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Forschungsstelle
BAFU
Projektnummer
UTF 732.06.24
Projekttitel
Machbarkeitsstudie zur Deponierung von Rückständen aus der Kreislaufwirtschaft auf Typ D-Deponien

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Ergebnisse gemäss Vertrag
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Rohstoffe, Kreislaufwirtschaft, Verbrennungsrückstände, Typ D, Deponie, Konditionierung
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Die Rückgewinnung von wertvollen Rohstoffen aus Verbrennungsrückständen und die Förderung von Holzfeuerungen verändern zukünftig das bestehende Deponiesystem Schweiz. Bis 2030 müssen im Abfallbereich diverse Fristen umgesetzt werden, was unter anderem dazu führt, dass struktur- und bindungsärmere Abfallströme aus der erweiterten Aufbereitung der Verbrennungsrückstände auf die Schweizer Deponien des Typs D gelangen. Diese bis anhin nicht verwertbaren Abfallströme, erfordern eine neue Beurteilung hinsichtlich Deponiebautechnik und Emissionseigenschaften. Dies umfasst unter anderem das Korngrössenspektrum, die chemische/mineralogische Zusammensetzung sowie das Langzeit- und Abbindeverhalten dieser Rückstände. Der Deponieraum für diese Abfallarten ist in der Schweiz sehr begrenzt und die vorhandenen Deponiekapazitäten sollten deshalb bau- und umwelttechnisch optimal genutzt werden. Bisher wurden die Verbrennungsrückstände meist schichtweise nach Anlieferung in die Deponie eingebaut. Eine vorgängige Konditionierung z.B. in Form einer gezielten Befeuchtung und Mischung wurde bisher nicht in Betracht gezogen und durchgeführt, da es dazu in der Schweiz auch keine Anwendungsbeispiele gibt. Um Deponieraum zu schonen und die Ablagerung von Verbrennungsrückständen ohne Potential für eine Rückführung in den Wirtschaftskreislauf nachhaltig zu verbessern, wurde das Projekt „Senkato“ durch den Verband der Betreiber schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) initiiert. Das Projekt ist in zwei Teile gegliedert, welche an der Fachstelle Sekundärrohstoffe der Universität Bern und der Fachhochschule Ost durchgeführt werden. Das Teilprojekt an der Fachstelle Sekundärrohstoffe hat zum Ziel eine Guideline zu erstellen, die Angaben zur gezielten und kontrollierten Mischung verschiedener Rückstände aus der Kreislaufwirtschaft auf dem Typ-D Kompartiment enthält. Dazu werden konkrete Angaben zum Einbau der Rückstände gemacht, wie z.B. Angaben zur vorrangigen Lagerung/Behandlung und den Mischungsverhältnissen verschiedener Verbrennungsrückstände. Der Fokus dabei liegt auf einem sicheren Einbau (Arbeitsschutz), sowie der bautechnischen und chemischen Stabilität der Deponie, welche im Zusammenhang mit der Deponienachsorge von zentralem Interesse sind. In einer vom BAFU unterstützten Vorstudie wurden die deponierten Verbrennungsrückstände und deren chemische Zusammensetzung von 2010-2022 erfasst sowie Szenarien für Materialmengen und Qualitäten bis 2030 ausgearbeitet. Des Weiteren wurden im Labor erfolgsversprechende Versuche mit den Verbrennungsrückständen bezüglich Erhöhung der Einbaudichte und Verbesserung des Emissionsverhaltens durchgeführt. Aufgrund der positiven Ergebnisse bei Befeuchtung und Mischung von Verbrennungsrückständen sollen nun die erarbeiteten Grundlagen aus dem Labor in einem grösseren Massstab auf der Deponie Tambrig getestet werden.
Ergebnisse gemäss Vertrag
(Deutsch)
  1. Das vorhandene Wissen zur Konditionierung (gezielte Befeuchtung, Mischung und Lagerung) und dem Einbau von Verbrennungsrückständen auf Deponietyp D ist zusammengetragen. Meilenstein 1
  2. Die beste Option für die Konditionierung (gezielte Befeuchtung, Mischung und Lagerung) und den Einbau der Verbrennungsrückstände (KVA-Schlacke, gewaschene Asche, Holz- und Klärschlammasche) auf der Deponie Tambrig ist evaluiert. Meilenstein 2
  3. Beprobungs- und Beurteilungsmethoden für die Befeuchtung, Mischung und Einbau von Verbrennungsrückständen auf der Deponie Tambrig sind zusammengetragen. Meilenstein 3
  4. Der Versuch auf der Deponie Tambrig ist durchgeführt. Die verschiedenen Verbrennungsrückstände wurden analysiert, konditioniert (gezielt befeuchtet, vermischt und gegebenenfalls gelagert) und eingebaut. Die eingebauten Verbrennungsrückstände wurden bezüglich Einbaudichte und Emissionsverhalten überprüft. Meilenstein 4
  5. Ein Schlussbericht mit Darstellung und Auswertung der Ergebnisse aus 1 bis 4 und dem weiteren Vorgehen ist redigiert und dem BAFU abgegeben.
  6. Textbausteine, Illustrationen und mindestens 3 Fotografien für die Verwendung in öffentlichen Publikationen sind bereitgestellt und dem BAFU abgegeben.
  7. Eine Präsentation der Ergebnisse mit entsprechender Power-Point Darstellung wird am Schluss des Projektes für interessierte Personen aus dem BAFU durchgeführt.
Projektziele
(Deutsch)

Versuche bezüglich eines optimierten Einbaus von verschiedenen, heute anfallenden Verbrennungsrückständen (KVA-Schlacke, gewaschene Asche, Holz- und Klärschlammasche) sollen auf der Deponie Tambrig umgesetzt werden. Es soll getestet werden, ob durch Konditionierung (gezielte Befeuchtung, Mischung und Lagerung) der Verbrennungsrückstände die Einbaudichte erhöht und/oder das Emissionsverhalten reduziert werden kann. Die Ergebnisse aus dieser Machbarkeitsstudie dienen dann als Grundlage für die Ausarbeitung von Grundsätzen für den Deponiebau, welche Deponietyp unabhängig sind (Korngrösse, Wassergehalt, Art des Einbaus etc.), und für die Beurteilung der Ablagerung von neuen Abfallströmen wie Laugungsrückstände oder Abpressschlämme.