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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
WHFF-CH 2024.05
Projekttitel
WSL_dupliSWISS

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Umsetzung und Anwendungen
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Publikationen / Ergebnisse
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Fichtenborenkäfer, Wald,Schaden, Monitoring
Schlüsselwörter
(Englisch)
Spruce tree, double-spined bark beetle, forest, monitoring
Schlüsselwörter
(Französisch)
Scolyte nordique, dégâts, monitoring
Schlüsselwörter
(Italienisch)
Abete rosso, bostrico nordico, bosco, monitoring
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Der Nordische Fichtenborkenkäfer (NFB, Ips duplicatus), eine invasive Käferart aus Nordeuropa und Asien, hat sich in den letzten Jahrzehnten in Europa ausgebreitet und teilweise beträchtliche Schäden an der Fichte verursacht. 2019 wurde die Art erstmals auch in der Schweiz nachgewiesen. In diesem Projekt wurden i) das Vorkommen des NFBs in der Schweiz und entlang von Höhengradienten, ii) seine Flugzeiten, sowie iii) sein Schadpotenzial untersucht.
Kurzbeschreibung
(Englisch)
The double-spined bark beetle (DSB, Ips duplicatus), an invasive beetle species originating from Northern Europe and Asia, has spread across Europe in recent decades and caused considerable damage to spruce trees in some cases. In 2019, the species was also detected in Switzerland for the first time. This project investigated i) the occurrence of the DSB in Switzerland and along altitudinal gradients, ii) its flight times, and iii) its damage potential.
Kurzbeschreibung
(Französisch)
Le scolyte nordique de l'épicéa (SNE, Ips duplicatus), une espèce de coléoptère envahissante originaire du nord de l’Europe et d'Asie, s'est propagé en Europe au cours des dernières décennies, causant parfois des dégâts considérables aux épicéas. En 2019, l'espèce a également été détectée pour la première fois en Suisse. Le projet a étudié i) la présence du SNE en Suisse et le long de gradients altitudinaux, ii) ses périodes de vol, ainsi que iii) son potentiel de dommages.
Kurzbeschreibung
(Italienisch)
Il bostrico nordico dell’abete rosso (BNAR, Ips duplicatus), una specie di coleottero invasivo proveniente dall'Europa settentrionale e dall'Asia, si è diffuso in Europa negli ultimi decenni e ha causato in alcuni casi danni considerevoli agli abeti rossi. Nel 2019 la specie è stata rilevata per la prima volta anche in Svizzera. In questo progetto sono stati studiati i) la presenza dell' BNAR in Svizzera e lungo i gradienti altitudinali, ii) i suoi tempi di volo e iii) il suo potenziale di danno.
Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)

Der Nordische Fichtenborkenkäfer (NFB, Ips duplicatus) ist eine invasive Borkenkäferart, welche ursprünglich aus Nordeuropa und Asien stammt. In den letzten Jahren hat sich der NFB in Europa ausgebreitet und dabei in einigen osteuropäischen Ländern beträchtliche Schäden an Fichten verursacht. In der Schweiz und im benachbarten Fürstentum Liechtenstein wurde der NFB 2019 zum ersten Mal nachgewiesen.

Im Rahmen des vorliegenden Projekts wurden im Jahr 2024 verschiedene Untersuchungen zum Auftreten der Käferart in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Einerseits wurde dabei das aktuelle Verbreitungsgebiet der Käferart in der Nordostschweiz mithilfe von Lockstoff-Borkenkäferfallen abgegrenzt. Da die Käferart ursprünglich aus nördlicheren Regionen stammt und dadurch auch an kältere Temperaturen angepasst ist, wurde ebenfalls die Verteilung der Art entlang von Höhengradienten (500 m - 1'900 m.ü.M.) studiert. Die Fallengradienten wurden dabei in Gebieten in den Voralpen und Alpen installiert, an welchen der Käfer in der Talsohle bereits in den Vorjahren nachgewiesen worden war. Um abzuklären, ob der NFB aufgrund von leicht tieferen Entwicklungstemperaturen im Vergleich zum Buchdrucker sich rascher entwickelt und dadurch zeitlich etwas verfrüht schwärmt, wurden die Flugzeiten der beiden Käferarten während der ganzen Flugsaison an 6 Standorten mithilfe von wöchentlich kontrollierten Lockstoff-Borkenkäferfallen überwacht. Um den Beitrag des NFBs an den aktuellen Borkenkäferschäden der Fichten abzuschätzen, wurde im bekannten Befallsgebiet zudem frisches Käferholz auf Brutbilder des NFBs untersucht. Aus befallenem Fichtenholz isolierte NFBs wurden ebenfalls auf die Präsenz von gebietsfremden, assoziierten Pilzpathogenen untersucht. Zusammen mit Informationen aus Literaturrecherchen wurden die erhobenen Resultate anschliessend verwendet, um ein neues Factsheet zu erarbeiten, welches Informationen über die Erkennungsmerkmale, Biologie, sowie Managementempfehlungen für die Praxis bereitstellt.

