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Unité de recherche
OFAG
Numéro de projet
23.201
Titre du projet
Reproduktion von Geschlechterungleichheiten durch die landwirtschaftliche Bildung

Textes relatifs à ce projet

 AllemandFrançaisItalienAnglais
Mots-clé
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Description succincte
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Résumé des résultats (Abstract)
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Textes saisis


CatégorieTexte
Mots-clé
(Allemand)

Bildung, Geschlechtergerechtigkeit, Bäuerin, bäuerlicher Haushaltsleiter, Landwirt, Landwirtin

Mots-clé
(Anglais)
Education, gender equality, farmer's wife, farmer head of household, female farmer, farmer
Mots-clé
(Français)

Éducation, égalité des sexes, paysanne, chef de ménage paysan, agricultrice, agriculteur

Mots-clé
(Italien)

Formazione, uguaglianza di genere, contadina , responsabile d’economia domestica rurale, agricoltore, agricoltrice

Description succincte
(Allemand)

Frauen nehmen in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle ein, meist als Ehefrauen von Betriebsleitern. Letzteres ist ein Grund für globale Geschlechterungerechtigkeiten in der Landwirtschaft. Mit der Bildungen Bäuerin/bäuerlicher Haushaltsleiter FA vs. Landwirt*in EFZ und Betriebsleiterschule FA existieren in der Schweiz zwei landwirtschaftliche Ausbildungswege, deren Ursprünge geschlechtsspezifisch sind.

Explorative Vorstudien und Erfahrungsberichte legen nahe, dass beide Wege Geschlechterungleichheiten reproduzieren. Das Ziel dieses Forschungsprojektes ist deshalb, eine fundierte empirische Grundlage zu schaffen, um partizipativ Massnahmen für eine geschlechtsneutralere landwirtschaftliche Bildung zu entwickeln.

Dazu werden erstens relevante Unterrichtsmaterialien hinsichtlich Geschlechterrollen und -normen analysiert und in Interviews die Ansichten von Lehrpersonen zur Thematik ermittelt. Basierend darauf werden zweitens zusammen mit Stakeholdern und im Rahmen des Revisionsprozesses der landwirtschaftlichen Grund- und Fachbildung Handlungsempfehlungen erarbeitet, um den Unterricht geschlechtsneutraler zu gestalten. Drittens werden in partizipativen Workshops eine Zukunftsvision einer geschlechtsneutralen landwirtschaftlichen Bildung entwickelt.

Die Kooperation mit einer Begleitgruppe und zahlreichen Gremien der landwirtschaftlichen Bildungslandschaft sowie die Verzahnung mit dem Revisionsprozess garantieren den direkten Nutzen und die hohe Praxisrelevanz des Projekts.

Résumé des résultats (Abstract)
(Allemand)
Obwohl Frauen eine zunehmend wichtige Rolle einnehmen, bleibt die schweizerische Landwirt-schaft eine Männerdomäne. Ein Faktor dabei ist die landwirtschaftliche Bildung. Geschlechtsneut-rale Berufe und Ausbildungsgänge sind eine Grundbedingung dafür, dass Personen unabhängig ihres Geschlechts eine Ausbildung wählen. Obwohl die traditionell gegenderten landwirtschaftlichen Bildungswege in der Schweiz (EFZ Landwirt/-in und FA Bäuerin / bäuerlicher Haushaltleiter) heute beiden Geschlechtern offenstehen, ziehen sie nach wie vor nur wenige Personen des untervertrete-nen Geschlechts an, insb. der traditionell «weibliche» Bildungsweg.
Vor diesem Hintergrund hat die BFH-HAFL zusammen mit dem INFORAMA und AGRIDEA das vorliegende Projekt durchgeführt. Im Vordergrund standen einerseits die Untersuchung der land-wirtschaftlichen Bildungsmedien bezüglich Geschlechterneutralität (Sprache, Bilder) und Interviews mit Lehrpersonen bezüglich der Unterrichtspraxis. Basierend darauf und in engem Austausch einer-seits mit der Begleitgruppe, andererseits mit Lehrpersonen wurde in mehreren Workshops ein «Leitfaden für geschlechtergerechten Unterricht in landwirtschaftlichen Ausbildungsgängen» erar-beitet. Schliesslich wurden ebenfalls in mehreren Workshops mit Personen aus der Landwirtschaft bzw. der landwirtschaftlichen Bildung Visionen für zukunftsorientierte, geschlechtsneutrale landwirt-schaftliche Bildungsstrukturen entwickelt und zu drei Visionen synthetisiert.