Das Projekt CREATE zielt darauf ab, das Wissen über Energieertrag und Degradationsraten neuer PV-Mainstream-Technologien für verschiedene Montagekonfigurationen zu erweitern, was entscheidend ist, um das Risiko von leistungsschwachen Systemen zu verringern. Die Ergebnisse früherer, von SUPSI im Jahr 2021 initiierter Messkampagnen im Freien zeigten Schwachstellen bei einigen der gängigen Technologien auf, wie z. B. Ausfälle im Frühstadium oder Degradationsraten, die über den Leistungsgarantien liegen, was weitere Untersuchungen und längere Zeitreihendaten erfordert, um zwischen den verschiedenen Degradationsmodi zu unterscheiden und Labortests mit Feldleistungsdaten zu korrelieren. CREATE wird daher die Messkampagnen um weitere drei Jahre verlängern, indem der Schwerpunkt auf die Analyse spezifischer Degradationsmechanismen gelegt wird, die bei Heterojunction- (HJT), Tunneloxid-passivierten Kontakt- (TOPCon) und Rückkontakt-Technologien (BC) auftreten, die sich derzeit in der Massenproduktion befinden (TOPCon) oder in den industriellen Roadmaps als die vielversprechendsten für den nächsten Technologiewandel identifiziert wurden. Die Analyse wird durch beschleunigte Tests in Innenräumen unterstützt, um die Leistung im Feld und die beobachteten Degradationsmuster zu erklären. Energieeffizienzbewertungen gemäß IEC 61853 werden im Labor durchgeführt und mit Felddaten verglichen, um ihre Genauigkeit und Anwendbarkeit für die Schweiz und BIPV-Systeme besser zu verstehen und die Auswirkungen von klima- oder anwendungsspezifischen Energieertragsbewertungen aufzuzeigen. Die Auswirkungen von klima- oder anwendungsspezifischen Degradationsraten und ihre Auswirkungen auf die Lebensdauer-Energieeffizienzbewertung werden weiter untersucht. Unterstützende Maßnahmen für die Einführung eines neuen europäischen Energielabels zur Bewertung von PV-Modulen werden im Rahmen des Projekts in enger Zusammenarbeit mit internationalen Expertengruppen, die auf diesem Gebiet tätig sind, verfolgt.