Seit April 2022 sind die Lebenshaltungskosten aufgrund des Krieges zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine gestiegen. In manchen Ländern sehr stark (z.B. Schottland, Jahresteuerung 2022 +9.2%), in der Schweiz (Jahresteuerung 2022 + 2.8%) etwas weniger. Food Standards Scotland (FSS) hat eine Umfrage unter Konsumentinnen und Konsumenten in Schottland [1] zum Thema Lebenshaltungskosten durchgeführt. Bei der Umfrage wurden mehr als 1.000 schottischen Bür-gerinnen und Bürgern eine Reihe von Fragen, auch zum Verhalten in Zusammenhang mit Lebensmitteln gestellt. Die Antworten zeigten, dass Konsumentinnen und Konsumenten mit Massnahmen darauf reagierten, die Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit haben, darunter: eine verstärkte Tendenz, Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeits- und Verfallsdatums zu verzehren, Lebensmittel kürzer oder bei niedrigeren Temperaturen zu garen oder in vereinzelten Fällen den Kühlschrank zeitweise ausser Betrieb zu nehmen oder generell die Temperaturen höher zu regulieren. Diese Verhaltensweisen und damit verbundene Gefahren könnten auch in der Schweiz auftreten, auch wenn der Anstieg der Lebenshaltungskosten in der Schweiz weitaus geringer ausgefallen ist.
Für den nächsten Winter (2023/2024) rechnen Expertinnen und Experten mit steigenden Energiekosten [2]. Besonders betroffen und damit vulnerabel dürften einkommensschwache Bevölkerungsgruppen sein. Dies könnte sich letztlich auf die Zahl der lebensmittelbedingten Erkrankungen in der Schweiz auswirken.