Der tiefe Schweizer Untergrund ist bisher unzureichend charakterisiert, was seine Nutzung für tiefe Geothermie, Kohlenstoffspeicherung und die Gewinnung kritischer Mineralien einschränkt. Ein umfassendes Verständnis des Schweizer Molassebeckens ist Voraussetzung, um sein Potenzial auszuschöpfen. Wir beschreiben einen Versuch, das Potenzial der Schweiz für CO2 Plume Geothermal (CPG) zu quantifizieren, bei dem CO2 als Arbeitsmedium für die geothermische Förderung dient. Die verfügbaren Bohrloch- und seismischen Daten, die überwiegend aus früheren Öl- und Gasexplorationen stammen, reichen für eine fundierte Bewertung des Untergrunds nicht aus. Selbst eine Veröffentlichung weiterer historischer Datensätze dürfte unser Verständnis des Schweizer Untergrunds nur begrenzt verbessern. Aus diesem Grund formulieren wir Empfehlungen, wie künftige Forschung und Projektentwicklung die erforderlichen Daten und Erkenntnisse erarbeiten können, um den Schweizer Untergrund für die Energieerzeugung und -speicherung, die Kohlenstoffspeicherung sowie die Gewinnung kritischer Mineralien vollständig zu erschliessen.