Die Schweiz hat einen ehrgeizigen Plan zur Dekarbonisierung der Energieversorgung und zur Elektrifizierung des Straßenverkehrs auf den Weg gebracht. Die Regierung strebt eine signifikante Steigerung der Verbreitung von Elektrofahrzeugen (EV) an, um bis 2035 einen Marktanteil von 91-99% zu erreichen, und will bis zum selben Jahr insgesamt 2 Millionen private und öffentliche EV-Ladepunkte errichten. Der Anstieg der Stromnachfrage aufgrund der Schweizer EV-Strategie wird erheblich sein (+7,3 TWh für 2035 erwartet). Um die Netzstabilität nicht zu gefährden, ist es wichtig, dieses Wachstum richtig zu steuern. Parallel dazu sieht das kürzlich verabschiedete Elektrizitätsgesetz einen erheblichen Anstieg der variablen erneuerbaren Stromerzeugung vor, insbesondere 30 TWh PV-Strom bis 2035. Wie kann der doppelte Wandel der Schweiz hin zu einem hohen Anteil von E-Fahrzeugen und Photovoltaik nutzerorientiert und netzfreundlich gestaltet werden, so dass Synergien freigesetzt werden, anstatt die Herausforderungen zu vervielfachen? Betrachtet man die typischen Muster der PV-Erzeugung und des Ladens von E-Fahrzeugen, so erweist sich das Laden am Arbeitsplatz als ein wichtiges und bisher wenig erforschtes Puzzleteil der Schweizer Energiewende. Dieses Projekt untersucht empirisch die Marktakzeptanz von intelligentem Laden am Arbeitsplatz und die Bereitschaft von Unternehmen und ihrer Mitarbeiter, gemeinsam Flexibilität bereitzustellen. Die Ergebnisse des Projekts werden zu evidenzbasierten politischen Handlungsempfehlungen führen und die Entwicklung von innovativen Geschäftsmodellen erleichtern.