Die Zunahme der Renten bei psychischen Erkrankungen, insbesondere bei jungen Menschen, stellt eine Herausforderung für die Invalidenversicherung dar. Die Zahl der jährlich neu bewilligten Renten für Personen im Alter von 18–24 und 25–29 Jahren ist ab 2017 bzw. 2018 selbst im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung deutlich gestiegen. Dieser Anstieg ist ausschliesslich auf psychische Erkrankungen zurückzuführen.
Das Projekt soll das Profil der jungen Menschen mit einer psychischen Erkrankung analysieren, denen die IV in den Jahren 2022, 2023 und 2024 eine Rente gewährt hat, als sie zwischen 18 und 29 Jahre alt waren.
Die Studie soll folgende Fragen beantworten:
- Wer sind diese jungen Personen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung eine Rente beziehen. Wie verläuft ihre berufliche Laufbahn und was charakterisiert ihren Eingliederungsverlauf in der IV?
- Welche institutionellen Etappen (medizinisch, [sozio-]pädagogisch) haben die betreffenden Personen durchlaufen?
- Welches sind die Unterschiede und Ähnlichkeiten der Erkenntnisse aus den obigen Fragen im Vergleich zu den Ergebnissen der Studie von 2015?
- Wie ist die familiäre und schulische Laufbahn der aus psychischen Gründen berenteten jungen Personen zu beschreiben?