Die saisonale Speicherung von Wärmeenergie ist der Schlüssel zur Dekarbonisierung der Heizung in der Schweiz. Die Speicherung von Wärmeenergie in Bohrlöchern (BTES) ist aufgrund ihrer geringen Auswirkungen auf die Oberfläche und ihrer moderaten Kosten vielversprechend. Hohe Betriebstemperaturen erhöhen die Energiedichte und reduzieren die Anzahl der Bohrlöcher, erhöhen aber auch die thermischen Auswirkungen auf den Untergrund, was Bedenken hinsichtlich des Grundwasserschutzes aufwirft. Vorschriften wie die ±3-K-Regel schränken den Einsatz in Gebieten mit selbst geringen Grundwasserströmen ein. Darüber hinaus werden die Planung von Energiesystemen und die Reaktion des Untergrunds trotz ihrer gegenseitigen Abhängigkeit oft getrennt behandelt. Dieses Projekt schließt diese Lücke, indem es Energiesystemsimulationen mit thermischen Untergrundmodellen kombiniert, um die Leistung und Konformität zu bewerten. Es definiert repräsentative Schweizer BTES-Fälle und nutzt Daten von zwei Pilotstandorten (Empa, OST) zur Modellvalidierung und Gewinnung von Erkenntnissen. Das Hauptergebnis ist eine Reihe praktischer Leitlinien für den effizienten und vorschriftsmäßigen Einsatz von Hochtemperatur-BTES.