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Forschungsstelle
BWO
Projektnummer
F2-063-24
Projekttitel
Projekt «Kühle Räume in der Stadt»

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Sofortmassnahmen
Hitze
Gesundheit
Klimawandel
Stadt
Alterung
Obdachlosigkeit
Lebensqualität
Räume und Handlungsfelder
Soziale Arbeit
Kanton Basel-Stadt
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Das Projekt identifiziert bereits bestehende «kühle Räume» in öffentlichen Einrichtungen im Kanton Basel-Stadt und macht sie im Rahmen eines Aktionsplans als Sofortmassnahme-Räume für die betroffenen Personengruppen zugänglich.
Das Projekt hat durch die Erstellung von Massnahmen- und Vorgehensplänen sowie Handlungsempfehlungen Modellcharakter für andere Schweizer Städte.
Bearbeitungsteam
Professur Städtebau / IRAP/ OST
- Prof. Dr. Tanja Herdt (Projektleitung / Klimaanpassung / Städtebau / Wohnforschung)
- Anna Zweifel (Hauptsachbearbeitung, IRAP) / André Biskop (Sachbearbeitung GIS, IRAP)
Verein für Gassenarbeit Schwarzer Peter
- Mats Müller / Ressort Fachliches
- Michel Steiner / Ressort Koordination
Fachexperte Soziale Arbeit / FHNW
- Prof. Dr. Matthias Drilling (Fachexperte Obdachlosigkeit)
Projektziele
(Deutsch)
Ziel des Projektes ist die Erstellung einer Angebotskarte von Sofortmassnahme-Räumen im Kanton Basel-Stadt sowie die Erstellung eines Massnahmen- und Vorgehensplans (Aktionsplan) zur Inbetriebnahme der Sofortmassnahme-Räume ab Sommer 2025.
Abstract
(Deutsch)
In von Hitzeinseleffekten betroffenen Quartieren fehlen bislang oft Massnahmen zur Soforthilfe wie die Bereitstellung kühler, bspw. klimatisierter halböffentlicher oder öffentlicher Räume für akut betroffene Personen während Hitzewellen. Dazu zählen insbesondere
armutsbetroffene, alleinstehende sowie wohnungslose Menschen ohne Obdach und ältere Menschen in
den durch Hitze besonders betroffenen Quartieren. Für diese Personengruppen und ihre akute
Bedürfnislage, müssten auf dem Gebiet des Kantons Basel-Stadt Sofortmassnahme-Räume für
Hitzewellen identifiziert und zur temporären Nutzung bei Bedarf bereitgestellt werden.
Im Rahmen einer Studie der FHNW (2018-2020) wurde die Anzahl Obdachloser in der Stadt Basel auf ca.
100 Personen und die Anzahl Personen ohne eigene Wohnung auf ca. 200 geschätzt (Drilling 2020). Diese
Angaben entsprechen auch der ungefähren Einschätzung der aufsuchenden Sozialarbeit in Basel
(Schwarzer Peter 2023).
Innerhalb der vulnerablen Gruppen in den von Hitze besonders betroffenen Quartieren ist die Gruppe der
obdachlosen und wohnungslosen Personen von den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitzewellen
besonders betroffen und bringt oft bereits eine Mehrfachbelastung (Vorerkrankungen, schlechterer
Allgemein- und Ernährungszustand und zunehmendes Durchschnittsalter) mit. Diese Gruppe findet jedoch
in den bereits vorhandenen Massnahmenpaketen bislang noch nicht ausreichend Berücksichtigung. Dies
zeigt, dass die Bereitstellung von Sofortmassnahmen in Form von kühlen Räumen eine zentrale Lücke im
Angebot von Sofortmassnahmen schliessen würde.
Die Identifikation und Bereitstellung von kühlen Räumen und den damit verbundenen Aufenthaltsmöglichkeiten für vulnerable Personengruppen in von
Hitze besonders betroffenen Quartieren bedarf daher besonderer Aufmerksamkeit von Institutionen,
Verbänden und Behörden. Das Projekt erarbeitet genau hierfür einen Vorgehensplan mit Vorbildcharakter auch für weitere Städte in der Schweiz.