In einer Feldstudie wird die Wirksamkeit der von den Laboren durchgeführten chemischen Inaktivierung getestet. Die chemische Inaktivierung ist kein Standardverfahren und stellt deshalb einen potentiellen Austrittspfad aus dem Labor in die Umwelt dar. Der Austritt von nach chemischer lnaktivierung entsorgtem flüssigen Laborabfall könnte - auch wenn Organismen nicht mehr nachweisbar sind - die Aufnahme von Laborplasmiden/kritischen DNA-Sequenzen durch Abwasserkeime zur Folge haben. Dieser Aspekt wird in einem Teilprojekt untersucht. Lentivirale Vektoren (LVV) besitzen eine hohe Rekombinationsrate, so dass die Entstehung eines replikationskompetenten viralen Vektors ein Gefahrenpotential darstellt. Die Entstehung solcher Partikel bei der Verwendung von LVV, insbesondere von Replikationssystemen mehrerer Generationen sowie bei einer potentiellen Durchmischung mit Wildtyp-Viren, werden untersucht und LVV-Systeme auf HIV Wildtypsequenzen getestet.