Die Untersuchungen zur Abgrenzung des Verbreitungsgebiets zeigten, dass der NFB in der Nordostschweiz bereits weitverbreitet ist und in 47 % der überwachten Fichtenbeständen nachgewiesen werden konnte. Besonders häufig ist die Art entlang der nordöstlichen Landesgrenze, wo auch der Ursprung der Invasion vermutet wird. Der westlichste Fundort lag im Kanton BL. Allerdings wurde festgestellt, dass die monatlichen Fangraten des NFBs an vielen Standorten noch sehr gering sind (Median = 1.25 Käfer pro Monat), insbesondere auch im Vergleich zum Buchdrucker, der häufig in grösseren Mengen als Beifang mitgefangen wurde (Median = 4.4 Käfer pro Monat). Insgesamt zeigen die Daten, dass sich der NFB bereits vielerorts etablieren konnte, allerdings wurden dabei noch keine grösseren Populationen aufgebaut.

Die Ergebnisse der Fallenüberwachungen entlang von Höhengradienten zeigen, dass sich der NFB in den Voralpen und Alpen bisher hauptsächlich auf den untersten beiden Höhenstufen (500 - 553 m und 747 - 793 m.ü.M.) etabliert hat. Der höchstgelegene Fang wurde auf 1'267 m.ü.M. gemacht. Im Gegensatz dazu konnte der Buchdrucker als Beifang in den Fallen auf allen Höhenstufen ausser 1'755 m.ü.M. nachgewiesen werden. Da der NFB an vier der fünf Gradienten-Standorten in der Talsohle bereits mindestens seit 2019 nachweislich präsent ist, hätte die Käferart inzwischen genügend Zeit gehabt, sich auch entlang des Höhengradienten hinauf in den Fichtenbeständen weiter auszubreiten. Unsere Daten deuten deshalb darauf hin, dass die Käferart die tieferen Lagen bevorzugt und unter den vorherrschenden Klimabedingungen daher keine Gefahr für unsere Gebirgsfichtenwälder darstellt.

Die Überwachung der Flugzeiten des NFBs und des Buchdruckers hat ergeben, dass die Flugzeiten der beiden Käferarten zeitlich linear korrelieren, obschon der NFB gemäss früheren Laborversuchen etwas tiefere Entwicklungstemperaturen benötigt und sich daher im Vergleich zum Buchdrucker unter Laborbedingungen grundsätzlich etwas schneller entwickeln konnte. Der Flug der überwinterten Käfer beider Arten setzte 2024 Anfang April ein, der Flug der ersten neuen Generation ab Mitte Juni. Ebenfalls konnte ab Mitte August an den meisten Standorten für beide Arten Flugaktivitäten festgestellt werden, welche dem Flug der zweiten Käfergeneration zugeordnet wurden. Der Ausflug der zweiten Käfergeneration verbunden mit der anschliessenden Erzeugung einer dritten Käfergeneration findet nur in aussergewöhnlich warmen Jahren statt. Sowohl für den NFB als auch den Buchdrucker konnte ebenfalls ein Zweitflug der überwinterten, sowie auch der ersten Käfergeneration festgestellt werden. Die adulten Käfer sind dabei nach der Anlage einer ersten Brut erneut zur Erzeugung einer Geschwisterbrut ausgeschwärmt. Vergleiche mit Prognosen der Borkenkäfer Simulation Online (BSO, www.borkenkaefer.ch) zeigten, dass die Modellierungen mit den aus den wöchentlichen Überwachungsarbeiten in diesem Projekt erhobenen Flugdaten (NFB und Buchdrucker) übereinstimmten. Diese Erkenntnisse zeigen, dass die BSO zukünftig auch für die Prognose der Flugzeiten des NFBs verwendet werden kann.

