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Forschungsstelle
BLV
Projektnummer
6.24.02
Projekttitel
Bereitschaft der Konsumentinnen und Konsumenten, Massnahmen zur Bekämpfung der Campylobacteriose - verursacht durch Geflügelfleisch - zu akzeptieren

Texte zu diesem Projekt

 DeutschFranzösischItalienischEnglisch
Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Abstract
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Erfasste Texte


KategorieText
Kurzbeschreibung
(Deutsch)

Die Campylobacteriose ist eine bakterielle Infektionskrankheit, welche durch die Gattung Campylobacter spp.  verursacht wird. In der Schweiz werden dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) jährlich zwischen 7000 und 8000 Campylobacteriosen gemeldet. Die Erkrankung wird von betroffenen Personen als schwerwiegend empfunden. Rund 15 % der Patientinnen und Patienten werden hospitalisiert. Es wird geschätzt, dass sich die direkten Gesundheitskosten in der Schweiz aufgrund dieser Krankheit auf 25–39 Millionen Franken jährlich belaufen. Auch wenn eine Behandlung mit Antibiotika nur in schweren Fällen notwendig ist, gibt die sehr hohe Rate an Resistenzen gegen ein Antibiotikum, das als Mittel der ersten Wahl gilt, Anlass zur Sorge.

 

Campylobacter-Infektionen des Menschen sind überwiegend lebensmittelbedingt. In verschiedenen Fall-Kontroll-Studien ist Geflügelfleisch, insbesondere Hühnerfleisch, als bedeutendste Infektionsquelle identifiziert worden. Die Schweiz hat verschiedene Massnahmen ergriffen, um die Zahl der humanen Campylobacteriosen zu senken. Diese umfassen strategische, operative, regulatorische und kommunikative Massnahmen. Mit den bisher eingeleiteten Massnahmen ist es jedoch noch nicht gelungen, die Inzidenz der Campylobacteriose auf das im mehrjährigen nationalen Kontrollplan (MNKP) vorgesehene Niveau zu senken. Der Anteil der Campylobacter-positiven Mastpoulet-Herden ist zudem seit 2014 unverändert hoch.

Um die Anzahl der Erkrankungen zu reduzieren, müssen Massnahmen in der gesamten Produktionskette Geflügel umgesetzt werden. An verschiedenen Stellen der Produktionskette gibt es Interventionsmöglichkeiten, die in verschiedenen Publikationen zu einer Reduktion der Campylobacterbelastung und damit der Campylobacteriosen geführt haben, die aber aus politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Gründen zum Teil heftig diskutiert werden.

 

Unklar ist ob die Konsumentinnen und Konsumenten bereit wären solche Interventionsmöglichkeiten zu akzeptieren, wenn damit das Risiko an einer Campylobacteriose zu erkranken gesenkt werden könnte.  

Projektziele
(Deutsch)

Das Projekt sollte durch eine Konsumentenbefragung folgenden Informationen liefern:

  1. Situationsanalyse: Wie weit ist die Konsumentenschaft über den korrekten Umgang mit rohem Geflügelfleisch informiert? Kennt die Konsumentenschaft bspw. die Kampagne «sicher geniessen» und befolgt sie die Ratschläge? Was sind die Gründe, dass die bisher propagierten Massnahmen (z.B. Küchenhygiene) nicht die erwünschte Wirkung erzielten?
  2. Massnahmen: Welche Interventionsmöglichkeiten zur Reduktion von Campylobacteriosen wären für die Konsumentschaft wünschbar respektive akzeptabel? Welche Massnahmen würden abgelehnt?
Konsequenzen: Welche Konsequenzen wären die Konsumentinnen und Konsumenten bereit zu tragen, a) falls keine Massnahmen ergriffen würden, b) bei Einführung der verschiedenen Massnahmen?
Abstract
(Deutsch)
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Zugehörige Dokumente