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Forschungsstelle
BWO
Projektnummer
F-8349
Projekttitel
Leerstände und Desintegrationsprozesse - Strategien und Konzepte zur Reduktion

Texte zu diesem Projekt

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Schlüsselwörter
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Kurzbeschreibung
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Projektziele
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Erfasste Texte


KategorieText
Schlüsselwörter
(Deutsch)
Wohnungsleerstand, Wohnungswechsel, Desintegration, Migration, Mieterstruktur, ausländische Bevölkerungsgruppen, Ethnie
Kurzbeschreibung
(Deutsch)
Mit dem zurzeit grösseren Angebot auf dem Wohnungsmarkt haben die Wohnungswechsel stark zugenommen und es kommt ein Prozess in Gange, der selbstverstärkend wirkt: Die besser gestellte Mieterschaft zieht weg und wird durch Personen ersetzt, die auf billigen Wohnraum angewiesen wird. In der Regel steigt der Anteil ausländischer, auf dem Wohnungsmarkt benachteiligter Bevölkerungsgruppe stetig an und beschleunigt den Auszug der ursprünglichen Bewohnerschaft. Als vorläufiger Endzustand setzt sich die Bewohnerschaft fast ausschliesslich aus Angehörigen einer bestimmten Etnie zusammen, womit ein Haus oder eine Siedlung einen entsprechend negativen Ruf erlangt.

Entwertungs- und Desintegrationsprozesse, wie sie oben angedeutet sind, finden in anderen Ländern schon seit längerem statt
und haben zum Teil dramatischen Auswirkungen angenommen. Es scheint, dass solche Entwicklungen in der Schweiz seit ge-raumer Zeit vermehrt und in grösserer Geschwindigkeit stattfinden.

In der mehrstufig angelegten Forschungsarbeit sollen die Ursachen und Mechanismen derartiger Vorgänge kennengelernt und Lösungsstrategien entwickelt werden. Es sollen konkrete Handlungsanweisungen für Wohnbauträger erarbeitet werden, um in den entsprechenden Wohngebieten Präventions- und Verbesserungsmassnahmen vornehmen zu können.
Projektziele
(Deutsch)
Entwickeln von Lösungsstrategien und Konzepten zur Reduktion von Leerständen und Desintegrationsprozessen. Es sollen konkrete Handlungsanweisungen für Wohnbauträger erarbeitet werden, um in den entsprechenden Wohngebieten Präventions- und Verbesserungsmassnahmen vornehmen zu können.
Abstract
(Deutsch)
In der ersten Phase des mehrstufig angelegten Projektes ging es primär um eine Literaturrecherche und das Sammeln von Fallbeispielen auf nationaler Ebene sowie im europäischen Umfeld. Die Auswertung konzentriert sich auf drei Punkte: Beurteilung der Situation in Westeuropa, das Engagement der staatlichen Akteure in den einzelnen Ländern sowie ihre Zielsetzungen und Handlungsanweisungen.

Im Hinblick auf die Projektarbeit in der Schweiz werden Bevölkerungsszenarien aufgezeigt und über den aktuellen Stand der Integrationspolitik auf allen drei politischen Ebenen berichtet. Der Situation der Frauen wurde besondere Aufmerksamkeit geschenkt, da sie den grösseren Teil der Zeit in der Wohnung bzw. deren Umfeld verbringen und in der Kindererziehung eine zentrale Rolle einnehmen.

Es wurde generell ein Defizit an Wirkungsforschung festgestellt. Kurzfristig wurden Massnahmen für die Verbreitung und Sensibilisierung der Problemlage vorgeschlagen. Langfristig sollen integrative Projekte in den Siedlungen mit klarem Anforderungsprofil, Vergleichsgrössen und Leistungsaufträgen zur Ausschreibung gelangen. Die ausgewählten Projekte wären wissenschaftlich zu begleiten und aufgrund eines vorgegebenen Kriterienrasters zu evaluieren.