Während der stichprobenmässigen Untersuchung von frischem, durch Borkenkäfer befallenen Fichtenholz an 25 Standorten im bekannten Verbreitungsgebiet des NFBs konnte lediglich ein einzelnes Brutbild mit 6 Jungkäfern gefunden werden. Der Fund wurde in einem Fichtenast in einem Borkenkäferbefallsherd im Kanton Zürich gemacht, in welchem der NFB zusammen mit dem Buchdrucker, dem Kupferstecher (Pityogenes chalcographus), sowie mit Fichtenbastkäfern (Hylurogops sp.) aufgetreten ist. Analysen der isolierten NFBs zeigten, dass die invasiven Käfer keine gebietsfremden Pilzpathogene auf sich trugen und eine ähnliche Zusammensetzung der assoziierten Pilze wie die Buchdrucker aufwiesen.

Zusammen mit den Resultaten aus den Fallenüberwachungen zeigen die Resultate der Untersuchung des Schadpotenzials auf, dass der NFB in der Nordostschweiz zwar diffus bereits weitverbreitet ist, aber bisher kaum zum Schadholzvolumen an Fichte beiträgt. Dadurch besteht zurzeit keinen Bedarf, die aktuellen Bekämpfungsstrategien bei Borkenkäferbefall an Fichte anzupassen. Bei stärkerem Auftreten des NFB wäre dies nötig, da die Käfer im Herbst die befallenen Bäume bereits verlassen und in der Bodenstreu überwintern. Im Gegensatz dazu überwintern die Buchdrucker in tieferen Lagen meist im Brutbild. Effektive Bekämpfungsmassnahmen bei NFB-Befall müssten daher bereits bis gegen Ende des Sommers abgeschlossen werden.

Erfahrungen aus osteuropäischen Ländern wie der Tschechischen Republik zeigen, dass der NFB ähnlich dem Buchdrucker von den zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels (u.a. intensivere Trockenperioden und steigende Temperaturen) profitieren -und mit voranschreitendem Prozess zunehmend zum Schadgeschehen an Fichten beitragen kann. Das Schadpotenzial dieser invasiven Borkenkäferart sollte daher auch in Zukunft in regelmässigen Abständen überprüft werden, damit die Bekämpfungsstrategien zu gegebenem Zeitpunkt angepasst werden können.
Umsetzung und Anwendungen
(Französisch)

Le scolyte nordique de l'épicéa (SNE, Ips duplicatus) est une espèce de scolyte envahissante originaire du nord de l’Europe et d'Asie. Ces dernières années, le SNE s'est répandu en Europe et a causé des dégâts considérables aux épicéas dans certains pays d'Europe de l'Est. En 2019, le SNE a été détecté pour la première fois en Suisse et dans la principauté du Liechtenstein.

Dans le cadre du présent projet, différentes études ont été menées en 2024 sur la présence de cette espèce de scolyte en Suisse et dans la Principauté du Liechtenstein. D'une part, l'aire de répartition actuelle de l'espèce dans le nord-est de la Suisse a été délimitée à l'aide de pièges attractifs. Comme l'espèce est originaire de régions plus septentrionales et qu'elle est donc adaptée à des températures plus froides, la répartition de l'espèce a également été étudiée le long de gradients altitudinaux (500 m - 1'900 m au-dessus du niveau de la mer). Les gradients de piégeage ont été installés dans des régions des Préalpes et des Alpes où le coléoptère avait déjà été détecté en plaine les années précédentes. Afin de déterminer si le SNE se développe un peu plus rapidement que le bostryche typographe en raison de températures de développement optimales légèrement plus basses et si, par conséquent, il essaime un peu plus tôt, les périodes de vol des deux espèces de coléoptères ont été surveillées pendant toute la saison de vol sur 6 sites à l'aide de pièges à scolytes attractifs contrôlés chaque semaine. Afin d'estimer la contribution du SNE aux dégâts actuels causés par les scolytes aux épicéas, du bois frais infesté a été examiné dans la zone d'infestation connue pour y déceler des galeries de ponte du SNE. Les SNE isolés à partir de bois d'épicéa infesté ont en outre été examinés quant à la présence d'agents pathogènes fongiques exotiques associés. Enfin, les résultats obtenus ont été combinés avec des informations issues de recherches bibliographiques pour élaborer une nouvelle fiche d'information contenant des critères de détermination, des caractéristiques biologiques et des recommandations de gestion pour la pratique.

Les analyses visant à délimiter son aire de répartition ont montré que le SNE est déjà largement répandu dans le nord-est de la Suisse et qu'il a été détecté dans 47 % des peuplements d'épicéas surveillés parmi ceux sélectionnés. L'espèce est particulièrement présente le long de la frontière nord-est du pays, où l'on suppose que l'invasion a commencé. Actuellement, le site le plus occidental se trouve dans le canton de Bâle-Campagne. On a toutefois constaté que les taux de capture mensuels du SNE sont encore très faibles sur de nombreux sites (médiane = 1,25 coléoptères par mois), notamment en comparaison avec le scolyte typographe, qui a souvent été capturé en plus grande quantité comme prise accessoire (médiane = 4,4 coléoptères par mois). Les données montrent dans l'ensemble que le SNE a pu s'établir en de nombreux endroits, mais qu'il n'a manifestement pas encore pu constituer de grandes populations.

