Schlüsselwörter
(Deutsch)
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Suchtprävention
Jugendliche
Suchtverhalten
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Schlüsselwörter
(Englisch)
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prevention
evaluation
adolescent
addictive behaviour
habit-formation
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Kurzbeschreibung
(Deutsch)
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Supra-f ist ein nationales Suchtpräventionsforschungsprojekt. Es beinhaltet die Durchführung eines sekundärpräventiven Angebotes für suchtgefährdete Jugendliche (12-20 Jahre) an 12 Standorten in der Schweiz und die Untersuchung der kurz- bis mittelfristigen Wirksamkeit dieses Programms.
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Projektziele
(Deutsch)
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1. Auftrag: Übernahme der wissenschaftlichen Leitung des Projektes supra-f, das am 01.10.1999 (Vertrag Nr. 99.000781) unter der wissenschaftlichen Leitung von PD Dr. Werner Wicki begonnen und durch Prof. P.A. Michaud (Vertrag Nr. 00.000699) vom 15.8. 2000 bis 15.8. 2003 fortgesetzt wurde. Ziele: die Koordination der Forschung zu supra-f, die Sicherstellung des professionellen Kontaktes der Forschenden mit der supra-f Programmleitung und der Leitung des Gesamtprogramms im BAG.
2. Auftrag: Beforschung von 12 Projekten in drei Regionen. Die Stichprobe besteht aus einer Experimentalgruppe und einer Kontrollgruppe. Drei Forschungszentren begleiten die Projekte wissenschaftlich. Ziele: vier Koordinationssitzungen der Forscher (G. Hüsler, P.A. Michaud, J. Rehm) mit den Verantwortlichen von supra-f.
3. Auftrag: Projektorganisation, Wissenschaftliches Controlling, Budgetkoordination, Kommunikation mit BAG und pro juventute, Koordination der Forschung mit Lausanne und Zürich, Erstellung der Berichte gemeinsam mit P.A. Michaud und J. Rehm, Wissenstransfer. Ziele: die Sicherstellung von Qualität, Effizienz und Termintreue sowie die Einhaltung der Vertragsbedingungen.
4. Auftrag: Sicherstellung der populärwissenschaftlichen und wissenschaftlichen Publikationen immer in Zusammenarbeit mit P.A. Michaud und J. Rehm. Ziel: die Aufbereitung der Ergebnisse für die Praxis.
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Abstract
(Deutsch)
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Supra-f ist eine dezentral an 12 Standorten implementierte, teils ambulant, teils halbstationär auf 6 Monate (4-9 Monate) befristete Intervention für Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren (Schülerinnen und Schüler, Stellenlose und Lehrlinge), die hinsichtlich Suchtentwicklung und selbstschädigendem Verhalten ein spezifisches Risikoprofil aufweisen. Supra-f ist zudem ein nationales Suchtpräventionsforschungsprojekt, das dieses sekundärpräventive Angebot in allen wesentlichen Aspekten untersucht.
Die Begleitforschung geht der Frage nach, welche kurz- und mittelfristigen Effekte diese Interventionen bei den von ihr erreichten Jugendlichen im Vergleich mit Jugendlichen mit ähnlichem Risikoprofil, die von keinem oder einem weniger (zeit)intensiven Programm profitieren können, erzielt werden. Zudem werden Implementierbarkeit, Akzeptanz bei der Zielgruppe und weitere prozessevaluative Elemente der Intervention untersucht. Es handelt sich um eine quasi-experimentelle Studie mit einer Prä-, Post- und Follow-up-Messung in der Untersuchungs- und der Vergleichsgruppe. Die supra-f Projekte und die dazugehörende Begleitforschung sind seit September 1999 im Gange.
Neben klientenbezogenen Daten werden auch projekt- und angebotsbezogene Daten erhoben, die Struktur- und Prozessdaten (materielle und personelle Ressourcen, Interventionskonzept, Zuweiserzufriedenheit etc.) sowie - klientenbezogen - die Planung und Durchführung der Intervention (Betreuungserfassung - Aktionsplan) einschliessen.
Supra-f (Projektarbeit bzw. Interventionsangebote) begann im Sommer 1999 und endet 2003 (ausser dem Projekt jumpina 2004). Die Forschungsarbeit dauert bis Ende September 2005, da die Schlusserhebungen der T2, T3 Untersuchungen bis Mitte/Ende 2004 andauern.
In den ersten zwei Wochen nach der definitiven Aufnahme ins Projekt werden sie persönlich interviewt und computerunterstützt befragt. Die zweite Befragung (Interview und computergestützter Fragebogen) erfolgt nach 6 Monaten; das ist der Zeitpunkt, zu dem die Jugendlichen mehrheitlich die Projekte wieder verlassen. Das Follow-up erfolgt 18 Monate nach Projekteintritt (ca. ein Jahr nach Projektaustritt). Ausserdem ist eine Vergleichsgruppe (hinsichtlich Alter, Geschlecht und Problematik) mit dem gleichen Instrumentarium in denselben Zeitabständen zu untersuchen. Wobei die Vergleichsgruppen vorzugsweise im Umfeld der 12 Projekte erhoben werden sollen, damit auch Effektanalysen intra Projekt durchgeführt werden können.
Supra-f scheint die Antwort für Jugendliche zu sein, die a) nicht nur unterschiedliche Befindensbeeinträchtigungen und beginnende Substanzprobleme haben, sondern und das ist hervorzuheben, b) nicht genügend Halt im familiären, schulischen und sozialen Umfeld finden. Hier können die supra-f Zentren je nach Alter der Jugendlichen und der vorhandenen Probleme eingreifen.
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Umsetzung und Anwendungen
(Deutsch)
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Veröffentlichung des Schlussberichtes.
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Weiteres Vorgehen
(Deutsch)
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Die Jugendlichen im supra-f-Programm werden mittels einer Langzeitstudie weiter beforscht (Kohortenstudie).
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Publikationen / Ergebnisse
(Deutsch)
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Zugehörige Dokumente
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