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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
UTF 742.16.24
Projekttitel
Wasserdurchlässige Beläge - Entwicklung eines Prüfkonzepts (WaBe)

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Wasserdurchlässige Beläge, Versickerung, Schadstoffrückhalt, Prüfkonzept, Abflussbeiwert
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Um Städte resilienter gegen den Klimawandel zu machen, wurde das Konzept der Schwammstadt entwickelt. Ein wichtiges Element sind Belagssysteme für Verkehrsflächen, Wege und Plätze, die das Regenwasser verdunsten und versickern lassen. Diese Systeme bestehen aus Pflastersteinen (festen Elementen) und Fugenmaterial, das meistens mineralisch ist. Man unterscheidet hauptsächlich drei Systeme: 1. Pflastersteine mit breiten Fugen, bei denen die Versickerung v.a. über die Fugen stattfindet: 2. Haufwerksporiges Pflaster – sogenannte Sickersteine - bei denen das Regenwasser durch das erhöhte Porenvolumen im Stein selbst aufgenommen werden kann; 3. Steine mit Sickerlöchern, bei denen das Wasser durch die ausgesparten Öffnungen oder Hohlräume versickert bzw. gespeichert und anschliessend verdunstet wird. Mit dem Platz- und Strassenabwasser können auch Schadstoffe auf diese Flächen gelangen und durch diffuse Einträge das Grundwasser verunreinigen. Den Fugenmaterialien kommt bezüglich Schadstoffrückhalt eine wichtige Rolle zu. Diese Eigenschaft und der Abflussbeiwert, mit dem die Versickerungsleistung des Materials beschrieben wird, sind wichtige Informationen für Planer und bewilligende Fachbehörden. Noch fehlen in der Schweiz aber eine Prüfmethodik und systematische Bewertung dafür. Deshalb soll im vorliegenden Projekt ein Prüfkonzept entwickelt werden. Als Basis dient die VSA-Leistungsprüfung für Regenwasser-Behandlungsanlagen, die im Rahmen des UTF Projektes 669.17.21 entwickelt und umgesetzt wurde. Die an der OST vorhandene Prüfanlage wird für das Projekt baulich ergänzt und angepasst (z.B. Beregnung). Auch die getesteten Stoffgemische orientieren sich an der genannten VSA-Leistungsprüfung. Die Bewertungssystematik soll den VSA-Belastungsklassen entsprechen. Für die Leistungsprüfung werden die Belagssysteme im Massstab 1:1 in einem künstlich geschaffenen Umfeld (Labor) unter durchschnittlichen Belastungssituationen (Regenmenge und -stärke) getestet. Für die Entwicklung werden Erfahrungen anderer Organisationen oder von Firmen einbezogen. Im Projektteam selber sind neben dem UMTEC auch Hersteller, der Verband Schweizerischer Pflästerermeister (VSP) und der Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) vertreten 

Projektziele
(Deutsch)
1. Die baulichen Anpassungen des Prüfanlage (v.a. in Zusammenhang mit der Beregnung und dem Auffangen des «versickerten» Wassers) wurden durchgeführt. Vortests mit drei verschiedenen Prüfregenspenden und zwei unterschiedlich breiten Fugen haben reproduzierbare Abflussbeiwerte und Abftussmengen (hydraulische Voruntersuchungen) ergeben. Der Stoffrückhalt ist exemplarisch bestimmt. Meilenstein 1

2. Das Prüfkonzept ist anhand der Vortests validiert und mit der Technischen Kommission Adsorber, des VSA und interessierten Kantonen abgestimmt. Die definitive Version liegt als VSA-Merkblatt vor. Der entsprechende Fachartikel und –vortrag sind vorbereitet. Meilenstein 2

3. Ein Schlussbericht mit Darstellung der Ergebnisse aus Punkt 1 bis 2 und dem weiteren Vorgehen ist redigiert und dem BAFU abgegeben

4. Textbausteine, Illustrationen und mindestens 3 Fotografien für die Verwendung in öffentlichen Publikationen sind bereitgestellt und dem BAFU abgegeben

5. Eine Präsentation der Ergebnisse mit entsprechender Power-Point Darstellung wird am Schluss des Projektes für interessierte Personen aus dem BAFU durchgeführt