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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
UTF 744.18.24
Projekttitel
Recovering Useful Materials from Car Recycling Waste (RUMCAR)

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Ergebnisse gemäss Vertrag
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Altautos, Photolyse, Photolyse-Technologie, Metall- und Mineralrückgewinnung, Ultraschallbehandlung, Schweretrennung, RESH
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Beim Schreddern von Altautos fällt der sogenannte RESH (RE für Reststoffe und SH für shredder), ein Gemisch aus Kunststoff, Textilien, Glassplittern und kleinen Metallstücken, an.

RESH macht etwa 20 % des Autogewichtes aus und wird derzeit direkt in KVAs in der Schweiz oder im Ausland thermisch verwertet. Bei dieser Behandlung gehen die im RESH vorhandenen Metalle größtenteils verloren; fein verteilt können sie kaum aus der Schlacke zurückgewonnen werden.

Neben den Metallen, die recycelt werden können, enthält der RESH auch noch einen erheblichen Anteil an Mineralien (Glassplitter) und einen Anteil an kohlenstoffbasiertem Material (Kunststoffe, Textilien, usw.). Grensol plant die drei erwähnten Fraktionen möglichst effizient rückzugewinnen: In einem ersten Schritt sollen die Metalle und Mineralien zurückgewonnen und in einem zweiten Schritt soll mittels Photolyse aus dem übrigen, hauptsächlich, kohlenstoffbasierten Material Wasserstoff und industriell nutzbaren Ruß gewonnen werden.

Grensol hat bereits erste Arbeiten bezüglich der Metallrück- und der  Mineralrückgewinnung aus RESH realisiert. Für die Entwicklung der Photolyse-Technologie haben sie einen Innosuisse-Zuschuss erhalten und nun arbeiten sie derzeit an der Skalierung der Technologie in Yverdon-les-Bains. Dieses Projekt betrifft hauptsächlich die Mineralrückgewinnung. Um die Schweizer Zementindustrie zu dekarbonisieren, werden alternative, zementartige Materialien benötigt. Die mineralische Fraktion von RESH könnte ein solcher Kandidat sein. Grensol schlägt vor, die mineralischen Teile (hauptsächlich Glas) vom restliche RESH zu trennen und danach weiter zu zerkleinern. Nach diesem Schritt verbleiben jedoch kleine Metallstücke auf dem Glas, sodass ein weiterer Prozessschritt erforderlich ist: Mittels Ultraschalles sollen die Metallpartikel von den Glaspartikeln gelöst werden. Nach der Ultraschallbehandlung erfolgt dann eine Schweretrennung, um die beiden Fraktionen (Metall- und Mineralfraktion) effektiv zu trennen. Die in Laborversuchen so aufbereitete Mineralfraktion hält die Grenzwerte der Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen (VVEA) für die Metalle Cd, Hg und Ti, ein, aber nicht für Sb und As. Daher sind weitere Arbeiten erforderlich, damit die Mineralfraktion in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden darf und als alternatives, zementartiges Material zu einem Baustoff verarbeitet werden kann.
Ergebnisse gemäss Vertrag
(Deutsch)
  1. Die Bewilligung für den Bau der Pilotanlage liegt vor. Meilenstein 1

  2. Die Pilotanlage für die Metallrückgewinnung und die Mineralfraktion ist auf dem Areal der alten Papierfabrik in Biberist bzw. an einem geeigneten Standort installiert. Meilenstein 2

  3. Die Pilotanlage für die Metallrückgewinnung und die Mineralfraktion wurde mit RESH Chargen getestet und die Prozessparameter konnten definiert werden. Alle Stichproben der eingehenden RESH Chargen können verarbeitet werden. Meilenstein 3

  4. Die Prozesse der Mineralrückgewinnung wurden optimiert, so dass die aufbereitete Mineralfraktion die Grenzwerte der VVEA einhält und zukünftig in der schweizerischen Bauindustrie oder auch für andere Zwecke im Rahmen der schweizerischen Umweltgesetzgebung verwertet werden kann

  5. In einer Machbarkeitsstudie, die auch die industrielle und wirtschaftliche Rentabilität beinhaltet, wird die Skalierung der Anlage für ca. 25'000 t RESH pro Jahr bewertet.

  6. Ein Schlussbericht mit Darstellung der Ergebnisse aus 3.1 bis 3.5 und dem weiteren Vorgehen ist redigiert und dem BAFU abgegeben. Der Bericht gibt zudem Auskunft zur erfolgten Zielgruppenansprache (zukünftige Nutzer der Innovation), den Massnahmen zur Markteinführung und zu den erwarteten Entwicklungen bis in 5 Jahren.

  7. Textbausteine, Illustrationen und mindestens 3 Fotografien
     für die Verwendung in öffentlichen Publikationen sind bereitgestellt und dem BAFU abgegeben.

  8. Eine Präsentation der Ergebnisse mit entsprechender Power-Point Darstellung wird am Schluss des Projektes für interessierte Personen aus dem BAFU durchgeführt.
Projektziele
(Deutsch)

Es soll eine Pilotanlage gebaut werden, die eine Menge von 10 kg der Mineralfraktion des RESH pro Stunde verarbeiten kann, um ein Produkt zu erhalten, das die schweizerische Umweltgesetzgebung einhält und in der Bauindustrie wiederverwendet werden kann. Während der Projektdauer soll mindestens 25 t RESH aufbereitet werden.