatsächlich eingetretenen Auswirkungen der Verkehrsinfrastrukturen;
- Erarbeitung von Fallbeispielen, um Erkenntnisse aus der Vergangenheitsentwicklung für die Zukunft zu gewinnen und um die entwickelte Methodik zu überprüfen;
- Mittel- bis langfristig, Entwicklung und Umsetzung eines Monitorings, das heisst einer regelmässigen Beobachtung der räumlichen Auswirkungen von Verkehrsinfrastrukturen.
Als erstes Ergebnis des Projekts ist die (theoretische) methodologische Vorstudie, die sich aus einem Leitfaden und einem Arbeitsbericht für die ex-post Analyse der räumlichen Auswirkungen von Verkehrsinfrastrukturen zusammensetzt (Auftragnehmer: Güller Güller architecture urbanism, Zürich und Rotterdam) im 2003 erschienen. Über das Gesamtprojekt wurde auch eine Projektübersicht publiziert.