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Unité de recherche
OFEV
Numéro de projet
UTF 758.08.25
Titre du projet
Aussenputzmörtel aus mineralischen Abfällen

Textes relatifs à ce projet

 AllemandFrançaisItalienAnglais
Mots-clé
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Description succincte
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Résultats selon le contrat
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Objectifs du projet
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Textes saisis


CatégorieTexte
Mots-clé
(Allemand)
Altholz, Altglas, Altpapierflugasche, Schadstoffbelastung, Schwermetalle, ökotoxikologische Bedeutung
Description succincte
(Allemand)

Im Rahmen eines Innosuisse-Projektes (59443.1 IP-EE) wurde eine Putzmörtelrezeptur auf der Basis von Altpapierflugasche (einem Gemisch aus der Verbrennung von Papier und Holz) und Glasmehl aus dem Altglasrecycling mit Zitronensäure als biologisch abbaubarem Abbindeverzögerer entwickelt. Dieser Putzmörtel wird bevorzugt als Grundputz eingesetzt, kann aber auch als Deckputz verwendet werden. Er entspricht bezüglich Verarbeitbarkeit und technischen Eigenschaften konventionellem Putzmörtel, weist aber eine viel bessere CO2-Bilanz auf und karbonatisiert schneller, ein weiterer Vorteil. Allerdings sind die Schwermetallgehalte des Ökoputzes höher als in Bindemitteln auf der Basis von Primärrohstoffen. Dies betrifft Blei, Kupfer und Zink. Für deren Einordnung wurden die Grenzwerte gemäss Anhang 4, Ziffer 1.4 der VVEA (Verordnung über die Vermeidung und die Entsorgung von Abfällen) beigezogen. Diese wurden beim Kupfer einigermassen, bei Zink knapp und bei Blei nicht eingehalten. Das Blei stammt einerseits aus dem Altglas. Es ist dort in inerter Form vorhanden, muss aber für die Einhaltung des Grenzwertes einbezogen werden. Die Hauptquelle für Blei sind mittlerweile verbotene, bleihaltige Aussenanstriche auf dem Altholz, das zusammen mit dem Papierschlamm verbrannt wird. Im Innosuisse-Projekt zeigte es sich, dass ein Aussortieren dieses Holzes logistisch und wirtschaftlich nicht machbar ist. Deshalb sollen nun in diesem Projekt die umweltrelevanten Aspekte abgeklärt werden und auf dieser Basis entschieden werden, ob der Ökoputz in der aktuellen Rezeptur aus Sicht BAFU umweltverträglich ist. Zu diesem Zweck nimmt der begleitende Experte aus dem BAFU Einsitz in die Projektsteuergruppe. Für die Beurteilung wird eine Ökobilanz zum Vergleich mit einem konventionellen Putzmörtel erstellt. Die ökotoxikologische Bedeutung wird anhand des Freisetzungspotentials von Schwermetallen aus dem Ökoputz, sowie der Schadstoff-, insbesondere PFAS-Belastung der Holz- und Papieraschen und der Schwermetallbelastung bzw. Eignung von Altglas als Zuschlagsstoff gemäss VVEA untersucht.

In Absprache mit der Abteilung Abfall und Rohstoffe des BAFU wurden die relevanten Artikel in der VVEA definiert. Da Putzmörtel in Verwendung und Zusammensetzung Zement und Beton ähnlich ist, wird Anhang 4 Ziffer 3.1. angewandt. Da es sich beim Ökoputz um ein zementähnliches Produkt, das der Verwitterung ausgesetzt ist und nicht um Zement handelt, ist die Schadstoffbelastung der verwendeten Aschen zu untersuchen. Altglas darf als «weiterer Zuschlagstoff» verwendet werden, sofern es die unter Anhang 3 Ziffer 2 Buchstaben c aufgeführten Grenzwerte einhält. Für die ökotoxikologische Prüfung werden entsprechende Prüfnormen für Bauprodukte bezüglich Freisetzung gefährlicher Stoffe beigezogen.

Résultats selon le contrat
(Allemand)
  1. Die Ökobilanz zu CO2-Emissionen und Umweltrelevanz (UBP) ist abgeschlossen. Die Rahmenbedingungen (Systemgrenzen, funktionelle Einheit, geografische und zeitliche Bezüge, Daten zur Sachbilanz, Wirkungsabschätzung) sind dokumentiert. Ein Vergleich des Ökoputzes mit konventionellem Putzmörtel liegt vor. Meilenstein 1

  2. Die toxikologischen Aspekte des Ökoputzes sind in Auslaugungsversuchen an Prüfkörpern gemäss der in Frage kommenden Prüfnormen für Bauprodukte bezüglich der Freisetzung gefährlicher Stoffe (SN EN 16105:2023, SIA490.510 EN 16637-1, SIA490.509 EN 16637-2 und DIN CEN/TR 17105) untersucht und die anzuwendenden Normen definiert. Die Resultate zeigen die Erfüllung der Anforderung für eine Markteinführung bezüglich der Schwermetalle für das Produkt. Die Resistenz der Putzoberfläche gegen Algen- und Pilzbewuchs ist bekannt. Die während einem Jahr periodisch erfolgte Beprobung der Aschen auf Schadstoffe gemäss Anhang 3 Ziffer 2 VVEA und PFAS sowie des Glasmehls auf Schwermetalle bestätigt die Eignung der Ausgangmaterialien für die Herstellung eines Ökoputzmörtels. Die Umweltverträglichkeit von Altglas als Zuschlagstoff gemäss VVEA ist geprüft. Meilenstein 2

  3. Ein Schlussbericht mit Darstellung der Ergebnisse aus 3.1 bis 3.2 und dem weiteren Vorgehen ist redigiert und dem BAFU abgegeben. Der Bericht gibt zudem Auskunft zur erfolgten Zielgruppenansprache (zukünftige Nutzer der Innovation), den Massnahmen zur Markteinführung und zu den erwarteten Entwicklungen bis in 5 Jahren.

  4. Textbausteine, Illustrationen und mindestens 3 Fotografien
    (Beilage 3) für die Verwendung in öffentlichen Publikationen sind bereitgestellt und dem BAFU abgegeben.
Objectifs du projet
(Allemand)

Der Umweltnutzen des Ökoputzes gegenüber einem konventionellen Putzmörtel ist anhand einer Ökobilanz aufgezeigt. Der Ökoputz wurde gemäss den geltenden Normen bezüglich der Freisetzung gefährlicher Stoffe durch Auslaugen geprüft und erfüllt die Anforderungen für eine Markteinführung. Die Schadstoffbelastung (inkl. PFAS) der verwendeten Aschen ist bekannt und kann als umweltverträglich eingestuft werden. Die Bedingungen für eine weitere Verwendung der Aschen, auch nach einer möglichen Verschärfung der Positivliste in Anhang 4 Ziffer 3.1 VVEA, sind geklärt, soweit wie dies der Kenntnisstand über die zukünftigen Grenzwerte/Bedingungen zulässt. Altglas erfüllt die Anforderungen als Zuschlagstoff gemäss VVEA und kann für die Herstellung von Ökoputz verwendet werden.