Les résultats des suivis de pièges le long des gradients altitudinaux montrent que le SNE s'est établi dans les Préalpes et les Alpes principalement aux deux altitudes les plus basses (500 - 553 m et 747 - 793 m). La capture la plus élevée a été effectuée à 1'267 m d'altitude. En revanche, le scolyte typographe a été détecté comme prise accessoire dans les pièges à tous les niveaux d'altitude sauf à 1'755 mètres. Comme la présence du SNE est attestée à la base de quatre des cinq gradients altitudinaux depuis au moins 2019, l'espèce aurait eu entre-temps suffisamment de temps pour continuer à se propager dans les peuplements d'épicéas le long du gradient d'altitude. Nos données indiquent donc que l'insecte préfère les zones de basse altitude et qu'il ne constitue pas une menace pour nos pessières de montagne dans les conditions climatiques actuelles.

La surveillance des périodes de vol du SNE et du scolyte typographe a montré que les périodes de vol des deux espèces de coléoptères correspondent exactement, bien que le SNE nécessite, selon des essais en laboratoire, des températures de développement un peu plus basses et qu'il ait donc pu se développer en principe un peu plus rapidement que le scolyte typographe dans les conditions de laboratoire. En 2024, le vol des coléoptères hivernants des deux espèces a commencé début avril, celui de la première nouvelle génération à partir de la mi-juin. De même, à partir de la mi-août, on a pu constater sur la plupart des sites des activités de vol pour les deux espèces, qui ont été attribuées au vol de la deuxième génération de coléoptères. L'envol de la deuxième génération de coléoptères, suivi de l'installation d'une troisième génération, n'a lieu que lors d'années exceptionnellement chaudes. Tant pour le SNE que pour le scolyte typographe, on a pu constater un deuxième vol de la première génération de scolytes ayant passé l'hiver et qui, après l'installation d'une première couvée, ont essaimé à nouveau pour produire une génération soeur. La comparaison avec les prévisions de la simulation en ligne des scolytes (BSO, www.borkenkaefer.ch) a en outre montré que les modélisations concordaient avec les données de vol relevées (SNE et scolyte typographe) lors de nos surveillances hebdomadaires. Ces conclusions montrent que le BSO pourra également être utilisé à l'avenir pour prévoir les périodes de vol du SNE.

Lors de l'examen par échantillonnage de bois d'épicéa frais infesté par des scolytes sur 25 sites de l'aire de répartition connue du SNE, on n'a trouvé qu'une seule ponte avec 6 jeunes scolytes appartenant au SNE. La découverte a été faite dans une branche où le SNE est apparu en même temps que le scolyte typographe, le chalcographe (Pityogenes chalcographus) et les Hylurogops (Hylurogops sp.) Des analyses des SNE isolés ont montré que les coléoptères envahissants ne portaient pas de champignon pathogène exotique et présentaient une composition de champignons associés similaire à celle des scolytes typographes également étudiés à des fins de contrôle.

Les résultats de l'étude du potentiel de dégâts, ainsi que les résultats de la surveillance des pièges, montrent que le SNE est certes déjà largement répandu dans le nord-est de la Suisse, mais qu'il ne contribue guère au volume de bois endommagé. Il n'est donc pas nécessaire pour l'instant d'adapter les stratégies actuelles de lutte contre les attaques de scolytes sur l'épicéa. En cas d'apparition plus importante du SNE, cela pourrait s’avérer nécessaire, car les scolytes quittent déjà les arbres infestés en automne et passent l'hiver dans la litière au sol. En revanche, le scolyte typographe hiverne généralement dans le couvain à basse altitude. Des mesures de lutte efficaces en cas d'infestation par le SNE devraient donc être mises en œuvre avant la fin de l'été.

Toutefois, les expériences faites dans les pays d'Europe de l'Est, comme la République tchèque, montrent que le SNE peut, comme le scolyte typographe, profiter des effets croissants des changements climatiques (notamment des périodes de sécheresse plus intenses et des températures en hausse) et contribuer de plus en plus aux dégâts sur les épicéas. Cette évolution devrait donc être examinée à l'avenir à intervalles réguliers afin de pouvoir adapter les stratégies de lutte au moment opportun.
Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
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